Kelheimer Schachteams bleiben in ihren Ligen auf Verfolgerkurs

„Erste“ und „Zweite“ gewinnen / Jugendteam schafft Aufstieg in die Bayernliga

Der siebte Spieltag der Schachsaison bescherte dem Schachklub Kelheim 1920 einen Vierfach-Heimkampf mit packenden Duellen.

Die erste Mannschaft des Vereins traf in der Landesliga Nordbayern auf Aufsteiger 1.FC Marktleuthen und setzte sich mit 5:3 durch. „Ich bin froh, dass der Klassenerhalt mit nun 9:5 Zählern in trockenen Tüchern ist und wir dem Führungstrio mit 10:4 Punkten dicht auf den Fersen bleiben“, so Team-Kapitän Christian Maurer. „Vor dem Spieltag waren sowohl Auf- als auch Abstieg absolut realistisch, was drei Runden vor Schluss sehr ungewöhnlich ist“, so Maurer weiter. Dank einer geschlossenen und konzentrierten Mannschaftsleistung behielten die Kelheimer die Nerven und sicherten durch Erfolge von Christian Maurer, Holger Seidenschwarz, Fritz Eichenseer und Nachwuchsspieler Tobias Schindler bei seinem Landesliga-Debüt sowie Unentschieden von Spitzenbrett Stephan Gießmann und Helmut Kreuzer den Kelheimer Triumph. Klaus Frieser und Jugendcoach Conny Blodig verloren ihre Partien.

In der Oberpfalzliga bleibt Kelheim 2 in Schlagweite zum Führungsduo Weiden 07 und DJK Amberg, beide mit 12:2 Punkten. Kelheim 2 traf im Hotel Dormero auf Oberviechtach und behielt mit 4,5:3,5 knapp die Oberhand. „Wir haben noch das Spitzenduo der Liga in den beiden ausstehenden Runden und können bei nur einem Punkt Rückstand aus eigener Kraft den Aufstieg in die Regionalliga schaffen“, so Mannschaftsführer Dr. Reinhard Grafl.

Eine Spielklasse tiefer mussten die dritte und vierte Mannschaft des Vereins Niederlagen einstecken. Während für Kelheim 4 trotz der klaren 1:7-Niederlage gegen Tabellenführer Mintraching der Klassenerhalt mit 7:7 Zählern gesichert ist, ist der Verbleib in der Liga für Kelheim 3 noch nicht unter Dach und Fach. Nach einer knappen 3,5:4,5-Niederlage gegen Tegernheim verharrt die „Dritte“ auf dem achten Tabellenrang der Bezirksliga Süd.

Die Saison bereits beendet haben die Jugendmannschaften des Vereins, und das mit einem echten Kracher: Die erste Garde der Kelheimer Nachwuchsspieler entthronte in der Jugend-Landesliga am letzten Doppelspieltag der Saison Tabellenführer Neumarkt und steigt somit in die höchste Spielklasse für Nachwuchsteams, die Jugend-Bayernliga auf.

„Für uns war besonders schön anzusehen, wie die Mannschaft im Laufe der Saison immer mehr zusammengewachsen ist und zu einer echt schlagkräftigen Truppe herangereift ist“, so die begeisterten Jugendleiter Conny Blodig und Lena Antczak. „Erstaunlich, aber auch eigentlich eine logische Folge des tollen Teamspirits ist das 4:0, mit dem unsere Spieler in der Vorschlussrunde den Tabellenführer Neumarkt entzaubert haben, und das in erster Linie spielerisch sehr anspruchsvoll“. Besonders der lupenreine Top-Score von Johannes Obermeier an Brett 3, der in seinen sechs Einsätzen der Spielzeit alle Partien für sich entscheiden konnte, beeindruckte die Kelheimer Trainer.

Kelheim 1 (rechts) in Aktion: Tobias Schindler, Cornelius Mühlich, Johannes Obermeier und Florian Gold

Abgerundet wurde die herausragende Spielzeit für den Kelheimer Nachwuchs durch den Aufstieg der dritten Jugendmannschaft aus der Jugendbezirksliga in die Jugend-Oberpfalzliga. Die zweite Jugendmannschaft des Vereins landete in dieser 8-er-Liga auf einem guten vierten Rang.

Blitzen bis die Funken fliegen!

