Spannendes Derby in der Bezirksliga

Am 5. Spieltag trafen die Kelheimer Mannschaften auf starke Gegner – und auf sich selbst.

Die erste Mannschaft musste sich trotz hartem Kampf der überlegenen und favorisierten Team vom SC Erlangen 48/88 geschlagen geben. Ein verdienter Sieg von Jugendtrainer Constantin Blodig und zwei Remis reichten nicht für einen Ausgleich. „Wir lassen uns durch diesen Rückschlag nicht entmutigen“, kommentiert Vorsitzender Helmut Kreuzer.

Nach Amberg machte sich die zweite Kelheimer Gruppe auf. Trotz frühem 0-1 –  Rückstand wendete sich das Blatt bald. Spitzenbrett Heinrich Maurer gab einen Bauern für einen starken Angriff und beendete die Partie mit einem Qualitätsopfer. Das junge Talent Pascal Grafl schmuggelte einen Bauern hinter die feindlichen Linien, was ihm sogar einen Springer wert war, aber letztlich den König für einen finalen Mattzug einengte. Die sicher gespielten Endspiele von Tobias Schindler und Manfred Renner und drei Remis verhalfen Kelheim mit nur einer Niederlage zum Endstand von 5,5 zu 2,5. Der Abstieg ist somit nicht mehr zu befürchten, nach oben ist noch Raum offen.

In der Bezirksliga trafen die dritte und die vierte Mannschaft aufeinander. Früh stand es 1,5 zu 1,5 nach zwei schnellen Partien an Brett 6 und 8 und einem Remis. Zu einem fesselnden Kampf kam es am vierten Brett: nach aggresiver Eröffnung von Jugendtrainerin Lena Antzcak hatte Materialwart Simon Pernpeintner erst einmal ein paar Bauern mehr, sah sich jedoch einem starken Angriff ausgesetzt. Immer wieder schwang die Partie, doch letztlich ist Angriff doch die beste Verteidigung, nur mit Schwerfiguren beendete Lena die Partie siegreich. Nach einem weiteren Remis hing alles vom Spitzenbrett ab: bei einem Stand von 4 zu 3 musste Florian Bartmann in einer ausgeglichenen Stellung versuchen, einen Vorteil gegenüber Johannes Müller zu erlangen. Er ging also ein Risiko ein und gab einen Bauern auf, den er jedoch letzltlich in der verzwickten Stellung nicht verwerten konnte. Nach dem 5-3 – Endstand belegt Kelheim IV nun den dritten Platz und hat gute Chancen, während Kelheim 3 sich in der hinteren Hälfte der Liga befindet. Dennoch ist nichts entschieden, für alle Mannschaften ist noch was drin in dieser Saison, es bleibt spannend.

Oberpfalzmeisterschaft 2016 im Blitzschach fest in Kelheimer Hand

Vier Kelheimer Spieler unter den „Top Five“

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Die diesjährige Blitz-Einzelmeisterschaft der Oberpfalz am vergangenen Sonntag in Kelheim war für den ausrichtenden Schachklub ein Erfolg auf ganzer Linie:

Im Kelheimer Wittelsbacher Hof setzte sich nach 22 spannenden Runden der Kelheimer Jugendleiter Stephan Gießmann vor seinem Vereinskameraden Max Eibl, der als Titelverteidiger antrat, durch. Als Drittplatzierter ging Roland Gruber von Zweitbundesliga-Absteiger SG Post/Süd Regensburg über die Ziellinie.

Der erste Bürgermeister der Stadt Kelheim, Horst Hartmann, zollte den anwesenden Spielern einmal mehr seinen Respekt für ihre sportliche Leistung. „Sie ziehen phasenweise so schnell, dass man als Laie teilweise gar nicht mehr mit dem Denken mitkommt“, so Hartmann.

