Maximale Punktausbeute für Kelheimer Teams am dritten Spieltag

Die ersten vier Erwachsenen-Mannschaften triumphieren in ihren Ligen

Der vergangene Sonntag hätte aus Kelheimer Sicht nicht besser verlaufen können. Der dritte Spieltag der laufenden Saison brachte im Hotel Dormero einen vierfachen Heimerfolg für die Kelheimer Schachteams.

In der Landesliga Nordbayern sagten die Gäste aus Bad Kötzting kurzfristig die Begegnung kampflos ab. „Natürlich hätten wir lieber gespielt, aber die zwei Punkte nehmen wir auch sehr gerne mit“, so Vereins-Vize und Spitzenspieler Stephan Gießmann. Durch den unerwarteten Punkteregen schiebt sich Kelheim 1 mit nun 4:2 Zählern auf den zweiten Tabellenplatz hinter Noris Tarrasch Nürnberg.

Die Kelheimer „Zweite“ hatte als Tabellenführer der Oberpfalzliga die zweite Mannschaft von Post/Süd Regensburg zu Gast. Die Gäste traten krankheitsbedingt nur zu siebt an, zeigten sich aber sehr kampfstark. Nach einem Auftakt-Remis von Manfred Renner widerfuhr Nachwuchsspieler Tobias Schindler ein taktischer Fauxpas, der die Partie kostete. Nach weiteren Unentschieden von Christine Grafl und Stephan Baur geriet Spitzenbrett Heinrich Maurer in einen Konter, so dass die Kelheimer sogar mit 2,5:3,5 ins Hintertreffen gerieten. Doch nach beinahe der vollen Spielzeit von sechs Stunden gewann Johannes Müller spektakulär, ehe Teamkapitän Sebastian Arnold die hartnäckige Verteidigung seines Gegners durchbrechen konnte.

„Mit 6:0 Punkten nach drei Runden haben wir einen Traumstart in die Saison hingelegt“, so der Spielführer von Kelheim 2. „Man sieht, dass wir jedes Mal aufs Neue unsere Gegner niederringen müssen, aber momentan haben wir sicher einen Lauf“.

Eine Spielklasse tiefer hatte Kelheim 3 in der Bezirksliga Süd den SC Sinzing zu Gast. Und nach zwei Niederlagen in den ersten beiden Runden gab es am Sonntag endlich die heiß ersehnte Initialzündung. Dank einer geschlossenen und konzentrierten Mannschaftsleistung setzte sich Kelheim 3 klar mit 6:2 durch und schaffte mit nun 2:4 Punkten den Anschluss ans Tabellenmittelfeld. „Wir freuen uns natürlich total über die ersten Punkte der Saison“, so Mannschaftsführer Thomas Karl. „Hoffentlich ist jetzt der gordische Knoten durchschlagen und wir punkten im neuen Kalenderjahr weiter“.

In der gleichen Liga empfing schließlich Kelheim 4 die dritte Mannschaft von Kareth-Lappersdorf. Gegen die Domstädter behielt Kelheim 4 knapp mit 4,5:3,5 die Oberhand und festigte mit 5:1 Zählern Tabellenplatz 3 in der Liga. Für Kelheim 4 erzielten Ralf Käck, Martin Blodig, Dr. Helmut Tautz und Raphael Mühlich volle Punkt, während Johannes Obermeier Unentschieden spielte. Lena Antczak, Christian Karl und Fabian Liebisch verloren ihre Begegnungen.

Zweiter Saisonspieltag mit positiver Punktausbeute für Kelheimer Schach-Teams

„Erste“ und „Zweite“ gewinnen / „Zweite“ übernimmt Tabellenführung in der Oberpfalzliga

Die zweite Runde der laufenden Schach-Saison ist aus Kelheimer Sicht als Erfolg zu bewerten: Die ersten vier Erwachsenen-Mannschaften des Schachklub Kelheim 1920 holten in ihren Ligen zwei Siege und ein Unentschieden.