FC Bayern München verteidigt Titel als Bayerischer Meister im Blitzschach / Kelheim wird Elfter

Am heutigen Sonntag fanden sich die besten bayerischen Blitzschach-Mannschaften im Kelheimer Hotel Dormero ein, um den Champion 2017 in diesem rasanten Turniermodus (5 Minuten pro Spieler und Partie) auszuspielen. 21 für den Landesentscheid qualifizierte Teams aus den acht Schachbezirken wurden vom 1.Bürgermeister der Stadt Kelheim, Horst Hartmann begrüßt.

In einem hart umkämpften Wettkampf als Rundenturnier standen dem 21 Runden „Jeder gegen jeden“ auf dem Programm.

Schon zur Mittagspause nach 11 Runden hatten sich Titelverteidiger FC Bayern München und Noris Tarrasch Nürnberg vom Feld abgesetzt. Die beiden Teams hatten gegeneinander ein 2:2 gespielt. Da aber Nürnberg gegen Gröbenzell ein weiteres 2:2 Remis abgab, lagen die mit einem Großmeister und drei Internationalen Meistern top besetzten Hauptstädter knapp in Front. Und genau in dieser Punktekonstellation ging es auch über die Ziellinie, die Münchner gaben sich im gesamten weiteren Turnierverlauf keine Blöße und verteidigten mit 39:1 Punkten souverän ihren Titel, einen Punkt vor den Nürnbergern.

Die Dominanz dieser beiden Vereine in diesem Wettkampf wird auch im Abstand zum Drittplatzierten Gröbenzell deutlich, das mit 30:10 Punkten den verbleibenden Platz auf dem Siegerpodest eroberte.

FC Bayern München gegen Kelheim: Am Ende ein klares 3,5:0,5 für den Titelverteidiger Im Vordergrund: Stephan Gießmann – IM Andreas Schenk

Für Ausrichter Kelheim verlief das Turnier durchaus zufriedenstellend. „In einem starken Teilnehmerfeld belegten wir am Ende den elften Rang unter 21 Mannschaften, womit wir absolut zufrieden sind“, so Spitzenbrett und Vereins-Vize Stephan Gießmann. „Auf so einem Turnier gibt es keine leichten Gegner und ich finde, wir haben uns sehr gut geschlagen“.

Gießmann erzielte am Spitzenbrett 8,5 Zähler aus den 21 Runden, Helmut Kreuzer an Brett 2 errang 11,5 Punkte. Jugendleiter Constantin Blodig übersprang an Brett 3 mit 10,5 Punkten ebenfalls die 50-Prozent-Hürde. „Besonders freue ich mich, dass unser Nachwuchsspieler Tobias Schindler am vierten Brett gegen die harte Erwachsenen-Konkurrenz sehr gut mitgehalten hat“, freute sich Vorstand Helmut Kreuzer über das Abschneiden des Kelheimer Jugend-Spitzenspielers.

Bürgermeister Hartmann ließ es sich nicht nehmen, die letzten beiden Runden beim Turniergeschehen zu Kiebitzen und zeigte sich beeindruckt vom Wettkampf. „Es freut mich, dass Kelheim heuer der Ausrichter von bayerischen Schachmeisterschaften ist, und ich zolle Ihnen allen großen Respekt für ihre Leistungen“, so Hartmann anlässlich der Siegerehrung.

Die Siegermannschaften der Bayerischen Blitzmannschaftsmeisterschaft 2017 mit Bürgermeister Horst Hartmann und dem Kelheimer Vorstand Helmut Kreuzer

Unsere Jugend im Einsatz

Ligakämpfe

Am vergangenen Wochenende waren unsere Jugendbezirksligamannschaften im Einsatz.