Der Schachklub, der in dieser Saison sämtliche Bezirksentscheide ausrichtet, konnte sich über eine weitere gelungene Veranstaltung freuen. „In diesem Jahr bin ich ja sowas wie ein Stammgast bei den Siegerehrungen des Schachklubs geworden, und ich freue mich natürlich, dass Kelheim mit dem Wittelsbacher Hof so gute Bedingungen für den Schachsport bieten kann“, so Bürgermeister Hartmann.

Das herausragende Kelheimer Abschneiden wurde durch den vierten Platz von Vorstand Helmut Kreuzer und Platz fünf des 2.Jugendleiters des Vereins, Constantin Blodig abgerundet.

Oberpfälzer Jugendeinzelmeisterschaften 2016

Tobias Schindler ist frisch gebackener Oberpfalzmeister!OJEM2016

Bei den unter 16-jährigen konnte er seinen Setzlistenplatz über vier Tage auf Burg Trausnitz behaupten. Erst in der letzten Runde konnte er sich endgültig von seinem Verfolger aus Regensburg lösen. Mit 6 Punkten aus 7 Runden, starken Partien und dem nötigen Quäntchen Glück, spielte Tobias ein super Turnier und wird die Oberpfalz bei den Bayerischen Meisterschaften, in der zweiten Woche der Osterferien, vertreten.

Cornelius spielte klasse Partien in der U18. Er zeigte seine Spielstärke diese Saison schon beim Open und in der Liga. Er holte sechs Punkte und lag gleichauf mit dem bayerischen U25 Meister an der Spitze. Trotz dass die entscheidende Blitzpartie nicht gut lief, war es ein super Turnier für Corni und ich verfolge gespannt die schachlichen Fortschritte!

Leon drehte am letzten Tag nochmal auf und gewann beide Partien. Mit vier Punkten sicherte er sich einen guten 7. Platz. Mit mehr Training ist da noch viel mehr drin!! Stefan holte zwei Punkte. Jakob spielte ein super Weihnachtsopen, holte aber leider nur ein Remis auf Burg Trausnitz.

In der U14 spielte Florian gute Partien und zeigte Potential. Wenn er sich weiter so entwickelt, kann er bald auch vorne mitspielen. Maxim spielte ein gutes Turnier und konnte mit 3,5 Punkten die tolle Leistung beim Weihnachtsopen bestätigen.

Insgesamt können wir mit dem Erfolg unseres Nachwuchses bei den Oberpfalzmeisterschaften sehr zufrieden sein. Auch außerhalb des Turniersaals hatten die Jungs eine gute Gemeinschaft, z.B. beim analysieren der Partien oder beim Tandemspielen! Ich freue mich auf das nächste Turnier!!

Knappes Finale beim 4. Wittelsbacher Weihnachtsopen

Mit großer Vorfreude richtete der SK Kelheim dieses Jahr das inzwischen 4. Wittelsbacher Weihnachtsopen aus. Insgesamt 128 Spieler fanden sich zum Hauptturnier im Wittelsbacher Hof ein, das neue Nebenturnier war mit 28 Teilnehmern voll belegt.

Die Turnierbedingungen im großen Saal waren hervorragend, und auch das Voucher-System, bei dem man sich die Getränke nach Kauf eines Armbands selbst holen kann, wurde gut angenommen.Besonders freute sich der Schachklub über das gemischte Teilnehmerfeld. Von jung bis alt war alles vertreten, ein Spieler reiste mit seinem Vater sogar extra aus Österreich an. „Das Schachspiel verbindet die Menschen; und wir sind glücklich darüber, mit dem Wittelsbacher Weihnachtsopen ein großartiges Event hierfür zu liefern.“, so Vorstand des SK Kelheim Helmut Kreuzer.

Der Turniersieg war bis zuletzt spannend. Als Favoriten stellten sich Vitali Promyhslyanskyy und der Jugendleiter des SK Kelheim Stephan Gießmann heraus, welche bis zu ihrem Aufeinandertreffen in der 6. Runde ungeschlagen waren. Dieses Match wurde hart umkämpft, gegen Ende hatten beide Spieler knapp 2 Minuten Restzeit, und endete mit Remis, nachdem alle Figuren außer den Königen geschlagen wurden. „Ich brauche jetzt zwei Tage, bis ich wieder normal funktioniere“, äußerte Gießmann nach der Partie.