Kelheim 1 empfing in der Landesliga Nordbayern Aufsteiger Kitzingen. Nach der knappen Auftaktniederlage bei NT Nürnberg zum Saisonauftakt war der doppelte Punktgewinn das erklärte Ziel, zumal es heuer wegen der Zusammensetzung in höheren Ligen wahrscheinlich mehrere Absteiger aus der Landesliga gibt. In Bestbesetzung stellte sich Kelheim den Gästen und erarbeitete sich nach Siegen von Holger Seidenschwarz, Unentschieden von Team-Kapitän Christian Maurer und von Helmut Kreuzer, sowie einem weiteren sehenswerten Mattangriff von Spitzenbrett Prof. Martin Kreuzer rasch einen komfortablen Vorsprung. Doch die Kitzinger wehrte sich verbissen und konnten nach Niederlagen von Max Eibl und einer unglücklich verlaufenen Partie von Constantin Blodig zwischenzeitlich sogar egalisieren. Doch Klaus Frieser behielt einen kühlen Kopf verwertete seinen Materialvorteil im Endspiel sicher, so dass zumindest ein Mannschaftspunkt feststand. In der noch fehlenden Begegnung behielt Stephan Gießmann in einer hart umkämpften Partie die Oberhand zum 5:3-Endstand.

Die zweite Kelheimer Mannschaft hat durch einen knappen, aber verdienten 4,5:3,5-Erfolg in Nittenau die alleinige Tabellenführung in der Oberpfalzliga übernommen. Nach einer Niederlage von Johannes Obermeier setzten die Kelheimer zu einem kräftigen Spurt an und kamen nach Erfolgen von Christine Grafl, Eva Engl und Teamkapitän Sebastian Arnold bei einem Unentschieden von Johannes Müller mit 3,5:1,5 in Führung. Zwar musste Stephan Baur Brett 2 nach druckvollem gegnerischen Spiel die Segel streichen, doch in den ausstehenden Partien ließen die Kelheimer nichts mehr anbrennen und sicherten durch zwei Unentschieden von Tobias Schindler und Spitzenbrett Heinrich Maurer den Kelheimer Erfolg.

Ein Spielklasse tiefer musste die vierte Mannschaft des Vereins beim SC Sinzing antreten. Nach hartem Kampf trennten sich beide Teams mit einem leistungsgerechten 4:4 Unentschieden. Kelheim 4 behält mit nun 3:1 Zählern und Tabellenplatz 3 einen positiven Score.

Noch immer auf den ersten Punktgewinn warten muss hingegen die dritte Mannschaft des Vereins, ebenfalls in der Bezirksliga Süd. Bei Bavaria Regensburg 3 unterlagen die Kelheimer mit 3:5 und rangieren noch punktlos momentan auf Rang 9 der Tabelle.

U14 Bezirks-Mannschaftsmeisterschaft in Kelheim mit Triumph der Regensburger Turnerschaft

Am vergangenen Samstag fand in Kelheim die Mannschaftsmeisterschaft der Oberpfalz in der Altersklasse U14 statt. Dazu fanden sich sieben Mannschaften von Riedenburg bis Windischeschenbach ein. Gespielt wurde „Jeder gegen jeden“ mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten. Am Ende setze sich die Regensburger Turnerschaft souverän mit 12:0 Mannschaftspunkten durch. Ein knappes Ergebnis gab es zwischen dem Zweit- und Dritt- Platzierten. Mit drei Siegen und zwei Unentschieden sowie einer Brettpunktzahl von 16 waren der TSV Kareth-Lappersdorf und der TV Riedenburg gleich auf. Auch im direkten Vergleich gab es keinen Sieger, so dass die sogenannte Berliner Wertung den Ausschlag zugunsten des TV Riedenburgs gab. Der Ausrichter Kelheim verpasste das Treppchen knapp, da sie in der letzten Runde kein Unentschieden erreichen konnten. Die Kelheimer belegten am Ende Rang 4.