Die „Zweite“ verlor dabei unnötig gegen Tegernheim 1. Als erstes musste sich Korbinian an Brett 4 geschlagen geben, nachdem er und sein Gegner die Partie „ausgeblitzt“ hatten. Auch Stefan an Brett 3 agierte etwas zu hastig und verlor schon in der Eröffnung eine Figur. Diese Figur verwertet sein Gegner im Endspiel zu einem vollen Punkt. Raphael an Brett 1 wehrte sich lange, konnte aber gegen den erfahrenen Gegenspieler nichts ausrichten. So war der Mannschaftskampf verloren bevor Jakob an Brett 2 das Ergebnis zum 3-1 Endstand beschönigen konnte.
Die „Dritte“ Mannschaft hingegen setzte sich mit 2,5- 1,5 gegen den TSV Kareth-Lappersdorf durch. Nach ca. einer halben Stunde Bedenkzeit standen alle Kelheimer Spieler zum ersten Mal klar auf Gewinn. Luca an Brett 3 erspielte sich durch eine Ungenauigkeit seines Gegners in der Eröffnung einen schönen Vorteil heraus, verschenkte diesen aber durch zu schnelles Spiel, sodass es im Endspiel eher nach einem Verlust aussah. Doch Lucas Gegner setzte etwas zaghaft fort und zog seinen Freibauer nicht ein. Dies nutzte Luca aus, holte sich seinerseits die Dame und holte den ersten Punkt für Kelheim. Jan an Brett 2 spielte eine sehr aggressive Partie, in der beide Könige in der Mitte blieben. So begannen beide Spieler mit dem Königsangriff. Jan spielte wunderschönes Angriffsschach und konnte einen Turm erobern. Den Konter verhinderte er geschickt und setzte daraufhin bald Matt. 2-0. Philipp an Brett 4 spielte erst seine 3. Turnierpartie überhaupt. Im Verlauf des Spiels konnte er mehrere Figuren des Gegners erobern. Kurz vor dem Mattsetzen übersah er allerdings die richtige Zugfolge, was sein Gegenüber erbarmungslos ausnutzte.

Faschingsturniere

Am Trainingsabend wurden Faschingsturniere in verschiedenen Gruppen gespielt. Die „Fortgeschrittenen“ spielten ein Tandemturnier, indem sich Florian und Justus mit 4:1 Punkten durchsetzen konnten. Die etwas Jüngeren spielten ein Schnellschachturnier. Hier gewann Maxim souverän mit 4/4 Punkten vor Toni und Marius mit jeweils 3 Punkten.

Rapid in Neumarkt

Am Samstag fuhren wir mit 4 Kindern zum Rapid nach Neumarkt. In der U10 spielte Maxim sein erstes Turnier überhaupt und konnte bereits 1,5 Punkte erzielen. Mit ein bisschen mehr Routine sind da aber bald viele mehr drin. In einer Top-Form zeigte sich Luca in der U12. Er startete mit 4/4 und konnte auch in Runde 5 einen um 300 Punkte besseren Spieler schlagen. In Runde 6 allerdings wurde er nervös und musste seine Partie aufgeben. Auch in Runde 7 konnte er nichts gegen den an 1 Gesetzten ausrichten. So reichte es leider knapp nicht mehr fürs Treppchen und er wurde 4. von 41 Teilnehmern. Trotzdem eine super Leistung von Luca! In der U14 startete Christopher. Auch für ihn war es eines seiner ersten Turniere überhaupt. Durch Leichtsinnigkeit verlor er 2-mal mit einer Mehrfigur auf „Regelwidrigen-Zug“, was sehr ärgerlich für ihn war. Dennoch muss er mit 2 Punkten auf einem Bayerischen Turnier nicht unzufrieden sein. Bei den „Großen“ in der U25 mischte Stefan Peschel mit. Er spielte ein normales Turnier und erreichte 1,5 Punkte.

Riedenburger Stadtmeisterschaft

Am Sonntag und Montag fand die offene Riedenburger Stadtmeisterschaft statt. Gespielt wurde in 3 Gruppen. In der dritten Gruppe gingen gleich 4 Kelheimer an den Start. Tim spielte ein gutes Turnier und verpasste mit 5/7 Punkten auf Grund der schlechteren Wertung nur knapp das Treppchen. Julian war ein bisschen der Pechvogel des Turniers. Zu oft ließ er in gewonnener Stellung seinen König im Schach stehen. Am Ende konnte er ein Spiel für sich entscheiden. Fabian spielte eine super erste Turnierhälfte wurde dann aber zunehmend „aufgeregter“ und stellte in seiner letzten Partie die Dame ein. Diesen nutzte Marcus, der etwas wacklig ins Turnier startete aus, um aufzuholen. Nach 7 Runden hatten also Marcus und Fabian beide 5,5/7 Punkte. Ein Stichkampf bestehend aus 2 Blitzpartien sollte den Sieger ermitteln. Bei einem 1:1 würde Fabian den Titel erreichen, da er im Turnier die bessere Wertung erzielt hatte. Mit diesem Wissen setzte Marcus alles auf eine Karte und gewann die erste Partie souverän. Auch in der Zweiten eroberte er schnell Material und drohte bald undeckbar Matt. In einem letzten Versuch gab Fabian Schach. Marcus war etwas zu gierig, übersah das Schach und wollte Mattsetzen, was zu einer dramatischen Niederlage durch einen „Regelwidrigen-Zug “ führte. So heißt der neue Meister in der Gruppe 3 Fabian, dicht gefolgt vom Zweitplatzierten Marcus. Ein super Turnier von den beiden.