In der letzten Runde spielte Promyhslyanskyy Remis, wonach Gießmann durch einen Sieg gegen seinen Vereinskameraden Max Eibl das Turnier klar gewinnen konnte. Dies gelang ihm jedoch nicht, und Gießmann belegte den dritten Platz, hinter Eibl als zweiten und Promyhslyanskyy als Turniersieger.

Natürlich will der Schachklub auch die Gewinner der anderen Preise aus dem 4000 – Euro – Preisfond nicht unterschlagen: Beste Dame wurde die ehemalige Kelheimerin Petra Loebel (Noris-Tarrasch) vor Anne Lukas (SK Gernsheim) mit je 4 Punkten. Bester Spieler unter 18 Jahren wurde Julian Kranz (Hohenems/AUT) mit 5,5 Punkten. Im Gesamtturnier belegte er den 7 Platz, eine beachtliche Leistung. Die Seniorenwertung gewann Reinhard Blodig (TV Riedenburg) mit 5 Punkten, Elfter in der Gesamtwertung. Beste Mannschaft wurden die Kelheimer selbst. Gratulation an alle Gewinner!

Die diesjährige Neuerung stellte das Nebenturnier dar, an dem nur Spieler mit einer Wertungszahl unter 1300 DWZ teilnehmen durften. Es war speziell für Hobbyspieler und jüngere Teilnehmer gedacht. Dessen Sieger stand schon im voraus fest: mit 6 Punkten nach sechs Runden ließ der Kelheimer Newcomer Florim Haxhija die Konkurrenz hinter sich zurück, selbst eine Niederlage in der letzten Runde gegen den Zweitplatzierten konnte ihn nicht mehr vom Thron stürzen.

„Mittlerweile hat das Wittelsbacher Weihnachtsopen ja schon Tradition“, sagte Bürgermeister Horst Hartmann bei der Siegerehrung. In der Tat schaut der Verein bereits auf das fünfte Open im nächsten Winter, und hofft, noch eine Vielzahl dieser Turniere auszurichten.

Die Visiere werden hochgeklappt

4.Wittelsbacher Schach-Open steuert auf erneute Rekordteilnehmerzahl zu

Unmittelbar vor Ablauf der Voranmeldefrist zum diesjährigen „4.Wittelsbacher Weihnachts-Schach-Open“ zeigen sich die Kelheimer Schachspieler rundum zufrieden.

„Unser Turnier in wirklich tollem Ambiente hat sich unter Schachfreunden aus Nah und Fern herumgesprochen“, so Vorstand Helmut Kreuzer. „Bereits vor Ablauf der offiziellen Voranmeldefrist liegen wir gleichauf mit der Teilnehmerzahl des Vorjahres“, so Kreuzer weiter, „und erfahrungsgemäß sind die Tage unmittelbar vor Turnierstart die geschäftigsten. Da gibt es nochmals eine Welle von Anmeldungen. Selbst am eigentlichen Turniertag trafen in den vergangenen drei Turnieren noch zahlreiche Kurzentschlossene ein, so dass wir berechtigte Hoffnung auf eine neue Rekordteilnehmerzahl haben“.

Erstaunlich ist in diesem Jahr, dass sich bereits vorab Titelträger registrieren. Internationale Meister und Großmeister zahlen kein Startgeld, es reicht also völlig aus, wenn sie zum Turnierstart ihre Teilnahme verkünden. In den vergangenen Jahren wählten einige der „Big Shots“ diese Variante, wohl um einer ausführlichen Analyse ihrer Partien durch die Konkurrenz bereits von zu Hause aus auszuweichen.

Momentan wird das Teilnehmerfeld vom ukrainischen Internationalen Meister Alexander Belzeky (FC Bayern München) vor Großmeister Mikail Ivanov (SF Bad Mergentheim) angeführt.