Herausragend waren die Einzelleistungen von Franziska Gschwendtner (Regensburger Turnerschaft), die alle Partien für sich entscheiden konnte, sowie von Wolfgang Ehrl (TSV Kareth-Lappersdorf) und dem erst 7-Jährigen Milo Müller (SC Windischeschenbach), die beide nur eine Partie verloren. Bester Kelheimer Spieler war Jan Gabler mit 4,5 Punkten aus 6 Spielen.

Schachklub mit durchwachsenem Start in die neue Spielzeit

„Erste“ verliert in Nürnberg, „Zweite“ gewinnt gegen Aufsteiger DJK Nord Regensburg / Kelheimer Derby geht an die „Vierte“

Der Kelheimer Schachklub ist mit zwei Siegen und zwei Niederlagen der Erwachsenenteams eher durchwachsen in die neue Saison gestartet.

In der Landesliga Nordbayern musste Kelheim 1 bei der zweiten Mannschaft von Noris Tarrasch Nürnberg antreten. Die Mittelfranken sind sicher als ein starker Ligakonkurrent und potenzieller Aufstiegskandidat einzuschätzen, dennoch verlief der Beginn des Wettkampf alles andere als planmäßig.

Mannschaftskapitän Christian Maurer geriet an Brett 3 bereits in der Eröffnung in materiellen Nachteil und musste schlussendlich aufgeben. Heinrich Maurers Opfer mit Königsangriff an Brett 8 schlug wegen einer Ungenauigkeit nicht durch, so dass auch er die Segel streichen musste. Als schließlich noch Helmut Kreuzer an Brett 6 nach einer langen, aber forcierten Abwicklung in ein ungünstiges Abspiel gedrängt wurde und ebenfalls verlor, stand es bereits früh 0:3 aus Kelheimer Sicht. Kelheim bäumte sich gegen die drohende Niederlage noch einmal auf. Nach einer Dauerschach-Schaukel an Brett 4 musste sich Constantin Blodig mit einem Remis zufrieden geben, ehe Max Eibl an Brett 5 und Holger Seidenschwarz an Brett 7 ihr zähes Ringen zu ihren Gunsten entscheiden konnten und wieder Boden gut machen. Doch die verbleibenden beiden Partien von Spitzenspieler Stephan Gießmann und von Klaus Frieser an Brett 5 überschritten die Remisbreite nicht mehr, so dass die Kelheimer Niederlage besiegelt war.

In der Oberpfalzliga feierte Kelheim 2 gegen den starken Aufsteiger DJK Nord Regensburg einen knappen 4,5:3,5-Erfolg. Bemerkenswert bei diesem Kampf ist, dass Kelheim nach Niederlagen an den ersten drei Brettern von Stephan Baur, Tobias Schindler und Pascal Grafl ebenfalls bereits mit 0:3 im Hintertreffen war. Jedoch holten die nachfolgenden Bretter die Kohlen aus dem Feuer und wendeten das Blatt: Johannes Müller, Sebastian Arnold und Cornelius Mühlich egalisierten zum 3:3, ehe Manfred Renner ein Remis beisteuerte. In der ausstehenden Begegnung behielt Eva Engl nach einer kämpferisch starken Leistung die Oberhand zum viel umjubelten Mannschaftserfolg der „Zweiten“.

Eine Liga tiefer stand in der Bezirksliga Süd gleich in Runde 1 das Derby Kelheim 3 gegen Kelheim 4 an. In einer sehr engen Begegnung auf Augenhöhe setzte sich am Ende Kelheim 4 mit 4,5:3,5 gegen die Kelheimer „Dritte“ durch.