In der Gruppe 1 und 2 wurde über 2 Tage lang 5 Runden mit Stundenpartien gespielt. Ein herausragendes Turnier spielte hier Stefan, der mit 3,5/5 den 1.Platz der Gruppe 2 „unter 1000 DWZ“ erreichte und sich so ein DWZ-Plus von über 100 Punkten erspielte. Ebenfalls ein gutes Turnier spielte Bernhard der 2,5 Punkte erreichte, was Rang 3 bedeutete. Luca kämpfte in der Gruppe 1 gegen starke Gegner und besiegte 2 davon. Er belegte den 4. Rang.

Kelheimer Schachteams bleiben auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze

Kelheim 1 und 2 jeweils mit 4:4 / „Dritte“ und „Vierte“ verlieren

Die Spielzeit in der Landesliga Nordbayern entwickelt sich immer mehr zu einem Krimi über Auf- und Abstieg. Nach sechs Runden gibt es vier punktgleiche Mannschaften mit 8:4 Zählern an der Tabellenspitze. Kelheim hatte am gestrigen Sonntag einen schweren Auswärtskampf beim Tabellenführer SC 1886 Bamberg.

Gegen die in Bestbesetzung antretenden Oberfranken entwickelte sich ein wilder Kampf, in dem Kelheim stark in Bedrängnis kam. Unentschieden von Teamkapitän Christian Maurer an Brett 3, von Fritz Eichenseer an Brett 8, von Spitzenbrett Prof. Martin Kreuzer und von Heinrich Maurer an Brett 8 folgte eine Niederlage von Klaus Frieser an Brett 4, dessen Gegner einen gewinnbringenden Angriff führte.

Als schließlich auch Stephan Gießmann an Brett 2 während der ersten Zeitkontrolle nach vier Stunden in ausgeglichener Stellung einen taktischen Schlag übersah, war Kelheim der Niederlage bedrohlich nahe. Doch Holger Seidenschwarz an Brett 6 konnte sich aus der gegnerischen Umklammerung lösen und zum 3:4 verkürzen. In einer konsequent geführten Angriffspartie verwertete Helmut Kreuzer an Brett 5 schließlich seine Druckstellung und sicherte das 4:4 Mannschaftsremis. „Mit 7:5 Punkten rangieren wir momentan auf Rang 5“, so Teamkapitän Christian Maurer. „Das verrückte an dieser Konstellation ist, dass drei Runden vor Schluss für uns sowohl Aufstieg als auch Abstieg möglich sind.“

Die zweite Mannschaft des Vereins gastierte am Sonntag in der Oberpfalzliga beim ASV Burglengenfeld. Am Ende verbuchte Kelheim 2 ein 4:4 Unentschieden und rangiert nun in der Tabelle auf Rang 3, einen Zähler hinter dem Führungsduo Weiden 07 und DJK Amberg. Erfreulich ist, dass die Nachwuchsspieler Cornelius Mühlich und Johannes Obermeier für Kelheim volle Punkte einfuhren, während Stephan Baur, Pascal Grafl, Manfred Renner und Sebastian Arnold Remis spielten. Johannes Müller und Teamkapitän Dr. Reinhard Grafl verloren ihre Matches.

Eine Liga tiefer in der Bezirksliga Süd standen für Kelheim 3 und Kelheim 4 Auswärtsbegegnungen auf dem Programm.

Ersatzgeschwächt bezog Kelheim 4 gegen Tegernheim eine 3:5-Niederlage, während Kelheim 3 gegen Bavaria Regensburg 2 deutlich mit 1,5:6,5 verlor.

 

Schachklub Kelheim mit „Big Points“ am fünften Spieltag

„Erste“ und  „Dritte“ punkten in ihren Ligen

Der fünfte Spieltag der Saison am gestrigen Sonntag brachte für die Kelheimer Mannschaften beim Vierfach-Heimkampf im großen Saal des Dormero Hotels zwar nur die Hälfte der möglichen Mannschaftspunkte, dafür waren die geholten Zähler aber „Big Points“:

In der Landesliga Nordbayern traf die „Erste“ auf Zirndorf. Beide Teams traten fast in Bestbesetzung an. Bereits zu Beginn entbrannte an den Brettern ein zähes Ringen um Vorteile. Spitzenbrett Prof. Martin Kreuzer überstand eine gefährliche Eröffnung unbeschadet und konnte in ein Remis-Endspiel abwickeln, ehe Mannschaftskapitän Christian Maurer Materialnachteil in der Eröffnung dank eines beherzt geführten Angriffsspiels kompensieren und schließlich den vollen Zähler einfahren konnte.