Doch auch die Kelheimer schicken durchaus ambitionierte Spieler ins Rennen. Mit Prof. Martin Kreuzer geht ein Kelheimer Lokalmatador und FIDE-Meister als derzeit Ranglisten-Vierter ins Rennen. Mit den beiden Kelheimer Jugendleitern Stephan Gießmann, Constantin Blodig, sowie mit Max Eibl befinden sich weitere drei Kelheimer unter den Top Ten. Conny Blodig besiegte am letzten Wochenende in der Bayernliga einen gestandenen Großmeister in sehr souveräner Manier und freut sich auf die starke Konkurrenz. „Es ist einfach toll, dass wir in Kelheim die Gelegenheit haben, ein Top Turnier zu spielen“, so der Kelheimer Jugendtrainer.

Ein Novum stellt in diesem Jahr die Austragung eines Begleitturniers für Spieler mit geringer Leistungszahl dar. „Die Idee, dass gerade auch schachbegeisterte Kinder und reine Hobbyspieler in einem für sie geeigneten Turnier um Preisgelder kämpfen können, ist voll angenommen worden“, so der Kelheimer Jugendleiter Stephan Gießmann. „Wir haben zum Beispiel vier Jugendliche vom TV Tegernsee im B-Open, die sich alle für unser Turnier entschieden haben. Mit der Aufstockung des Preisfonds für A- und B-Open auf insgesamt 4000 € vor allem im Bereich der Wertungszahlen wollten wir unsere Veranstaltung für ambitionierte Amateurspieler in unserer Spielstärke noch attraktiver machen. Ich denke, dies ist uns gelungen“.

Start des Turniers ist Sonntag, 27.12.2015 um 10 Uhr im Ludwigsaal des Wittelsbacher Hofs in Kelheim. Am darauffolgenden Mittwoch, 30.12.2015 ehrt der 1.Bürgermeister der Stadt Kelheim, Herr Horst Hartmann die Sieger des Opens um 14:30 Uhr.

Ein zweites Weihnachten für Schachspieler

Zum vierten Mal in Folge veranstaltet der Schachklub Kelheim diesen Dezember vom 27.12. bis zum 30. 12. 2015 das Wittelsbacher Weihnachtsopen. Als eines der größten Turniere der Region bringt es sogar internationale Meister nach Kelheim.

Die Vorbereitungen sind in vollem Gange, um alles für das Turnier herzurichten. Mehrere Schachbretter und Uhren werden vom Schachverband Oberpfalz geliefert, damit der Ludwigssaal des Wittelsbacher Hofs für die 170 erwarteten Teilnehmer vorbereitet ist. 80 Personen haben sich schon angemeldet, bereits deutlich mehr als zu diesem Zeitpunkt im letzten Jahr. Der hohe Andrang veranlasste den SKK dazu, dieses Jahr zum ersten Mal eine Obergrenze festzusetzen. „Die heiße Phase beginnt jetzt“, sagt Vorstand Helmut Kreuzer.

Wie im letzten Jahr stellt der Wittelsbacher Hof, das Stammlokal des Schachklubs, seine Räume zur Verfügung und sorgt für hervorragende Verpflegung. Besonders ist das Voucher-system: Die Spieler können für 12 Euro pro Tag ein Ticket erwerben und sich dann kostenlos Getränke und Snacks vor dem Turniersaal holen. So wird verhindert, dass Bedienungen die Konzentration der Teilnehmer stören, wenn sie abkassieren oder Getränke bringen würden.

Falls sie sich fragen, wie so ein Turnier abläuft, hier ein kurzer Überblick: Die Spieler finden sich morgens im Turniersaal ein und spielen zwei von insgesamt sieben Partien, zwischen denen eine Mittagspause liegt. Maximal dauert ein Match 5 Stunden, wobei die Spieler nicht an den Brettern verweilen müssen, während der Gegner am Zug ist, sondern sich frei im Turnierareal bewegen können. Man kann beispielsweise die Partien der Vereinskameraden begutachten oder sich ein Getränk holen. Gegen Ende wird es oft hektisch, denn fällt bei einem Spieler die Zeit, verliert er die Partie. Nach dem Kampf gehen die Konkurrenten meist noch in den Analyse-raum, um über Varianten und Verbesserungen zu diskutieren. Für die nächste Runde bekommt man einen Gegner, der ungefähr gleich viele Spiele gewonnen hat.

