Kelheimer Schachteams mit gutem Score beim Doppel-Auswärtskampf in Bad Kötzting

4:4 der „Ersten“ / Kelheim 2 gewinnt mit 5,5:2,5

In der Landesliga Nordbayern traf die erste Mannschaft des Schachklub Kelheim 1920 e.V.  auf eine durch tschechische Gastspieler unterstützte Mannschaft des SC Bad Kötzting, die aber das Spitzenbrett unbesetzt ließ.

In Folge einer ruhigen Eröffnung willigte Helmut Kreuzer in leicht gedrückter Stellung in ein Unentschieden ein. Auch die Partien von Fritz Eichenseer und Klaus Frieser überschritten die Remisbreite nicht.

Nach der ersten Zeitkontrolle nach vier Stunden mussten Holger Seidenschwarz und Kapitän Christian Maurer nach wechselhaftem Verlauf de Segel streichen, ehe Neuzugang Bernhard Schmid ein Remis erzielte. In der ausstehenden Partie führte Jugendleiter Conny Blodig schließlich einen sehenswerten Mattangriff zum 4:4 Endstand.

„Die Punkteteilung ist natürlich bei einem kampflosen Brett nicht das Wunschergebnis“, so Mannschaftskapitän Christian Maurer, „aber an manchen Tagen fehlt einfach auch ein bisschen das Quäntchen Glück“.

Im selben Spiellokal trafen in der Oberpfalzliga zeitgleich die zweiten Mannschaften der beiden Vereine aufeinander. Hier zeigte sich Kelheim 2 dank einer beherzten und geschlossenen Mannschaftsleistung deutlich überlegen. Den sehenswertesten Sieg errang Johannes Müller in einer spektakulären Angriffspartie ohne Kompromisse, in deren Verlauf beiden Seiten abwechselnd Türme für die Initiative opferten. „Klar ist es schön, einen solchen Sieg davon zu tragen“, so das Fazit von Müller, „aber ich hätte gerne schon früher Klarheit auf dem Brett gehabt. Das war ein Ritt auf der Rasierklinge“.

Für Kelheim 2 punkteten außerdem Spitzenbrett Max Eibl, Christine und Pascal Grafl und Stephan Baur. Zwischenzeitlich gelang Bad Kötzting durch Siege gegen den Kelheimer Neuzugang Jakob Waldmüller und Florian Bartmann nochmals der Anschluss, bei einem Remis von Manfred Renner.

Mit nun 4:2 Zählern bleibt Kelheim 2 in Lauerstellung zur Tabellenspitze der Oberpfalzliga.

Stephan Gießmann bleibt der Blitz-König im Bezirk

Ein Casino als Austragungsort für ein Schachturnier erscheint auf den ersten Blick  als eine ungewöhnliche Wahl, hat das Spiel der Könige seiner Natur nach doch nichts mit Glück zu tun.

Doch genau zu dieser Location fanden sich am vergangenen Sonntag 26 Schachspieler zur stark besetzten Oberpfalz-Meisterschaft im Blitzschach, also 5 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie, in die Lounge des Bad Kötztinger Casinos ein.

„Von den Rahmenbedingungen stellte sich die lichtdurchflutete Lounge mit seinem charmanten Ambiente als sehr gute Wahl für die Austragung heraus“, so der Kelheimer Vorstand Helmut Kreuzer, der zusammen mit vier weiteren Kelheimern am Bezirksentscheid teilnahm.

In einem harten Wettkampf im Runden-Modus, also „Jeder gegen jeden“ setzten sich schon bald die Favoriten an die Spitze. Oberliga-Spieler Roland Gruber von der SG Post/Süd Regensburg führte nach der Halbzeit das Feld souverän mit 100% Punktausbeute teilweise mit zwei Zählern Vorsprung an. Doch in der zweiten Turnierhälfte warteten die Kelheimer Spieler auf den Regensburger. Max Eibl gelang es als Erster, dem bis dahin Führenden eine Niederlage zu zu fügen. Und gleich in der Runde darauf luxte auch Helmut Kreuzer dem weiter Führenden einen halben Punkt ab. Sowohl Eibl als auch Vereins-Vize Stephan Gießmann bildeten zusammen mit Gruber das Spitzentrio, das den Wettkampf unter sich entscheiden würde.