Helmut Kreuzer setzt sich im Pokalkrimi durch und ist Bayerischer Einzel-Pokalsieger

Der Kelheimer Vorstand gewinnt das „Finale dahoam“ im Hotel Dormero

Am vergangenen Wochenende war das Kelheimer „Hotel Dormero“ der Austragungsort der diesjährigen Bayerischen Finalerunden des Dähne-Pokals, dem nach dem ehemaligen Präsidenten des Deutschen Schachbundes, Emil Dähne, benannten Deutschen Einzel-Pokalwettbewerb.

Als erfolgreicher Titelverteidiger auf Bezirksebene traf Helmut Kreuzer im Viertelfinale am Samstag Vormittag auf den oberfränkischen Pokalsieger, Hans-Jürgen Zeitler vom SK Nürnberg 1911.

„Ich hatte einen etwas holprigen Start in die Partie“, so der Kelheimer Vorstand. „Während der Eröffnungsphase habe ich in der Vorausberechnung ein paar Probleme heraufziehen sehen. Wäre ich mein Gegner gewesen, so glaube ich, dass ich mir schnell den Schneid abgekauft hätte“, so Kreuzer weiter. „Doch dann wischte ich alle Nervosität und Pokal-Tagträumereien beiseite, habe mich zäh verteidigt und mir schließlich eine Gewinnposition erarbeitet“.

Am Samstag Nachmittag wurde Kreuzer gegen den schwäbischen Pokalsieger Wolfgang Kolb vom SK Königsbrunn gelost. Mit den schwarzen Steinen konnte er das Geschehen stets ausgeglichen halten und so einigten sich beide Kontrahenten auf Remis. Nach dem Turniermodus musste also eine Blitzpartie mit vertauschten Farben die Entscheidung herbeiführen.

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Die Halbfinal-Paarung Wolfgang Kolb – Helmut Kreuzer

„Innerhalb weniger Minuten vom ruhigen Turniermodus in den Blitzschach-Modus umzuschalten ist Adrenalin pur und echt stressig“, so ein ziemlich geschlauchter Kreuzer nach dem erfolgreichen Blitzduell und Finaleinzug.

Im Finale am Sonntag wartete nun Alexander Dehlinger vom SC Garching 1980 auf Kreuzer, der zuvor im Viertelfinale den Unterfranken-Champion Timo Helm (SC Bad Königshofen 1957) und im Halbfinale Oberbayern-Sieger Thomas Lochte (SK Weilheim) ausgeschaltet hatte.

Dehlinger, der im Schachbezirk München den Einzel-Pokal-Titel errang und bereits vor vier Jahren den Bayern-Entscheid gewann, war mit Abstand der Spieler mit der höchsten Wertungszahl.

Kreuzer wurden die weißen Spielsteine zugelost. Es entwickelte sich ein positionell anspruchsvolles Ringen in der Nimzowitsch-Indischen Verteidigung. „Im Mittelspiel dachte ich, dass ich eine aussichtsreiche Position erreicht habe, doch nach einem Bauerngewinn hatte ich einfach nicht berechnet, dass mein Gegner erst die Stellung verstärken kann, bevor er sich an den Rückgewinn des Materials macht“, so Kreuzer. Und so wendete sich das Blatt: Dehlinger Kontrahent startete einen sehr gefährlichen Angriff  auf den weißen König. „Ich habe die ganze Partie über immer wieder viel Zeit beim Berechnen von taktischen Schlägen investiert“, so Alexander Dehlinger. Doch Kreuzer verteidigte sich zäh und konnte in einer Abwicklung eine verborgene Resource nutzen, um in ein nun wieder für ihn vorteilhaftes Endspiel abzuwickeln. „Es spricht für den Kampfeswillen meines Gegners, dass er bei fast aussichtsloser Stellung im Endspiel doch noch eine Dauerschach-Schaukel fand und mir doch noch ins Unentschieden entschlüpfen konnte“, so Kreuzer. „ Am Ende stand ein über das gesamte Match gesehen sicherlich leistungsgerechtes Remis, ein echt wilder Fight auf Augenhöhe, bei dem beide alles gegeben haben“.