Zuständig für die Turnierleitung sind drei hochklassige Schiedsrichter: FIDE – Schiedsrichter Dr. Ulrich Hiemer und die Nationalen Schiedsrichter Simon Pernpaintner und Ralf Käck aus Kelheim. Ihre Hauptaufgabe ist neben dem Turnier selbst unter anderem die Auswertung der Partien und Auslosung der Paarungen.

Zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas: Im Preispool von insgesamt 4000 Euro ist für jeden etwas dabei: Nicht nur die ersten fünf Spieler erhalten etwas, sondern es gibt weitere Preise nach Wertungszahl, Alter und Platzierung der gesamten Mannschaft, also vier Spielern desselben Vereins. Der Turniersieger erhält 1000 Euro, welche natürlich stark umkämpft sind. So stand letztes Jahr der Gewinner nach der letzten Runde nicht fest, erst nach einem hoch brisanten Stichkampf mit nur fünf Minuten stand Großmeiser Egor Krivoborodov vor internationalem Meister Vojitech Plat als Turniersieger fest, welche sich die Preise letztlich teilten.

Eine große Neuerung stellt das Begleitturnier für Personen mit einer Wertung von weniger als 1300 Punkten dar. Der Gedanke dahinter ist, dass viele Eltern im Hauptturnier mitspielen, ihre Kinder aber bei der starken Konkurrenz überfordert wären. So können sie sich mit gleichstarken Hobbyspielern messen und Turniererfahrung sammeln. Doch auch im Begleitturnier gewinnt der Erstplatzierte 150 Euro.

Der ganze Verein schaut erwartungsvoll auf das Turnier. „Wir freuen uns darauf, viele begeisterte Schachspieler im schönen Kelheim zu begrüßen. Der Saal bietet hervorragende Turnierbedingungen und wir hoffen auf weiterhin erstklassige Schachunterhaltung in den Weihnachtsferien!“, verspricht Helmut Kreuzer. „Für mich ist das Wittelsbacher Open immer einer der Höhepunkte jeder Saison. Gegen einen Großmeister zu spielen ist immer eine Bereicherung, selbst wenn man am Ende verliert.“, so Jugendspieler Johannes Obermeier.

Zuschauer sind herzlich eingeladen, also falls sie sich hochklassige Schachspiele live ansehen wollen, kommen sie einfach im Wittelsbacher Hof vorbei, der SKK freut sich über jeden Interessenten! Interessierte Teilnehmer können sich an den Vorstand unter 1.Vorsitzender@schachklub-kelheim.de wenden.

Stephan Gießmann ist Oberpfalzmeister 2015 im Schnellschach

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Am heutigen Sonntag war Kelheim Austragungsort der diesjährigen Oberpfälzer Einzelmeisterschaft im Schnellschach. 26 Spieler aus dem Bezirk hatten sich für diesen Wettbewerb nach Kelheim auf den Weg aufgemacht, um den diesjährigen Champion zu krönen.

Am Ende der sieben Runden nach „Schweizer System“ (nach Möglichkeit werden stets etwa punktgleiche Gegner gelost) mit einer Bedenkzeit von 25 Minuten pro Spieler und Partie gab es einen souveränen Erfolg eines Lokalmatadors: Der Kelheimer Jugendleiter Stephan Gießmann, der erst in der vergangenen Woche für sein 20-jähriges „Dienstjubiläum“ als Übungsleiter durch den BLSV mit der goldenen Ehrennadel mit Kranz geehrt worden war, setzte sich mit 7:0 Punkten durch.