„Im direkten Duell wurde es kurz vor Schluss nochmals spannend, weil ich zwar schon in Führung lag, aber im direkten Duell gegen Roland Gruber knapp unterlag“, so Vereins-Vize und Titelverteidiger Stephan Gießmann.

Doch am Ende des Turniers sicherte sich Stephan Gießmann mit einem halben Punkt Vorsprung den erneuten Bezirkstitel. Max Eibl belegte mit Rang drei ebenfalls einen Platz auf dem Siegertreppchen. Abgerundet wurde das ausgezeichnete Kelheimer Abschneiden durch Rang 7 von Helmut Kreuzer und Rang 10 von Stefan Schiller. Somit schafften vier Kelheimer Spieler den Sprung unter die Top Ten. Neuzugang Jakob Waldmüller erzielte in einem seiner ersten großen Blitzturniere überhaupt gleich einen beachtlichen Rang 16 unter den 26 Startern.

„Am Ende hatte ich sicher auch Wettkampfglück“, so der strahlende Sieger Stephan Gießmann, „in der einen oder anderen Partie war ich schon mächtig unter Druck“.

Aber wo wenn nicht in einem Casino sollte sich das Glück des Tüchtigen einstellen?

Die Sieger der Blitz OSEM, Stephan Gießmann (Mitte), Roland Gruber (2.v.li.) und Max Eibl (2.v.re.), umrahmt vom Vorstand des SC Bad Kötzting, Wolfgang Mühlbauer und dem Geschäftsführer des Casinos, Alexander Tononi

Schachklub Kelheim mit Punkteteilung zum Landesliga-Saisonauftakt

„Zweite“ unterliegt in der Oberpfalzliga / Kelheim Vizemeister beim „Silberschild“

Der Auftakt der diesjährigen Schachsaison in der Landesliga Nordbayern bescherte dem Kelheimer Schachklub ein 4:4 Unentschieden. Beim Heimkampf am Sonntag gegen den starken Aufsteiger Würzburg, der mit drei Titelträgern und somit fast der optimalen Aufstellung angereist war, wurde schnell klar, dass beide Teams gut vorbereitet in die Saison starten. Es entwickelte sich sofort ein harter Kampf an den Brettern.

Nach Unentschieden von Klaus Frieser an Brett 5 und Teamkapitän Christian Maurer brachte Fritz Eichenseer in starker Bedrängnis durch einen taktischen Schlag mit Damengewinn die Kelheimer in Front. Etwa zur ersten Zeitkontrolle nach vier Stunden führte Jugendleiter Constantin Blodig eine spektakuläre Angriffspartie mit positionellem Qualitätsopfer siegreich zu Ende. Durch weitere Unentschieden von Vorstand Helmut Kreuzer und Spitzenbrett Stephan Gießmann schien der Kelheimer Mannschaftserfolg durch den 4:2 Zwischenstand greifbar nahe. Doch sowohl Nachwuchsspieler Tobias Schindler an Brett 8 und Holger Seidenschwarz ein Brett weiter vorne mussten sich in komplizierten Endspielen am Ende geschlagen geben.  „Wenn man 4:2 in Front liegt, dann schmerzt natürlich ein Mannschafts-Remis“, so das Resümee von Teamkapitän Christian Maurer, „aber über die gesamte Begegnung betrachtet ist die Punkteteilung nicht unverdient und auch verkraftbar“.

In der Oberpfalzliga empfing Kelheim 2 eine optimal aufgestellte Mannschaft aus Burglengenfeld. Für Kelheim 2 war es bereits die zweite Runde auf Bezirksebene, die heuer zeitversetzt zum Spielplan der bayerischen Ligen spielt. Der Kampf am Sonntag stand lange Zeit auf des Messers Schneide mit verteilten Chancen für beide Teams, nahm jedoch kurz vor der ersten Zeitkontrolle nach vier Stunden eine unglückliche Wendung für Kelheim. Nach dem Remis von Pascal Grafl verloren Kapitän Bernhard Schmid, Johannes Müller und Stephan Baur trotz verheißungsvollem Verlauf den Faden und auch in der Folge die Partien, ehe Dr. Hans-Dieter Steibl noch einmal verkürzte. Nach einem Fehlgriff von Michael Singer, der Springer und Partie kostete, war der Mannschaftskampf dann entschieden. In den ausstehenden Partien konnte Nachwuchsspieler Cornelius Mühlich seine Partie gewinnen, Spitzenbrett Heinrich Maurer remisierte zum Schlussstand 3:5.