Nun musste also erneut eine Blitzpartie die Entscheidung herbeiführen, Kreuzer hatte diesmal die schwarzen Steine.

„Die Partie war recht ausgeglichen, wobei ich in einem Läuferendspiel leichten Druck aufbauen konnte“, so Kreuzer.  „Als wir schließlich ins Bauernendspiel abwickelten, zog mein Gegner einen Bauern vor und beging quasi die letzte mögliche Ungenauigkeit der Blitzpartie, die ich zum Sieg nutzen konnte. Ich bin praktisch auf der letzte Rille über die Ziellinie gefahren“, so der strahlende, frischgebackene Bayerische Pokalsieger.

Beide Finalteilnehmer haben sich für die Deutsche Pokalmeisterschaft 2017 qualifiziert, die im neuen Jahr im regulären Turniermodus ausgetragen wird.

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Kreuzer präsentiert stolz den Siegerpokal am Schachstand des Vereins anlässlich des „Kelheimer Tag des Sports 2016“

Mit Beharrlichkeit und Ehrgeiz zum Erfolg

Lena Antczak wird dritte Bayerische Meisterin und gewinnt Damenwertung im Gillamoos-Blitzen

Dass der Frauen-Anteil im Schach in Deutschland noch immer recht gering ist, daran stört sich die Kelheimer 2.Jugendleiterin Lena Antczak kein bisschen.

„Ich spiele schon, seit ich in der 6.Klasse bin. Aber die ersten Jahre waren eher ein spielerisches Herangehen an Schach, das sportliche Duell stand nicht immer an vorderster Stelle. In meiner Entwicklung war sicher die Jugendmeisterschaft 2014 der Oberpfalz ein Schlüsselerlebnis, als ich bei den Jungs mitspielte und merkte, ich kann da mithalten“, so die sympathische Kelheimerin.

„Die Grundlage für allen Erfolg ist natürlich die Freude an dem, was man macht, gepaart mit dem nötigen Ehrgeiz und Fleiß“, so Antczak. Den vorläufigen Höhepunkt ihrer schachlichen Entwicklung erlebte Antczak vor zwei Wochen bei der Bayerischen Meisterschaft der Damen, bei der sie mit 6,5 Punkten aus 9 Runden die Bronzemedaille gewann.

„Ich bin mit meinem Abschneiden total zufrieden, zumal ich ja immer noch im letzten Jahr meiner U20 Jugend bin“, so die Kelheimerin, die in Kürze das 5.Semester der Erziehungswissenschaft belegt.

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Die frischgebackene Drittplatzierte bei der Bayerischen Damenmeisterschaft, Lena Antczak

„Mir ist vor allem die Gemeinschaft im Verein wichtig, da macht es besondere Freude, sich zu engagieren“, so Antczak. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass sie neben dem Vereinsamt noch weitere Ehrenämter übernommen hat. Antczak wurde in diesem Jahr zur Damenwartin des Schachverbandes Oberpfalz und zur Referentin für Blitzschach-Turniere der Bayerischen Schachjugend gewählt.

In ihrer Freizeit widmet sich Antczak vor allem der Musik. Mit zwei Instrumenten erweist sie sich in diversen Orchestern als sprichwörtliche Teamspielerin.

Im Verein liegen ihr die vielen Unternehmungen abseits dem Wettkampfgeschehen mit der „Kelheimer Klüngelbande“, wie sie ihrer Jugendleiter-Kollegen im Verein liebevoll nennt, besonders am Herzen. „Es ist eine Win-Win-Situation“, so Antczak, „wenn man Freunde und Weggefährten hat, mit denen man seine Ziele teilen kann, dann stellen sich bald auch die Erfolge ein“. Den vorläufig letzten Eintrag in die Erfolgsgeschichte der Kelheimer Jugendleiterin gab es beim Gillamoos-Blitzen in Abensberg, als sich Antczak in der Damenwertung durchsetzte.