„Ich freue mich natürlich über den für mich perfekten Verlauf“, so Stephan Gießmann, „hinterher schaut es dann immer einfacher aus als es war.“

Dass der Kelheimer Jugendleiter damit den Nagel voll auf den Kopf traf, zeigt die Drittplatzierung von Roland Gruber von Zweitbundesliga-Absteiger Post/Süd Regensburg, den Gießmann im direkten Duell in die Knie zwingen konnte. Als Zweitplatzierter kam Reinhard Blodig vom Nachbarverein TV Riedenburg über die Ziellinie.

Vorstand Helmut Kreuzer bedankte sich bei der Siegerehrung bei allen Aktiven, die dazu beitrugen, dass diese Meisterschaft stark besetzt war und bei Schiedsrichter Simon Pernpeintner, der das Turnier souverän leitete.

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Ein Sahne-Spieltag für den Schachklub Kelheim 1920

Die dritte Runde der Saison brachte für den Schachklub Kelheim die herbeigesehnte Initialzündung: An einem für unseren Verein perfekten Spieltag gewannen alle vier Kelheimer Seniorenmannschaften in ihren Ligen.

In der Bayerischen Oberliga musste Kelheim 1 als Liga-Neuling beim Absteiger der 2.Bundesliga, der Post/Süd Regensburg antreten. Beide Teams gingen in Bestbesetzung an die Bretter, wodurch den Domstädter mit einem über 100 Punkte besseren Wertungszahlschnitt ganz klar die Favoritenrolle zukam.

Allerdings ließ sich Kelheim 1 durch die nominelle Unterlegenheit in keiner Weise einschüchtern, sondern erspielte sich im Laufe eines spannenden Wettkampfes immer mehr Vorteile.

Nach Unentschieden von Spitzenbrett Prof. Martin Kreuzer und Holger Seidenschwarz waren es Klaus Frieser mit einem tollen Erfolg gegen eine FIDE-Meister und das Kelheimer Brett 2 Christian Maurer mir einem Sieg gegen einen Internationalen Meister, die den Weg zum Erfolg ebneten. Weiteren Unentschieden von Constantin Blodig und Stephan Gießmann folgte ein weiterer Erfolg von Teamkapitän Helmut Kreuzer. In der letzten ausstehenden Partie wehrte Max Fuhrmann alle Gewinnversuche seines Gegners geschickt ab und erzielte ein Remis.

„Ich hätte nie gedacht, dass wir heute einen schlichtweg sensationellen Tag erwischen“, so Vorstand Helmut Kreuzer.

Bevor gegen SG Post/Süd Regensburg 2 die Uhren gestartet wurden, stand es bereits 1:0 für die zweite Kelheimer Mannschaft , denn das 8. Brett der Regensburger war nicht besetzt. Mit der guten Ausgangslage willigte Stephan Baur bei gleicher Stellung in ein Remis ein. In der zunächst besseren Stellung von Fritz Eichenseer übersah er einen Trick und musste die Waffen strecken, Ausgleich. Michael Singer kam im Mittelspiel unter Druck, konnte sich aber gut behaupten, bis sich ein Fehler in der Zeitnot einschlich. Trotz der guten Ausgangslage stand es nun 1,5:2,5 für Post/Süd. Obwohl Pascal Grafl eine Quali gewinnen konnte, dauerte es doch lange, bis er endlich den ganzen Punkt sein Eigen nennen durfte. In einer spannenden Partie gewann Tobias Schindler im Mittelspiel die Oberhand und spielte in eigener Zeitnot seinen Gegner k.o.. Eine weitere Höchstleistung des aufstrebenden Jugendtalents! Neuer Zwischenstand 3,5: 2,5

Hans-Dieter Steibl an Brett 2 machte es spannend. Bei ausgeglichener Stellung opferte er einen Springer gegen zwei Bauern, blieb aber trotz des gegnerischen Materialvorsprungs und dem Stellungsdruck locker und sammelte im Endspiel einfach alle gegnerischen Bauern mit seinem König ein, was zu einem Remis führte.

