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Saisonstart Jugendligen: Wechselbad der Gefühle

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Am Samstag hatten die Jugendmannschaften 1 bis 3 des SK Kelheim Liga-Auftakt. Die Erste traf sich um 12 Uhr beim Lidl, um nach Erlangen zu reisen, die zweite und dritte Mannschaft hatte ab 14 Uhr Heimspiel im Dormero gegen den SV Isental und die Schachfreunde Roding.

SK Kelheim 3

Die Dritte war heute mit Korbinian Pritschet, Maxim Weinberger, Leonhard Dauerer und Steven Stöhr besetzt. Pünktlich um 14 Uhr ging es los gegen Roding. Sowohl Leonhard, als auch Steven konnten sich früh Materialvorteil erspielen und während parallel dazu langsam die zweite Mannschaft für den Start um 14:30 Uhr eintrudelte, gab es beunruhigende Nachrichten von auswärts: die Erste war noch immer nicht am Spielort angekommen. Doch dazu später mehr.

Kurz nachdem Maxim nach etwa einer Dreiviertelstunde Spielzeit mit einer Leichtfigur die Oberhand gewinnen konnte, war Leonhard schon fertig: 1-0 für uns. Wenig später musste sich leider Korbi geschlagen geben, der früh mit einem Bauern zurück lag und sich plötzlich einem brutalen Angriff mit Damenopfer ausgesetzt sah. Gegen die amtierende Bayerische U12w-Einzelmeisterin aus Roding ist das aber kein Grund sich zu grämen. 1-1.

Es dauerte nicht lange, dann machte Maxim kurzen Prozess und brachte SKK 3 wieder mit 2-1 in Führung. Nun war nur noch Steven am werkeln, der zwar Materialvorteil hatte, aber eine Zeit lang mit dem Feuer spielte. Zum Glück konnte der Gegner die kritische Phase nicht zu seinem Vorteil nutzen und Steven brachte die Partie doch noch siegreich nach Hause. So ging die Dritte mit einem 3-1-Sieg aus der Begegnung hervor. Das bedeutet nach einem Spieltag auch die Führung in der U20-Oberpfalzliga, punktgleich mit SC Bavaria Regensburg 2.

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SK Kelheim II

Während die Dritte gerade zusammenpackte und ihren Sieg feierte, bahnten sich bei der Zweiten die ersten Entscheidungen an. Die Mannschaft war mit Michael Gold, Konstantin Neumeier, Marcus Reimann und Leonhard Neumeier besetzt. Michi und Leo standen noch gut, bei Marcus war mittlerweile eine Leichtfigur flöten gegangen, bei Konny gar ein Turm.

Hier war die Ausgangssituation aber auch eine andere. Nach dem erfolgreichen Aufstieg in die U20-Landesliga hängen die Trauben nun bedeutend höher: über 300 Punkte Spielstärke fehlten unserem Team auf die Kontrahenten aus Isental. So gesehen ist es ohnehin eine tolle Leistung, dass sie so lange mitspielen konnten. Aber mit zunehmender Dauer ging die Schere immer weiter auseinander.

Als erster musste Konny nach etwa anderthalb Stunden die Segel streichen, die fehlende Schwerfigur setzte eine Kettenreaktion in Gang, die nicht mehr aufzuhalten war. Eine Viertelstunde später war auch Michi fällig und weitere zehn Minuten darauf musste sich Marcus geschlagen geben, nachdem sein Widersacher einen Bauern durchgebracht hatte. Die Begegnung war somit bereits verloren, 0-3 aktuell.

Leo auf Brett 4 hingegen stand immer noch ausgeglichen und hatte ob der Stellung und der schon verlorenen Runde Remis geboten. Doch der Gegner schlug die ersten Angebote aus; Remis gegen einen Kontrahenten mit über 400 DWZ weniger ist schmerzlich für das eigene Punktekonto und so ging es noch eine Weile weiter, jedoch ohne, dass sich letztlich noch etwas tat. Am Ende, nach dreieinhalb Stunden, wurde es doch Remis. Endstand 0,5-3,5. Die Bäume wachsen nicht in den Himmel in der Landesliga…

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SK Kelheim I

Eigentlich sollten an dieser Stelle tolle Fotos von schwer denkenden Bayernliga-Spielern stehen, aber dass irgendetwas nicht stimmte, bekamen wir bereits gegen 13:30 Uhr mit, als Leni Fotos schickte; nicht von Schachbrettern oder Gegnern, sondern von Stillstand auf der Autobahn. Um diese Zeit hätte unsere Erste bereits am Spielort eingetroffen sein müssen, aber offenbar hatte sich um Nürnberg herum aufgrund des miserablen Wetters ein Stau gebildet, aus dem es kein Vor und kein Zurück mehr gab.

Und so saßen Florian Gold, Benedikt Huber, Peter Hahn, Citra Bangsa-Giesen, Valentina Neumeier und Arthur Sitnik mit Mannschaftsführer Sebastian Piehler in der Falle, 26 km vom Zielort entfernt; normalerweise eine Sache von einer Viertelstunde auf der Autobahn. Die Telefone glühten, die Gastgeber waren bereit, eine Stunde Karenzzeit einzuräumen. Es ging aber auch weiterhin nichts vorwärts und so trafen unsere Erlangen-Fahrer erst um 15:22 Uhr am Spielort ein; nach über drei Stunden Fahrt für gerade mal 130 km Weg. Zu diesem Zeitpunkt betrachteten die Ausrichter die Begegnung jedoch bereits als verloren für unser Team. Ob das Ergebnis so bleiben wird, muss nun ein Schiedsspruch entscheiden. Vorerst hat die Mannschaft aber kampflos 0-6 verloren. 🙁

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Erst um 18:15 Uhr waren die Kids wieder in Kelheim. Einmal Erlangen und zurück in sechs Stunden – für nichts. Was für ein Tag!

Dazu gab es auch einen Zeitungsartikel: SK Kelheim mit Licht und Schatten (MZ, 23.11.2022)