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Erste holt Punkt und steigt trotzdem ab

Unsere ersten beiden Mannschaften bestritten am vergangenen Sonntag den finalen Ligaspieltag der Saison 2023/24. Für SK Kelheim 1 ging es um nichts weniger als den Klassenerhalt in der Landesliga. Nicht ideal: An diesem Wochenende waren auch die Deutschen Schulschachmeisterschaften in Aurich und Bad Homburg angesetzt, weswegen fünf Stammspieler der Mannschaften eins und zwei für das Heimspiel fehlten (zwei Trainer, drei Teilnehmer).

SK Kelheim 1 (Landesliga Nord)

Trotzdem gelang es, konkurrenzfähig aufzustellen: FM Prof. Dr. Martin Kreuzer, Stephan Gießmann, Bernhard Schmid, Florian Gold, Helmut Kreuzer, Heinrich Maurer, Christian Maurer und Johannes Müller versuchten für SK Kelheim 1 die Kastanien aus dem Feuer zu holen und den Klassenerhalt zu sichern. Christian, zuletzt eher selten im Einsatz, kam extra nach Kelheim, um das Team in der kniffligen Situation zu unterstützen.

Mit dem Tabellendritten SC Windischeschenbach 1 als Finalgegner war jedoch eine harte Nuss im Dormero zu Gast. Martin, Giesi, Bernhard, Floh, Helmut und Christian schafften dennoch wertvolle Remis. Hase gewann seine Partie an Brett 8.

Der Endstand von 4:4 Unentschieden hätte im „Normalfall“ gereicht. Allerdings gelang Tabellennachbar SV Würzburg 1 überraschend ein Sieg gegen den favorisierten SC SW Nürnberg Süd 1 und so retteten sich die Unterfranken in den sicheren Hafen. Zudem verpasste SK Schwandorf den Klassenerhalt in der bayerischen Oberliga und drückt von oben in die Landesliga Nord zurück, sodass zwei Mannschaften die Liga verlassen müssen, nicht nur eine.

Damit steigt SK Kelheim 1 in die Regionalliga ab. Das ist bitter, denn an den Einzelleistungen gab es über die Saison hinweg wenig auszusetzen. Die erzielten Brettpunkte würden für einen guten Platz im Mittelfeld reichen. Diese waren in den Begegnungen aber oft so unglücklich verteilt, dass das Team mit knappen 3,5:4,5-Resultaten leer ausging oder mit 4:4 nicht voll punktete. „Es war ein harter Kampf bis zum Schluss“, meinte Vorstand Johannes Obermeier. „Kein einzelnes Ereignis, vielmehr führten viele kleine Vorkommnisse und Rückschläge zu diesem traurigen Gesamtergebnis. Zuletzt lag dann die Entscheidung nicht mehr in unserer Hand.“

Zuvor war der Verein über 40 Jahre lang fast durchgehend in den beiden höchsten bayerischen Ligen vertreten; in der Saison 2015/16 zuletzt sogar in der bayerischen Oberliga. Ausnahme: auch in der Spielzeit 2018/19 stieg die erste Mannschaft kurzzeitig in die Regionalliga ab, nur um im Folgejahr als Erstplatzierter seinen „Stammplatz“ sofort wieder einzunehmen. Das ist auch diesmal wieder die Zielsetzung. Johannes: „Was wir aber in der Hand haben, ist, nächstes Jahr wieder unser Bestes zu geben und uns gemeinsam als Mannschaft in die Landesliga zurückzukämpfen.“

SK Kelheim II (Oberpfalzliga)

SK Kelheim II hatte sich in den letzten Runden nach schwachem Saisonstart sukzessive ins Mittelfeld der Oberpfalzliga nach vorne gearbeitet. Die Mannschaft ging mit Dr. Johannes Najjar, Sebastian Piehler, Peter Hahn, Johannes Obermeier, Holger Seidenschwarz, Martin Blodig, Eva Engl und Boris Bondarenko gegen SC Windischeschenbach II an den Start. Aufgrund des Engpasses durch die DSM-Einsätze musste die Liste also komplett ausgereizt werden, um vollzählig antreten zu können.

Schon früh konnte Johannes Remis eintüten. Es folgten weitere Punkteteilungen von Peter, Eva, Joshi, Piehler, Holger und Boris; letzterer schaffte das Kunststück gegen einen Kontrahenten mit 300 DWZ mehr. Martin gewann seine Partie an Brett 6 und erkämpfte einen knappen 4,5:3,5-Sieg für das Team.

Damit klettert SK Kelheim II in der Endabrechnung noch bis auf Rang 4 der Oberpfalzliga 2023/24 nach oben.

Nun ist die reguläre Spielzeit erst einmal zu Ende. Das bedeutet aber nicht, dass es jetzt ruhiger wird für die Kelheimer Schachspieler. Derzeit toben die Deutschen Schulschachmeisterschaften, es folgt die Deutsche Jugend-Einzelmeisterschaft, die Deutsche Frauen-Mannschaftsmeisterschaft der Landesverbände, die Bayerische Seniorenblitz- und Schnellschachmeisterschaft, die Bayerische Seniorenmeisterschaft, die Bayerische U12– und U14-Mannschaftsmeisterschaft, um sich im Idealfall für die DVM zu qualifizieren, die Bayerische Einzelmeisterschaft im Blitzschach, die Bayerische Einzelmeisterschaft der Erwachsenen und das Finale der Deutschen Amateurmeisterschaft; neben OSJ-Cup, Amateurpokal, Pfingstausflug und Sommerfest versteht sich. 😉 Es bleibt also spannend bis in den August hinein.

Dazu gab es auch einen Zeitungsartikel: SK Kelheim I schrammt knapp am Saisonziel vorbei und nimmt sich den Wiederaufstieg vor (Mittelbayerische Zeitung, Sport in der Region, 30.04.2024)