An Brett 1 spielte die Kelheimer „Festung“ Heinrich Maurer, der in einer tollen Partie den Gegner nie wirklich ins Spiel kommen ließ. Als er im komplizierten Läufer gegen Springer-Endspiel angelangt war, hatte er einen Mehrbauern. Durch geschicktes Manövrieren des Läufers war es ihm möglich, noch mehr Bauern des Gegners einzusammeln. Der sah nun ein, dass Heinrich ihm an diesem Tag keine Chance gelassen hat.

Durch eine starke Mannschaftsleistung stand es am Ende 5-3 für Kelheim 2.

Ebenso spielte die dritte Kelheimer Mannschaft gegen SF Tegernheim, die mit den Spielern 1 bis 8 im Mannschaftspass optimal aufgestellt waren. Der Kampf begann mit einem Sieg von Max Eibl am Spitzenbrett, welcher seinen Gegner nach knapp einer halben Stunde vom Brett fegte. Ein Remis später gewann Eva Engl geschickt eine Figur und holte einen weiteren Punkt, wonach sie mit 3 aus 3 immer noch ungeschlagen ist. Mannschaftsführer Thomas Karl spielte dann etwas unglücklich Remis. Anschließend gewann Wolfgang nach einem Rückschlag souverän und sicherte das 4-4.

Emanuel Sitkas Gegner konnte sich nach einer nervenaufreibenden Partie gerade noch in ein Dauerschach retten, was trotzdem zum Sieg reichte. Endstand nach Verlust der letzten Partie: 4,5-3,5 für Kelheim! Nach Thomas Karl: „Das Ergebnis war zwar knapp, aber absolut verdient.“

Ohne Niederlage besiegte auch die vierte Kelheimer Mannschaft den SC Sinzing. 4 Siege und 4 Unentschieden führten zu dem überzeugenden Endstand von 2-6. „Den Abstieg haben wir in dieser Saison nicht mehr zu befürchten“, stellt Mannschaftsführer Max Rösch überzeugt fest.

Zuletzt trafen sich alle Teams zu einem gemeinsamen Essen am Nachmittag. Thomas Karl bemerkt rückblickend: „Wenn man sich das Gesamtergebnis des gestrigen Spieltags ansieht, erkennt man, wie viel Potential die Kelheimer Mannschaften innehätten, wenn sie in Bestbesetzung spielen.“

 

Großer Heimkampf in Kelheim

Am Sonntag, den  25. 07. 2015, trafen vier Kelheimer Mannschaften im Wittelsbacher Hof auf starke Konkurrenten.
Gegen Kareth 1 am Sonntag hatte die erste Mannaschaft eigentlich keinen schlechten Kampf, aber am Ende fehlte ein wenig das Quäntchen Glück, dass man bei einem Kampf auf Augenhöhe eigentlich braucht. Nach der Eröffnung war eigentlich nur Heinrich Maurer in Bedrängnis, die anderen Partien standen recht gut.. Klaus Frieser hatte nach der Eröffnung eine aussichtsreiche Stellung erreicht, übersah dann aber einen taktischen Schlag und geriet entscheidend ins Hintertreffen. Vorstand Helmut Kreuzer hatte in der Vorausberechnung in einer positionell schwierigen Stellung einen Abwehrzug nicht eingeplant und geriet damit auch in Rückstand. Mit der Niederlage von Heinrich und von Stephan Gießmann war der Kampf 3-5 gelaufen.
Helmut Kreuzer sag selbst: „Die Art und Weise unseres Kampfes war durchaus geeignet, für den weiteren Verlauf der Saison hoffnungsvoll zu bleiben, dass es mit dem sehr großen Ziel Klassenerhalt klappt.“
Beim Großheimkampf musste die 2. Mannschaft gegen Kareth – Lappersdorf 2 ran. Nach gutem Start mit einem Sieg von Eva Engl folgte ein Remis von Manfred Renner. Leider schwang der Vorteil nach 2 Niederlagen um. Hans-Dieter Steibl gewann an Brett 1 souverän gegen einen FM.