Fritz Eichenseer an Brett 8 überrannte seinen Gegner bereits aus der Eröffnung heraus und brachte Kelheim in Front. Doch ein Brett weiter hinten an Brett 4 verpasste Conny Blodig in einem Endspiel die Chance auf Ausgleich und verlor. Auch Holger Seidenschwarz verlor nach taktischem Geplänkel Material und musste die Segel streichen, ehe Helmut Kreuzer nach der ersten Zeitkontrolle seinen dauerhaften Druck in den vollen Punkt ummünzen konnte. Nach diesem intensiven Hin und Her musste die Entscheidung also am Brett von Alt-Kapitän Klaus Frieser fallen. In einem nervenzerreißenden Duell behielt der Kelheimer die Oberhand im Endspiel und punktete zum Kelheim Mannschaftssieg. Durch diesen Sieg ist Kelheim 1 auf Platz 3 der Tabelle herangerückt, in Reichweite von Spitzenreiter Bamberg, das in der nächsten Runde der Gegner sein wird.

Einen mindestens ebenso dramatischen Verlauf nahm die Begegnung der Kelheimer „Zweiten“ in der Oberpfalzliga gegen Furth i.W., allerdings mit sehr unglücklichem Verlauf für Kelheim.  Beim Stand von 3,5:3,5 hatte Manfred Renner ein klar vorteilhaftes Endspiel auf dem Brett. Doch nach einem Figurentausch sah sich Renner trotz einem Bauern Materialvorteil in einem strukturell schwierigen Endspiel wieder, das er nach sechs Stunden und über 100 Zügen schließlich verlor. Kelheim 2 rutscht durch diese Niederlage von der Tabellenspitze auf Rang 3 der Liga ab, hat aber weiterhin gute Aufstiegschancen.

Eine Liga tiefer stand für Kelheim 3 eine enorm wichtige Begegnung auf dem Spielplan. Ersatzgeschwächt musste gegen Tabellenschlusslicht Eulenspiegel Regensburg unbedingt Zählbares geschafft werden, wollte man den Anschluss zum Tabellenmittelfeld wahren. Kelheim 3 bot genau im richtigen Moment eine fulminante Leistung und setzte sich mit 5,5:2,5 durch. „Ich freue mich riesig, dass wir heute in einem regelrechten 4-Punkte-Spiel Zähne gezeigt und uns durchgesetzt haben“, so ein erleichterter und erfreuter Team-Kapitän Thomas Karl.

In der gleichen Liga rutschte Kelheim 4 nach einem klaren 1:7 gegen Bavaria Regensburg 2 von Tabellenplatz 2 auf Rang 3 ab.

Das Kelheimer Pokal-Märchen 2016/17 ist zu Ende

Gegen Zweitbundesligist Nickelhütte Aue ausgeschieden / Stephan Gießmann ist Oberpfalzmeister 2017 im Blitzschach

Das Pokalmärchen der Vierer-Mannschaft des Schachklub Kelheim ist vorerst zu Ende. Am Samstag war Kelheim der Austragungsort der Vorrunde des Pokalwettbewerbs auf Bundesebene.

Mit Zweitbundesligist ESV Nickelhütte Aue, dem Württembergischen Oberligisten Weiler im Allgäu und dem Bayerischen Meister Röhrnbach trafen im Hotel Dormero vier Pokalteams aufeinander.

Den ersten Nervenkitzel lieferte die Auslosung der beiden Begegnungen durch den zweiten Bürgermeister der Stadt Kelheim, Franz Aunkofer. Dieser hatte offenbar vollstes Vertrauen in „seine“ Kelheimer Lokalmatadoren, denn mit Aue erwischte Kelheim gleich die  bestbesetzte Mannschaft.

„Es gibt auf diesem Niveau keine leichten Aufgaben“, so Teamkapitän Stephan Gießmann „und wir haben nichts zu verlieren, sondern nur zu gewinnen“.

Die Kelheimer gingen gegen die mit einem Großmeister und zwei Internationalen Meistern angereisten Sachsen beherzt zu Werke.