Das bärenstarke Revival eines Traditionsturniers

Kelheimer Eigengewächs Max Fuhrmann gewinnt Gillamoos Blitzturnier 2016

Es war eine rundum gelungene Wiederbelebung eines echten Klassikers: Am gestrigen Gillamoos-Samstag fanden sich 73 Schachspieler aus einem sehr großen Einzugsgebiet im Hofbräu Festzelt ein, um den Sieger des Gillamoos Blitzturniers 2016 zu ermitteln.

„Es freut uns Abensberger wirklich sehr, dass nach 27 Jahren Abstinenz dieses Turnier wieder ins Leben gerufen wurde“, so ein euphorischer 1.Vorsitzender des Schachklub Abensberg, Klaus Werner zur Begrüßung der Gäste. „Besonders erwähnen möchte ich auch, dass dieses Turnier eine Kooperation der beiden Schachvereine aus Abensberg und Kelheim ist“.

Der Kelheimer Simon Pernpeintner, seines Zeichens FIDE Schiedsrichter und somit Träger des höchsten Referee Amtes im Weltschachbund, leitete souverän durch 21 Runden Blitzschach, also fünf Minuten pro Spieler und Partie, nach Schweizer System.

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Blick in den „Turniersaal“. Vorne die Spitzen-Paarung Fuhrmann gegen FM Quast.

„Bei Bierzeltmusik und auf Biertischen zu spielen, das ist doch mal ein origineller Farbtupfer in der Turnierlandschaft“, so die beiden Organisatoren des Events, Edi Prossliner vom SK Abensberg und der Kelheimer Vorstand Helmut Kreuzer. „Passenderweise haben wir einen Sonderpreis für den besten Spieler oder die beste Spielerin in Lederhose bzw. Dirndl ausgelobt, damit Spieler auch wirklich standesgemäß antreten“, so Kreuzer bei der Siegerehrung schmunzelnd. Diesen Preis gewann Michael Plank vom TSV Nittenau als Viertplatzierter des Gesamt-Klassements.

Zu dem insgesamt fünf Stunden dauernden Wettkampf waren drei FIDE-Meister, also Titelträger des Weltschachbundes angetreten, um den Preisfond von 650 € und die Sachpreise auszuspielen.

Schon früh setzte sich Max Fuhrmann an die Pole Position des starken Starterfeldes. „Bei so einem langen und harten Turnier darf man sich keine Blöße geben“, so das Kelheimer Eigengewächs und der jetzige Wahl-Kölner Fuhrmann. „Eine einzige verkorkste Partie und man ist schon wieder weg von der Führung“.

Am Ende setzte sich Fuhrmann mit 17 Punkten aus 21 Runden durch und durfte den Siegerpokal von den Abensberger Dirndl-Königinnen Carina und Jeanie in Empfang nehmen, einen halben Zähler vor FM Michael Quast von der SG Post/Süd Regensburg und einen weiteren Zähler vor Claus Werner, ebenfalls SG Post/Süd Regensburg.

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Der strahlende Sieger Max Fuhrmann, umrahmt von den Dirndl-Königinnen Carina und Jeanie. Links der Abensberger Vorstand Klaus Werner

Die Damenwertung gewann die Kelheimer 2.Jugendleiterin Lena Antczak, den U20 Preis erspielte sich Tobias Brunner vom TSV Nittenau.

Den zweiten Turnierpokal für die U16 Wertung sicherte sich Maximilian Lohr vom TSV Mainburg, der zugleich auch einen Ranking-Preis gewann.

„Mich freut besonders, dass immerhin 11 Spieler in der Altersgruppe U16 sich der harten Konkurrenz im Erwachsenen-Schach gestellt haben“, so Helmut Kreuzer bei der Siegerehrung. Für die ersten achtplatzierten Jugendlichen gab es je drei Fahr-Chips für den Auto-Scooter. Und natürlich gingen die Chips weg wie warme Semmeln.