Zwischenstand: 2,5-3-5. Martin Blodig konnte ein sehr wackliges Turmendspiel durch konsequentes Vorgehen Remis halten. Nachdem Mannschaftsführer Sebastian Arnold  nach ganzen 6 Stunden nur ein Remis erreichte, war die knappe Niederlage 3,5-4,5 besiegelt. Arnold ist nicht entmutigt:  „Nach der Niederlage in Weiden hat die Mannschaft heute viel Kampfgeist gezeigt, letztendlich fehlte nur ein kleines Bisschen Glück.“

Das selbe Ergebnis musste leider auch die Dritte teilen. Gegen den DJK Regensburg Nord geriet die Mannschaft früh in einen 3,5 zu 1,5- Rückstand. Alle verbleibenden Bretter hätten nun siegreich sein müssen. Geduldig sicherte sich Florian Bartmann in einem gleichen Spiel einen entscheidenden Vorteil, den er erst nach mehreren Stunden zum wohlverdienten Sieg verwertete. Auch das Nachwuchstalent Cornelius Mühlich zeigte Ausdauer: Wie eine Schildkröte wartete er darauf, dass sein Gegner einen Fehler macht, und als es soweit war, schnappte er zu und gewann eine Figur und die Partie. Dass es dann leztendendes nicht reichte, enttäuscht den Mannschaftsführer Thomas Karl, doch bleibt er zuversichtlich: „Es besteht keine Chance, dass wir absteigen, und um den Aufstieg kämpfen wir auch noch mit!“

Von einem frühen Rückstand ließ sich die vierte Mannschaft gegen Kareth – Lappersdorf III nicht auffhalten: FIDE – Schiedsrichter Ralf Käck gewann souverän am zweiten Brett, genauso wie Nachwuchsspieler Julian Fritsch, und Florim Haxija, der seinen 200 Punkte stärkeren Gegner geschickt ausspielte. Besonders sehenswert war der Kampf von Christine Grafl an 3: In einer umkämpften Stellung schafft sie es, ihren eigenen König über das halbe Brett hinweg zu verteidigen und gleichzeitig den feindlichen Machthaber hinter seinen eigenen Bauern einzudrängen und Schachmatt zu setzen. Der 3-5 – Sieg war wohlverdient und hilft der Aufstiegsmannschaft, in der Liga Fuß zu fassen.

 

Unsere Jugend im Einsatz

Am Samstag startete unsere 2. Jugendmannschaft in die neue Saison. Beim Auswärtsspiel gegen Bavaria Regensburg 4 konnte unsere Truppe in der Besetzung Raphael, Stefan, Jannik und Jakob 3:1 gewinnen. Hier noch ein kurzer Bericht von MF Martin (Danke für die Betreuung):

„Jannik konnte gleich in der Eröffnung einen Läufer seines Gegners fangen. Nach unterschiedlichen Rochaden hatte er leichtes Spiel beim Angriff und gewann seine Partie auf Brett 3. Stefan kam mit seinem König nicht aus der Mitte und musst sich deshalb seinem Konkurrenten geschlagen geben. Nachdem Jakob am 4. Brett sich irgendwann dazu durchrang mal den gegnerischen König anzugreifen, endete es bereits sechs Züge später mit einem hübschen Matt ;). Raphael entdeckte am Spitzenbrett nach langer Spielzeit den Fehler seines Gegenübers und vervollständigte das Ergebnis zum 3:1 für uns.“

Am Sonntag spielte unsere 5. Erwachsenmannschaft ihren ersten Heimkampf gegen die Schachfreunde aus Tegernheim. Leider konnte unsere Truppe nur ein 0,5 zu 4,5 erreichen, obwohl sowohl Moritz an Brett 3 als auch Jannik an Brett 2 gute Siegchancen hatten und auch Jakob und Stefan gute Partien spielten. Mannschaftsführer Daniel holte den einzigen zählbaren Erfolg für uns. Trotz der Niederlage Kompliment für die schönen Partien und den Kampfgeist unserer Jugend. Am nächsten Spieltag wird sicher auch die gute Spielleistung in Punkte umgemünzt.

Nächste Woche startet dann unsere 3. und 4. Jugendmannschaft in die Saison.