In der Bezirksliga Süd entschied Kelheim 3 das vereinsinterne Derby gegen Kelheim 4 mit 7:1 klar für sich. „Zu Beginn kamen wir durchaus gut ins Spiel“, so Johannes Obermeier, Spielführer von Kelheim 4, „doch im Mittelspiel zeigte sich die größere Erfahrung unsere Spieler der Dritten. Erfreulich ist aber die schöne Angriffspartie unseres Nachwuchsspielers Maxim Usik an Brett 7, der als einziger gewann“.

Eine Woche vor dem Ligaauftakt in der Landesliga war der Kelheimer Schachklub beim traditionellen „Silberschild“, der Oberpfalzmeisterschaft der Vereine im Blitzschach vertreten. Das Kelheimer Vierer-Teams zeigte sich während des Turniers als schärfster Konkurrent von Titelverteidiger SG Post/Süd Regensburg. Im direkten Duell trennten sich beide Teams 2:2, doch am Ende hatten die Domstädter die Nase vorn. „Wir haben an zwei Brettern die Brettpreise für die Punktbesten geholt“, so Stephan Gießmann, „und trotzdem hat es nicht ganz zum Titel gereicht. Die Qualifikation für die bayerische Meisterschaft ist aber trotzdem ein hervorragendes Ergebnis bei diesem starkbesetzten Blitzturnier“, so der Kelheimer Vereins-Vize.

Gemischter Auftakt der Kelheimer Schachteams in die neue Saison

„Zweite“ in der Oberpfalzliga siegreich / „Dritte“ und „Vierte“ verlieren in der Bezirksliga Süd

Am vergangenen Sonntag wurde für den Schachklub Kelheim 1920 die neue Spielzeit 2017/18 mit einem Dreifach-Heimkampf eingeleitet.

Im Kelheimer Hotel Dormero empfing Kelheim 2 in der Oberpfalzliga die zweite Mannschaft von Oberligist SG Post/Süd Regensburg.

Bereits in der Anfangsphase der Begegnung überrannte Neuzugang Jakob Waldmüller an Brett 8 seinen Gegner und brachte Kelheim in Front, ehe Mannschaftskapitän Bernhard Schmid sowie Fritz Eichenseer in Remis einwilligten.

Kurz vor der ersten Zeitkontrolle nach vier Stunden beendete Pascal Grafl seine souverän geführte Partie siegreich und Kelheim schien dem Mannschaftserfolg nahe. Doch leider übersah Florian Bartmann nach einem glanzvoll geführten Angriff eine Finte seines Gegners und stand am Ende mit leeren Händen da, ebenso wie Johannes Müller, der ein schwieriges Endspiel nicht halten konnte. „Es schien beinahe, als würde uns noch die Butter vom Brot genommen“, so Neuzugang und Mannschaftsführer Schmid, „doch am Ende zeigten unsere Spieler keine Nerven“. Dr. Hans-Dieter Steibl steigerte nach einem strategischen Opfer stetig den Druck auf den Gegner, bis dieser schließlich unter der Last zusammenbrach. In der ausstehenden Partie war es dann dem Kelheimer Nachwuchstalent Cornelius Mühlich beschieden, den Heimerfolg unter Dach und Fach zu bringen. „Ich freue mich über eine starke Teamleistung und einen gelungenen Auftakt in die Saison“, so der Kelheimer Kapitän Schmid.

Eine Liga erwischten hatten Kelheim 3 und Kelheim 4 in der Bezirksliga Süd gleich zwei Hammerlose in Runde eins. Gegen Bavaria Regensburg 3 unterlag die neuformierte Mannschaft von Kelheim 3 mit 5,5:2,5, während Kelheim 4 gegen die Spielgemeinschaft Reidenburg/Saal, einem der Ligafavoriten, deutlich mit 0,5:7,5 unter die Räder kam.