Gillamoosblitz 2016 ein voller Erfolg

Hier schon mal die Tabelle (oder als pdf). Ein Bericht folgt noch.

Rang Teilnehmer Titel ELO NWZ Verein/Ort Punkte Buchh SoBerg
1. Fuhrmann,Max 2126 2109 Klub Kölner SF 17.0 265.5 212.50
2. Quast,Michael FM 2309 2271 Post Regensburg 16.5 268.0 204.25
3. Werner,Claus 2180 2175 Post Regensburg 15.0 268.5 188.25
4. Plank,Michael 1943 2001 TSV Nittenau 15.0 262.0 177.75
5. Kreuzer,Helmut 2098 2064 SK Kelheim 14.5 265.5 181.00
6. Sailer,Wolfgang 2092 2074 SK Ingolstadt 14.0 267.0 164.75
7. Novak,Pavel,Dr. 2353 2336 Regensburger Turnerschaft 13.5 268.5 165.00
8. Gruber,Roland 2159 2174 Post Regensburg 13.5 267.0 167.50
9. Bielmeier,Ludwig 2090 2025 SV Deggendorf 12.5 266.0 150.25
10. Knoblauch,Leonhard 2174 2170 SV Ilmmünster 12.5 262.5 141.75
11. Neiß,Josef Martin 2109 2036 SK Mering 12.5 255.5 143.75
12. Rebitzer,Winfried 1981 1966 SK Mering 12.5 244.0 136.75
13. Rösch,Gerald 1880 DJK Amberg 12.5 243.0 133.25
14. Wagner,Hans 2096 2129 MTV Ingolstadt 12.0 272.0 145.50
15. Blodig,Constantin 2087 2113 SK Kelheim 12.0 266.5 141.50
16. Hausmann,Kai 2055 1948 MTV Ingolstadt 12.0 253.0 133.50
17. Sörgel,Thomas 2043 2036 SK Gräfelfing 12.0 249.5 129.50
18. Eichschmied,Patrick 1910 1956 MTV Ingolstadt 12.0 249.0 136.75
19. Walter,Stefan 2125 1909 SK 1872 Neuburg 12.0 245.0 130.75
20. Sulkiewicz,Georg 1847 SC Stein 12.0 243.0 130.50
21. Kindler,Werner jun. 1869 VfB Friedrichshofen 12.0 238.5 132.00
22. Lohr,Maximilian 1621 1566 TSV Mainburg 12.0 211.0 114.50
23. Blodig,Reinhard 2105 1974 TV Riedenburg 11.5 263.5 128.25
24. Eichenseer,Fritz 2229 2085 SK Kelheim 11.5 235.5 117.50
25. Brunner,Tobias 1665 1696 TSV Nittenau 11.5 221.5 110.75
26. Pohl-Kuemmel,Jens-Uwe FM 2277 2223 Post Regensburg 11.0 265.5 136.75
27. Mühlich,Cornelius 1766 1723 SK Kelheim 11.0 239.0 113.50
28. Lohr,Werner 1906 1781 TSV Mainburg 11.0 236.5 112.75
29. Hettele,Bernhard 1801 VfB Friedrichshofen 11.0 234.0 115.75
30. Reith,Hubert 1821 SC Moosburg 11.0 229.0 112.75
31. Hinterreiter,Lorenz 1904 1830 SK Abensberg 11.0 228.5 110.00
32. Mödl,Ewald 1865 SC Eichstätt 11.0 221.0 107.00
33. Blodig,Martin 1806 1794 SK Kelheim 11.0 220.0 108.75
34. Eder,Franz 1698 SC Eichstätt 11.0 211.0 101.50
35. Salvermoser,Bernd FM 2245 2170 SF Starnberger See 10.5 237.5 112.25
36. Mois,Rudi 1771 TSV Mainburg 10.5 227.5 106.25
37. Marburger,Uwe 1809 1626 SK Ingolstadt 10.5 226.0 104.25
