Gemischter Auftakt der Kelheimer Schachteams in die neue Saison

„Zweite“ in der Oberpfalzliga siegreich / „Dritte“ und „Vierte“ verlieren in der Bezirksliga Süd

Am vergangenen Sonntag wurde für den Schachklub Kelheim 1920 die neue Spielzeit 2017/18 mit einem Dreifach-Heimkampf eingeleitet.

Im Kelheimer Hotel Dormero empfing Kelheim 2 in der Oberpfalzliga die zweite Mannschaft von Oberligist SG Post/Süd Regensburg.

Bereits in der Anfangsphase der Begegnung überrannte Neuzugang Jakob Waldmüller an Brett 8 seinen Gegner und brachte Kelheim in Front, ehe Mannschaftskapitän Bernhard Schmid sowie Fritz Eichenseer in Remis einwilligten.

Kurz vor der ersten Zeitkontrolle nach vier Stunden beendete Pascal Grafl seine souverän geführte Partie siegreich und Kelheim schien dem Mannschaftserfolg nahe. Doch leider übersah Florian Bartmann nach einem glanzvoll geführten Angriff eine Finte seines Gegners und stand am Ende mit leeren Händen da, ebenso wie Johannes Müller, der ein schwieriges Endspiel nicht halten konnte. „Es schien beinahe, als würde uns noch die Butter vom Brot genommen“, so Neuzugang und Mannschaftsführer Schmid, „doch am Ende zeigten unsere Spieler keine Nerven“. Dr. Hans-Dieter Steibl steigerte nach einem strategischen Opfer stetig den Druck auf den Gegner, bis dieser schließlich unter der Last zusammenbrach. In der ausstehenden Partie war es dann dem Kelheimer Nachwuchstalent Cornelius Mühlich beschieden, den Heimerfolg unter Dach und Fach zu bringen. „Ich freue mich über eine starke Teamleistung und einen gelungenen Auftakt in die Saison“, so der Kelheimer Kapitän Schmid.

Eine Liga erwischten hatten Kelheim 3 und Kelheim 4 in der Bezirksliga Süd gleich zwei Hammerlose in Runde eins. Gegen Bavaria Regensburg 3 unterlag die neuformierte Mannschaft von Kelheim 3 mit 5,5:2,5, während Kelheim 4 gegen die Spielgemeinschaft Reidenburg/Saal, einem der Ligafavoriten, deutlich mit 0,5:7,5 unter die Räder kam.

„Die Niederlage in dieser Höhe ist natürlich schon deutlich“, so der Teamkapitän von Kelheim 4, Johannes Obermeier. „Aber mit meiner jungen Truppe ist es wichtig, dass wir ruhig bleiben und versuchen, uns über die gesamte Spielzeit zu steigern.“

Die erste Mannschaft des Schachklubs startet am 22.Oktober im Kelheimer Hotel Dormero in die neue Spielzeit der Landesliga Nordbayern. Gast in Kelheim ist dann Aufsteiger SV Würzburg, Spielbeginn ist 10:00 Uhr.

Schachklub Kelheim mit Platz 3 beim Bayern-Pokal / Garching gewinnt Wettbewerb

Ein Platz auf dem Siegertreppchen war dem Schachklub Kelheim im Bayerischen Mannschaftspokal auch heuer vergönnt, doch leider konnten die Kelheimer nur das „Kleine Finale“ für sich entscheiden und verpassten knapp die Qualifikation für die K.O.-Spiele auf deutscher Ebene.

Nachdem vor zwei Wochen gegen Schweinfurt im Viertelfinale die Qualifikation für die beiden Finalrunden gemeistert worden war, hatte Kelheim als diesjähriger Ausrichter den Zweitbundesligisten SC Garching, Landesligist Gröbenzell und Bezirksligist SG Sonneberg zum finalen Showdown ins Kelheimer Hotel Dormero geladen.