Spitzenbrett Prof. Martin Kreuzer konnte gegen GM Roman Slobodjan die Stellung lange ausgeglichen halten, musste aber in Zeitnot schließlich entscheidenden Materialverlust hinnehmen. An Brett 3 gab Constantin Blodig gegen IM Cliff Wichmann in der Eröffnung einen Bauern. Im weiteren Verlauf konnte Blodig aber keine ausreichende Kompensation nachweisen, so dass er in einem verlorenen Endspiel landete. An Brett 2 bekämpfte Stephan Gießmann in einer sehr komplizierten Stellung den IM Günther Spieß, musste sich aber letztendlich mit einem Remis begnügen.

Nachdem das Ausscheiden Kelheims zu diesem Zeitpunkt schon besiegelt war, gelang Helmut Kreuzer an Brett 4 noch ein Sieg gegen Frank Flöter. Kreuzer konnte seine druckvolle Stellung bis über die volle Spielzeit von sechs Stunden aufrechterhalten und schließlich den vollen Zähler einfahren.

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Kelheim gegen Aue – aufmerksam verfolgt vom zweiten Bürgermeister der Stadt Kelheim, Franz Aunkofer

Am Sonntag Morgen traf dann der Sieger Aue gegen Weiler im Allgäu. Der Champion des Württembergischen Schachverbandes hatte zuvor den Bayern-Champion Röhrnbach klar mit 3:1 aus dem Wettbewerb geworfen. Doch auch in der Sonntags-Runde setzte sich Aue mit 2,5:1,5 durch und zieht somit in die Zwischenrunde ein.

„Man träumt natürlich mit jeder genommenen Hürde von einer erneuten Pokal-Sensation“, so Vorstand Helmut Kreuzer, „insofern ist man natürlich ein klein bisschen wehmütig, wenn es dann mal zu Ende ist. Doch wir haben uns in der neuen Spielzeit schon wieder für das Bezirksfinale qualifiziert. Aus unserer Sicht darf es gerne wieder so prima laufen und vor allem so viel Spaß machen“.

Quasi als Trostpflaster für das Pokal-Aus gegen Aue nahm Stephan Gießmann am Sonntag an der Oberpfalzmeisterschaft in Tirschenreuth teil. Als Titelverteidiger war Gießmann  der Favorit auf den Bezirkstitel. In 25 Runden gab sich Gießmann keine Blöße und gewann den Wettbewerb schließlich mit 22,5 Zählern und zwei Punkten Vorsprung. „Ich bin total zufrieden mit meinem Score, vor allem weil ich ohne Niederlage geblieben bin“, so ein sichtlich stolzer und zufriedener Kelheimer Vereins-Vize.

Der zweite Kelheimer Starter, Stefan Schiller zeigte eine ebenfalls sehr starke Turnierperformance und belegte am Ende einen hervorragenden 6.Rang.

Gemischte Erfolge für Kelheimer Schachteams am vierten Spieltag

„Zweite“ bleibt Tabellenführer der Oberpfalzliga / Kommendes Wochenende findet in Kelheim die Vorrunde zur Deutschen Pokalmannschaftsmeisterschaft statt

Die Hälfte der Schach-Saison ist fast gespielt, mit für den Schachklub Kelheim durchaus ansehnlicher Zwischenbilanz:

Die erste Mannschaft zog ersatzgeschwächt gegen Forchheim 2 mit 3:5 den Kürzeren und rangiert mit 4:4 Zählern im Tabellenmittelfeld. „Es ist schade, dass wir diese Niederlage einstecken mussten, zumal bei einem Erfolg die Tabellenführung drin gewesen wäre“, so Teamkapitän Christian Maurer. „Es bleibt in dieser ausgeglichenen Liga spannend, wir müssen uns unsere Brötchen jedes Mal aufs Neue verdienen“.

Die zweite Mannschaft des Vereins bleibt nach dem 4,5:3,5-Erfolg gegen Bad Kötzting 2 souveräner Tabellenführer der Oberpfalzliga. Siege vom frisch gebackenen U18-Bezirksmeister Tobias Schindler am Spitzenbrett, seinem Vater Dr. Gernot Schindler und von Routinier Manfred Renner brachten Kelheim auf die Siegerstraße. Teamkapitän Dr. Reinhard Grafl, Johannes Müller und Johannes Obermeier erzielten Unentschieden, während Christine Grafl und Stefan Schiller ihre Partien verloren.

Eine Liga tiefer hatte die vierte Mannschaft bei Schlusslicht Eulenspiegel Regensburg einen fulminanten Auftritt. Beide Teams mussten ersatzgeschwächt antreten, doch Kelheim verkraftete die Situation besser. Am Ende setzte sich Kelheim 4 mit 5:2 klar durch und rangiert mit 7:1 Zählern weiter auf Platz 2 der Liga.