„Die Niederlage in dieser Höhe ist natürlich schon deutlich“, so der Teamkapitän von Kelheim 4, Johannes Obermeier. „Aber mit meiner jungen Truppe ist es wichtig, dass wir ruhig bleiben und versuchen, uns über die gesamte Spielzeit zu steigern.“

Die erste Mannschaft des Schachklubs startet am 22.Oktober im Kelheimer Hotel Dormero in die neue Spielzeit der Landesliga Nordbayern. Gast in Kelheim ist dann Aufsteiger SV Würzburg, Spielbeginn ist 10:00 Uhr.

Schachklub Kelheim mit Platz 3 beim Bayern-Pokal / Garching gewinnt Wettbewerb

Ein Platz auf dem Siegertreppchen war dem Schachklub Kelheim im Bayerischen Mannschaftspokal auch heuer vergönnt, doch leider konnten die Kelheimer nur das „Kleine Finale“ für sich entscheiden und verpassten knapp die Qualifikation für die K.O.-Spiele auf deutscher Ebene.

Nachdem vor zwei Wochen gegen Schweinfurt im Viertelfinale die Qualifikation für die beiden Finalrunden gemeistert worden war, hatte Kelheim als diesjähriger Ausrichter den Zweitbundesligisten SC Garching, Landesligist Gröbenzell und Bezirksligist SG Sonneberg zum finalen Showdown ins Kelheimer Hotel Dormero geladen.

Und wie im Vorjahr erwischte Kelheim zum Halbfinale gleich das Hammerlos Garching, die mit einer Frauengroßmeisterin, einem Internationalen Meister und zwei FIDE-Meistern als Turnierfavorit in den Wettkampf gingen.

„Letztes Jahr haben wir ebenfalls gleich im Halbfinale Garching erwischt und konnten sie ziemlich überraschen ausschalten“, so Vereinsvize und Teamkapitän Stephan Gießmann. „Das bedeutete dann die Qualifikation für die Deutsche, und das war natürlich weiterhin unser Ziel“.

Gegen die nominell starken Garchinger hielt Kelheim bravourös und mit viel Leidenschaft dagegen. Spitzenbrett Prof.Martin Kreuzer remisierte nach dynamischem Verlauf gegen IM Christian Köpke. Zu diesem Zeitpunkt hatte Kelheim Oberwasser, da Stephan Gießmann gegen FM Volker Seifert eine sehr verheißungsvolle Stellung erreicht hatte. Jedoch lief er in den Wirren der Zeitnot in einen taktischen Gegenschlag, wodurch er ins Hintertreffen geriet und schließlich aufgeben musste. An Brett 4 gewann Helmut Kreuzer gegen FM Claus Pitschka in Zeitnot in einem taktischen Schlagabtausch einen Bauern, den er sicher in einem Springerendspiel zum Sieg verwertete. Doch in der ausstehenden Partie hatte Christian Maurer gegen die Nationalspielerin GM Elena Levushkina Material eingebüßt, so dass er in einem chancenlosen Endspiel landete und schließlich zum 1,5:2,5-Endstand aufgeben musste. „Natürlich ist es keine Schande, gegen eine Zweitbundesliga-Mannschaft auszuscheiden“, so Kapitän Gießmann, „aber gerade in so einem Match trauert man natürlich dem durchaus möglichen erneuten Big Point ein wenig nach“.

„Kleines Finale dahoam“: Sonneberg gegen Kelheim im Spiel um Platz 3

Am Sonntag traf Kelheim im „Kleinen Finale“ dann auf die SG Sonneberg, die tags zuvor klar gegen Gröbenzell mit 0,5:3,5 den Kürzeren gezogen hatte. Kelheim war vom Papier her zwar klar favorisiert, jedoch gestaltete sich die Begegnung lange Zeit ziemlich zäh. Erst nachdem Spitzenbrett Prof.Kreuzer seine Partie für sich entschieden hatte, schien der Widerstand der Thüringer, die im Schachverband Oberfranken spielen, nachzulassen. Die Kelheimer hatten zwar noch kleine Vorteile in den drei Endspielen, jedoch überschritten alle drei Partien von Johannes Müller, Helmut Kreuzer und Stephan Gießmann die Remisbreite nicht mehr, so dass der 2.5:1,5-Erfolg für Kelheim und somit Platz 3 im bayerischen Wettbewerb feststand.