38. Werner,Klaus 1818 SK Abensberg 10.5 224.0 103.00
39. Antczak,Lena 1630 1615 SK Kelheim 10.5 222.5 108.75
40. Nittel,Christian 1986 1715 VfB Friedrichshofen 10.5 221.5 102.75
41. Kindler,Werner sen. 1453 TSV Ingolstadt Nord 10.5 192.0 76.25
42. Grafl,Christine 1788 SK Kelheim 10.5 190.5 80.00
43. Seidenschwarz,Holger 1973 1957 SK Kelheim 10.0 228.0 103.25
44. Hirschberger,Michael 1718 VfB Friedrichshofen 10.0 222.5 97.75
45. Broszeit,Peter 1970 1815 SV Erkenschwick 10.0 220.0 97.00
46. Hausmann,Sarah 1500 1572 MTV Ingolstadt 10.0 220.0 95.00
47. Schmidt,Franz 1840 1790 SK Abensberg 10.0 218.5 90.25
48. Prossliner,Eduard 1366 SK Abensberg 10.0 215.0 92.75
49. Doan,Duc Trung 1377 MTV Ingolstadt 10.0 206.5 85.00
50. Ließ,Alexander 1798 1647 SC Bavaria Regensb. 10.0 195.5 78.00
51. Lindner,Sebastian 1183 SK Abensberg 10.0 192.0 77.00
52. Nguyen,Elitsa 1547 SC Eichstätt 10.0 191.5 75.00
53. Kastler,Moritz 1027 SK Kelheim 10.0 167.0 64.00
54. Bernauer,Stephan 2068 1792 SF Tegernheim 9.5 212.0 84.00
55. Schlinke,Eckhard 1734 SC Eichstätt 9.5 211.5 85.25
56. Dietl,Harald 1814 1685 SK Abensberg 9.5 208.0 82.25
57. Grasser,Martin 1910 1800 Regensburger Turnerschaft 9.5 207.5 81.25
58. Fritz,Manuel 1416 SK Abensberg 9.5 205.0 82.75
59. Tautz,Helmut,Dr. 1677 1487 SK Kelheim 9.5 199.5 77.00
60. Römpler,Linus 762 SK Abensberg 9.5 168.0 64.25
61. Preischl,Manfred 1446 TSV Nittenau 9.0 199.0 74.00
62. Reilein,Siegfried 1580 TSV Ingolstadt Nord 9.0 187.5 65.00
63. Herrle,Felix 1102 SK Abensberg 9.0 172.5 58.50
64. Peschel,Stefan 880 SK Kelheim 9.0 168.0 54.00
65. Kammer,Fabian 1058 TSV Nittenau 9.0 167.5 60.00
66. Scholz,Gerhart 1442 SK Abensberg 8.0 169.0 49.50
67. Usik,Maxim 848 SK Kelheim 7.0 170.0 41.50
68. Abeltshauser,Kevin 1126 SK Abensberg 6.5 172.0 44.25
69. Gomez,Eric 859 SK Abensberg 6.5 166.5 41.50
70. Poll,Bernhard 901 SK Kelheim 6.0 170.5 42.50
71. Römpler,Elia 763 SK Abensberg 5.5 170.0 35.25
72. Schiefert,Johann 927 SK Abensberg 4.0 170.0 21.50
73. Bimber,Roland SK Abensberg 3.0 169.0 21.00

Fußballpremiere 2016

Am Samstag, den 06.08.16, startet der Schachklub Kelheim in die Fußballsaison. Um 10:00 Uhr treffen wir uns zum lockeren spielen am Bolzplatz in Kelheimwinzer zwischen Kindergarten und Friedhof. Wetterabhängig ist danach noch Eis, Keldo oder bissl Blitzen möglich! Genaueres besprechen wir am Freitag. Wer hat Lust? 🙂

Wir freuen uns auf euer kommen !