In der selben Liga unterlag Kelheim 3 gegen Kareth-Lappersdorf deutlich mit 1,5:6,5. Lediglich an den ersten drei Brettern erzielten Florian Bartmann, Eva Engl und Wolfgang Klarl Unentschieden. Kelheim 3 rangiert mit 2:6 Punkten auf Tabellenplatz 8.

Am kommenden Wochenende ist Kelheim der Austragungsort zur Vorrunde des Deutschen Mannschaftspokals. Als amtierender Bayerischer Vizemeister hat sich die Kelheimer Vierermannschaft für die Ausscheidungsrunden auf Bundesebene qualifiziert. Am Samstag werden um 13:30 Uhr im Kelheimer Hotel Dormero die Paarungen zwischen den vertretenen Teams aus Röhrnbach, Nickelhütte Aue, Weiler im Allgäu und Kelheim gelost. Spielbeginn ist 14 Uhr.

Am Sonntag treffen dann um 10 Uhr die Sieger der Vortagesrunde aufeinander, um den Qualifikanten für die Deutsche Zwischenrunde zu ermitteln.

Kelheimer Schachjugendliche erklimmen auf der Burg Trausnitz den Schachthron

Tobias Schindler in der U18 und Florian Gold in der U14 sind Oberpfalzmeister

Das erste Jugendturnier des Kalenderjahres im Schach ist traditionell die Oberpfalzmeisterschaft der Jugend, die vom 2. bis zum 5. Januar des neuen Jahres auf der Burg Trausnitz bei Pfreimd ausgetragen wurde.

60 Jugendliche in den Altersklassen U18, U16 und U14 trafen sich, um in einem Wettkampf über sieben Runden die neuen Champions zu küren.

In der U18 war der Kelheimer Tobias Schindler der Starter mit der höchsten Wertungszahl. „In Runde 4 musste ich mich gegen meinen schärfsten Widersacher, Vorjahressieger Tobias Brunner aus Nittenau, knapp geschlagen geben“, so der Kelheimer Nachwuchsspieler. „Aber abgerechnet wird zum Schluss und nicht schon zur Hälfte des Turniers“, so Schindler. Der Kelheimer spielte die restlichen drei Runden konsequent und gekonnt auf Erfolg, während sein Widersacher in Runde 6 strauchelte und verlor. Am Ende war Schindler mit 6 Zählern ein souveräner und verdienter neuer Bezirksmeister, mit einem halben Punkt Vorsprung. „Ich freue mich und bin stolz, dass ich heuer ganz oben auf dem Treppchen stehe und an Ostern zur Bayerischen Meisterschaft darf“, so Schindler.

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Der neue Champion der U18 in der Oberpfalz, Tobias Schindler

Sein Vereinskamerad Cornelius Mühlich erwischte in der U18 mit einem Auftakt-Remis und einer Niederlage in Runde zwei einen holprigen Turnierstart, kämpfte sich aber unbeirrt wieder an die Spitzengruppe heran. „Hätte ich in der letzten Runde gewonnen, so wäre ich sogar noch Zweiter geworden“, so Mühlich. „Leider fiel ich durch die Niederlage nach hartem Kampf noch auf Rang 7 zurück, was natürlich nicht schlecht ist. Aber wenn man nach einem solchen Turnierverlauf zum Schluss doch noch die Chance zum Vizemeister hat, ist man natürlich im ersten Moment schon enttäuscht“, so der Kelheimer Jugendspieler und Nachwuchstrainer.

In der U14 setzte Florian Gold, der in der zweiten Ferienwoche im Wittelsbacher Open das Begleitturnier gewann, den angetretenen Triumphzug fort. Mit 6,5 Punkten aus 7 Runden dominierte Gold die Konkurrenz deutlich und gewann mit einem Zähler Vorsprung die Meisterschaft. „Die letzten beiden Wochen hätten aus schachlicher Sicht für mich nicht besser laufen können“, so der strahlende Sieger Gold. „Mein großes Ziel ist es, nun auch bei der Bayerischen Meisterschaft ein Spitzenresultat zu erzielen“.

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Gold für Florian Gold: Am Kelheimer U14-Spieler führte im Titelrennen der OJEM 2017 kein Weg vorbei

Am letzten Sonntag der Ferien musste heute die Erwachsenen-Vierer-Mannschaft in Riedenburg antreten. Die Kelheimer setzten sich nach Siegen von Helmut Kreuzer und Constantin Blodig bei einem Remis von Stephan Gießmann knapp, aber verdient mit 2,5:1,5 durch, da Christian Maurer in Gewinnstellung die Zeit fiel.