Neuer Bayerischer Mannschafts-Pokalsieger ist der SC Garching, die im Finale gegen Gröbenzell mit 2,5:1,5 die Oberhand behielten.

Das Siegerteam des Bayerischen Mannschaftspokals 2017, der SC Garching: IM Köpke (2.v.l), WGM Elena Levushkina (3.v.l), FM Pitschka (Mitte), FM Seifert (2.v.r.) umrahmt von den beiden Referees Simon Pernpeintner und Jan Englert

Der Schachklub Kelheim schreibt an einem neuen Sommermärchen

3:1-Heimerfolg im Bayerischen Mannschaftspokal Viertelfinale gegen Schweinfurt

Das Kelheimer Hotel Dormero war am gesterigen Sonntag Schauplatz eines sehenswerten Viertelfinales um den Bayerischen Mannschaftspokal. Als amtierender Oberpfalzmeister und als noch Bayerischer Vizemeister aus der Vorsaison hatte sich Kelheim für die K.O.-Runde der letzten acht qualifiziert und empfing den Bayernligisten SK Schweinfurt 2000.

Gegen die Unterfranken hatte sich Kelheim bereits im Vorjahr in einem dramatischen Duell durchgesetzt, doch dieses Jahr kamen die Gäste in noch stärkerer Besetzung mit ihren beiden Spitzenspielern, die beide FIDE-Meister sind, nach Kelheim. Kelheim stellte dieser Aufstellung vier Spieler seines Landesliga-Teams entgegen, und so war angerichtet für einen heißen Pokalfight.

Es entbrannte von Anfang an allen Brettern ein zäher positioneller Kampf. Trotz optischer Vorteile musste sich Heinrich Maurer an Brett 4 gegen Norbert Lukas am Ende mit einem Remis begnügen. Ein Brett vor ihm baute Holger Seidenschwarz seine Druckstellung gekonnt aus, bis er gegen Jaro Neubauer schließlich den vollen Punkt einfahren konnte. In trockenen Tüchern war der Kelheimer Erfolg dadurch aber noch lange nicht, da bei einem 2:2 Kelheim wegen der Berliner Wertung, bei der das vorderste Siegbrett zählt, aus dem Wettbewerb geflogen wäre.

An Brett 1 gelang es Stephan Gießmann gegen FM Harald Golda, in einem tückischen Endspiel alle Klippen zu umschiffen und die Balance zu halten. Nach fast fünf Stunden Spielzeit willigte sein Gegner in Unentschieden ein.

Fast zeitglich entschied dann Brett 2 Helmut Kreuzer gegen die Schweinfurter Nummer 1, FM Dr. Gabriel Seuffert seine Partie für sich. In einer strategisch komplizierten Partie gelang Kreuzer unter Druck ein Gegenschlag, der ihm Vorteile im Endspiel bescherte. Nach einer weiteren Stunde Spielzeit brach die Verteidigung seines Gegners schließlich zusammen, zum viel umjubelten Kelheimer Erfolg.

„Wir haben heute mit dem Bayernligisten Schweinfurt eine richtig harte Nuss geknackt“, so ein sehr zufriedener Teamkapitän Stephan Gießmann. „Wenn es klappt, dann holen wir das Halbfinale und Finale in drei Wochen nach Kelheim. Dann schreiben wir weiter am Pokalmärchen 2017“.