Im Finale trifft Kelheim nun auf Mintraching, das überraschend Bavaria Regensburg aus dem Wettbewerb warf.

Parallel zu diesem 4er-Wettkampf spielt Kelheim auch noch im 4er-Pokal aus der Vorsaison mit. Als Bayerischer Vizemeister trägt Kelheim am letzten Januarwochenende im Kelheimer Hotel Dormero die Vorrunde der Pokal-Mannschaftsmeisterschaft auf Bundesebene aus. Am 28. und 29. Januar werden die Teams vom SV Röhrnbach, von EVS Nickelhütte Aue und vom SC Weiler im Allgäu in Kelheim antreten, um die Qualifikanten der deutschen Zwischenrunde auszuspielen.

5.Wittelsbacher Weihnachts-Open endet mit Sieg des Turnierfavoriten

Kelheimer Spieler dank starkem Finish in den Top-Platzierungen

Nach sieben harten Runden ging am vorletzten Tag des Jahres ein hart umkämpftes 5.Wittelsbacher Weihnachts-Schach-Open im Kelheimer Hotel Dormero zu Ende.

Im Hauptturnier setzte sich mit 6,5 Punkten der Turnierfavorit GM Maxim Turov aus St. Petersburg durch und holte sich 1000 € Siegprämie, die vom Hauptsponsor GKM ausgelobt waren, sowie den großen Siegerpokal.

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Spannende Schlussphase: GM Maxim Turov (sitzend links) gegen IM Edin Pezerovic

Im Endspurt um Platz 2 gab es die erste kleine Überraschung aus Kelheimer Sicht: Prof. Martin Kreuzer gelang durch seinen Triumph in der letzten Runde über den mit 5 aus 5 furios ins Turnier gestarteten Lukas Schulz aus Forchheim noch der Sprung auf Platz 2. Schulz rutschte durch diese Niederlage auf Rang 5 und somit auf den letzten noch mit Preisgeld dotierten Rang des Klassements ab. Drittplatzierter unter den 128 Teilnehmern wurde Roland Gruber von der SG Post/Süd Regensburg, der sich durch einen Schlusssieg noch an Ferdinand Xiong (SC Vaterstetten) vorbeischob. Rang 4 des Teilnehmerfeldes ging an den lettischen IM Toms Kantans.

Den Preis für den besten Senior teilten sich Heinrich Maurer vom Schachklub Kelheim und Zdenek Bartonicek aus Kirchenlaibach. Beide Spieler hatten exakt die gleichen Punkt- und auch Wertungsergebnisse erzielt. Die Damenwertung ging an die gebürtige Saalerin Petra Loebel, inzwischen bei Noris Tarrasch Nürnberg. Die Jugendwertung ging an Eric Gabler von der SC Bavaria Regensburg.

Im Begleitturnier mit 24 Teilnehmern gab es eine weitere große Überraschung aus Kelheimer Sicht. Mit Nachwuchstalent Florian Gold setzte sich wie im Vorjahr ein Lokalmatador durch und gewann 150 € Preisgeld und den Siegerpokal. „Ich freue mich echt riesig, dass ein Kelheimer Eigengewächs das Begleitturnier gewonnen hat und hoffe sehr für dich, dass dieser Triumph für dich der Startschuss ist, im kommenden Jahr auch im Hauptfeld stark aufzutreten“, so Vorstand Helmut Kreuzer bei der Siegerehrung.

Anlässlich der Preisverleihung zollte der Kelheimer 1.Bürgermeister, Horst Hartmann, dem Verein großen Respekt für eine erneut gelungene Veranstaltung. „Man sieht, dass bei euch im Verein viele Leute zusammenhelfen, um so ein Event auf die Beine zu stellen. Es ist mir eine Freude, dass ich bei eurem Turnier die Preise an die Gewinner mit überreichen darf“.

Außerdem gratulierten der langjährige BLSV-Kreisvorsitzende Erich Schneider, Hoteldirektor Cristiano Gandra sowie die Vertreter Isabella Rath und Markus Zurwesten von GKM zusammen mit Vereinsvorstand Helmut Kreuzer den zahlreichen Gewinnern und zu Ehrenden und überreichten die Preise.

Sieger

Die strahlenden Preisträger des 5.Wittelsbacher Weihnachts-Schach-Opens in Kelheim