Lena Antczak ist Deutsche Vizemeisterin

Helmut Kreuzer erreicht bei Deutschem Pokalfinale guten 15.Platz

Zwar ist der Sommer im Schachsport nach Beendigung der Spielsaison traditionell die „staade Zeit“, nicht so jedoch beim Schachklub Kelheim: Vor kurzem wurde Lena Antczak in die Bayern-Auswahl der Damen berufen,  um die Farben des Freistaats bei der Deutschen Ländermeisterschaft im hessischen Braunfels zu vertreten. „Da Bayern im Vorjahr den Ländervergleich gewonnen hatte, durften wir mit zwei Teams starten“, so die Kelheimer Jugendleiterin. „Also wurde die Idee geboren, eine bayerische U23 ins Rennen zu schicken“.

Der Start in den fünfrundigen Wettbewerb war mit einem 4:4 gegen Sachsen eher verhalten, doch dann gelang ein 4:4 gegen die erste Mannschaft aus Bayern, den Titelverteidiger. In Runde 3 setzte sich Bayern klar mit 5,5:2,5 gegen NRW durch, ehe ein weiteres Remis gegen Hessen erzielt wurde.“ In der letzten Runde waren wir auf Schützenhilfe von Bayern 1 angewiesen, aber wir haben mit 7:1 gegen Baden gewonnen und unseren Teil beigetragen“, so die Kelheimerin. „Am Ende hat es geklappt, und wir sind natürlich stolz auf unsere Leistung, vor allem weil wir als Junge Wilde den Stammachter aus Bayern überflügelt haben“. Den diesjährigen Ländervergleich gewann Baden-Württemberg.

Vereinsvorstand Helmut Kreuzer nahm vor kurzem an der Deutschen Pokalmeisterschaft in Niedernhausen bei Wiesbaden teil. In dem 5-rundigen Wettbewerb erzielte Kreuzer solide 2,5 Punkte und belegte am Ende mit Rang 15 einen Mittelfeldplatz. „Bei einer Deutschen Meisterschaft ist die Konkurrenz immer groß, ich bin zufrieden mit meinem Score“, so Kreuzer.

Bereits am kommenden Sonntag empfängt die 4er-Mannschaft des Vereins im Kelheimer Hotel Dormero das Team aus Schweinfurt. Als noch bayerischer Vizemeister der Vorsaison und frischgebackener Champion auf Oberpfalzebene hat sich Kelheim erneut für die K.O.-Spiele auf Bayernebene qualifiziert. „Wir freuen uns darauf, dass wir nun wieder überregional im Wettbewerb sind“, so Teamkapitän Stephan Gießmann. „Vielleicht gelingt ja wieder ein Ergebnis wie im Vorjahr“. Spielbeginn in Kelheim ist um 11 Uhr.

Pfingstausflug

Ganze 45 SKKler, Mamas, Papas und Schachfreunde waren mit in Haidenaab dabei. 13 Kinder und Jugendliche verbrachten die Nächte im Zelt. Auch von Gewittern mit Blitzen und Donner und starken Regenfällen ließen sich unsere Camper nicht beirren. Ist auch irgendwie mal interessant so ein Gewitter live mitzuerleben, v.a. wenn das Zelt dicht hält :-).

Im Selbstversorgerhaus gab es unter der Führung von Chefkoch Edi mit der Unterstützung der vielen fleißigen Helfer immer leckeres Essen. Für Samstag hatten wir uns den Ochsenkopf vorgenommen. Mit Sommerrodelbahn, Seilbahn und Wanderwegen war für alle was dabei. An den Skisprungschanzen gab es einige Nachwuchsluftakrobaten zu bestaunen.

In Weidener Thermenwelt konnten sich die Kinder am Sonntag richtig austoben. Mit Kletterwand, Sprungturm, Wildwasserkanal, Ballspielen und Rutsche war der Tag sehr kurzweilig. Montag nach dem Frühstück wurden die Zelte abgebaut und verstaut. Eine Gruppe besuchte noch das Automobilmuseum und den Fichtelsee. Wieder andere fuhren zum 3D-Schwarzlichtminigolf in Nürnberg.

Unser Ausflug war ein voller Erfolg und das Feedback war durchweg positiv. Ich wüsste keinen anderen Schachverein in Bayern der einen so großen Ausflug auf die Beine stellen würde (trotz größerer Mitgliederzahlen). Die ersten vorläufigen Anmeldungen für nächstes Jahr sind auch schon eingetrudelt. A propos – weiß jemand eine passende Jugendherberge/Schullandheim für kommendes Jahr? Bedanken möchte ich mich bei Helmut für die Organisation vor Ort, bei Küchenchef Edi, bei Familie Schels für’s Fahren vom Anhänger und Bereitstellen von ihrer Campingausrüstung.

Bayerische Blitzmeisterschaft endet mit Triumph der Turnierfavoriten

IM Maximilian Berchtenbreiter ist neuer Bayerischer Blitz-König

Kelheim war am Sonntag der Schauplatz eines wahren Blitz-Marathons: Im Hotel Dormero empfing der Schachklub Kelheim 35 Spieler aus dem ganzen Freistaat, um den diesjährigen Bayerischen Meister im Blitzschach zu ermitteln.

„Wenn bei so vielen Teilnehmern jeder gegen jeden spielt, dann zolle ich Ihrer Ausdauer großen Respekt“, so der 1.Bürgermeister der Stadt Kelheim, Horst Hartmann bei der Siegerehrung. In einem Rundenturnier mit 35 Runden wurde nach einer reinen Wettkampfzeit von sieben Stunden am Sonntag Abend der bayerische Blitz-König des Jahres 2017 gekürt.

Blick in den Turniersaal der Bayerischen Blitz-Einzelmeisterschaft im Kelheimer Hotel Dormero

Mit zwei Internationalen Meistern und sechs FIDE-Meistern im Teilnehmerfeld war diese Meisterschaft gut besetzt. Und es ging ordentlich zur Sache im Fünf-Minuten-Schach. „Am Ende der einzelnen Runden, wenn beide Spieler nur noch Sekunden auf der Uhr haben, steigt das Adrenalin der Kontrahenten schon merklich an und es wird leidenschaftlich um den Sieg gekämpft“, so der souveräne FIDE-Schiedsrichter Simon Pernpeintner vom Schachklub Kelheim, der die Veranstaltung leitete. „Das ist zwar Stress und Emotion pur, aber es gab keine Protestfälle und somit auch keine Verzögerungen im Zeitplan“.

Der bayerische Blitz-Champion des Jahres 2017, IM Maximilian Berchtenbreiter

Nach 35 hart umkämpften Runden schließlich stand das Endklassement fest: Der junge Internationale Meister Maximilian Berchtenbreiter von der SG Pang/Rosenheim holte sich als topgesetzter Spieler die Meisterschaft. Berchtenbreiter hatte das gesamte Turnier über in Front gelegen, musste sich aber starker Konkurrenz erwehren. In der Endtabelle gelang FIDE-Meister Dominic Wisnet vom SK Passau beinahe noch der Sprung nach ganz oben. Doch bei Punktgleichheit mit dem Turniersieger musste sich Wisnet wegen der schlechteren Wertung mit der Vize-Meisterschaft begnügen. Als Drittplatzierter sicherte sich der Internationale Meister und mehrfache bayerische Meister Thomas Reich vom FC Bayern München einen Platz auf dem Siegertreppchen.

Die neuen Blitzchampions IM Maximilan Berchtenbreiter (Mitte), FM Dominc Wisnet (2.v.r.) und IM Thomas Reich (2.v.l), geehrt durch Bürgermeister Horst Hartmann und Vereinsvorstand Helmut Kreuzer

Bester Kelheimer Spieler war der Vereins-Vize und amtierende Oberpfalzmeister Stephan Gießmann. „Ich bin zufrieden mit meinem Abschneiden“, so Gießmann, der einige Titelträger hinter sich lassen konnte. Vereinsvorstand Helmut Kreuzer, der den Ausrichter-Freiplatz bei diesem Qualifikationsturnier wahrgenommen hatte, landete auf Rang 18 und somit genau im Mittelfeld des Wettkampfes. „An einem Sahnetag wäre vielleicht eine Platzierung unter den Top Ten für Giesi oder mich drin“, so Kreuzer, „aber wir freuen uns, dass wir mit Abstand die besten Vertreter unseres Schachbezirks sind. Insgesamt hatten wir eine gelungene Veranstaltung und haben sicher Werbung für den Schachsport in Kelheim betrieben“.