Und wie im Vorjahr erwischte Kelheim zum Halbfinale gleich das Hammerlos Garching, die mit einer Frauengroßmeisterin, einem Internationalen Meister und zwei FIDE-Meistern als Turnierfavorit in den Wettkampf gingen.

„Letztes Jahr haben wir ebenfalls gleich im Halbfinale Garching erwischt und konnten sie ziemlich überraschen ausschalten“, so Vereinsvize und Teamkapitän Stephan Gießmann. „Das bedeutete dann die Qualifikation für die Deutsche, und das war natürlich weiterhin unser Ziel“.

Gegen die nominell starken Garchinger hielt Kelheim bravourös und mit viel Leidenschaft dagegen. Spitzenbrett Prof.Martin Kreuzer remisierte nach dynamischem Verlauf gegen IM Christian Köpke. Zu diesem Zeitpunkt hatte Kelheim Oberwasser, da Stephan Gießmann gegen FM Volker Seifert eine sehr verheißungsvolle Stellung erreicht hatte. Jedoch lief er in den Wirren der Zeitnot in einen taktischen Gegenschlag, wodurch er ins Hintertreffen geriet und schließlich aufgeben musste. An Brett 4 gewann Helmut Kreuzer gegen FM Claus Pitschka in Zeitnot in einem taktischen Schlagabtausch einen Bauern, den er sicher in einem Springerendspiel zum Sieg verwertete. Doch in der ausstehenden Partie hatte Christian Maurer gegen die Nationalspielerin GM Elena Levushkina Material eingebüßt, so dass er in einem chancenlosen Endspiel landete und schließlich zum 1,5:2,5-Endstand aufgeben musste. „Natürlich ist es keine Schande, gegen eine Zweitbundesliga-Mannschaft auszuscheiden“, so Kapitän Gießmann, „aber gerade in so einem Match trauert man natürlich dem durchaus möglichen erneuten Big Point ein wenig nach“.

„Kleines Finale dahoam“: Sonneberg gegen Kelheim im Spiel um Platz 3

Am Sonntag traf Kelheim im „Kleinen Finale“ dann auf die SG Sonneberg, die tags zuvor klar gegen Gröbenzell mit 0,5:3,5 den Kürzeren gezogen hatte. Kelheim war vom Papier her zwar klar favorisiert, jedoch gestaltete sich die Begegnung lange Zeit ziemlich zäh. Erst nachdem Spitzenbrett Prof.Kreuzer seine Partie für sich entschieden hatte, schien der Widerstand der Thüringer, die im Schachverband Oberfranken spielen, nachzulassen. Die Kelheimer hatten zwar noch kleine Vorteile in den drei Endspielen, jedoch überschritten alle drei Partien von Johannes Müller, Helmut Kreuzer und Stephan Gießmann die Remisbreite nicht mehr, so dass der 2.5:1,5-Erfolg für Kelheim und somit Platz 3 im bayerischen Wettbewerb feststand.

Neuer Bayerischer Mannschafts-Pokalsieger ist der SC Garching, die im Finale gegen Gröbenzell mit 2,5:1,5 die Oberhand behielten.

Das Siegerteam des Bayerischen Mannschaftspokals 2017, der SC Garching: IM Köpke (2.v.l), WGM Elena Levushkina (3.v.l), FM Pitschka (Mitte), FM Seifert (2.v.r.) umrahmt von den beiden Referees Simon Pernpeintner und Jan Englert

Der Schachklub Kelheim schreibt an einem neuen Sommermärchen

3:1-Heimerfolg im Bayerischen Mannschaftspokal Viertelfinale gegen Schweinfurt

Das Kelheimer Hotel Dormero war am gesterigen Sonntag Schauplatz eines sehenswerten Viertelfinales um den Bayerischen Mannschaftspokal. Als amtierender Oberpfalzmeister und als noch Bayerischer Vizemeister aus der Vorsaison hatte sich Kelheim für die K.O.-Runde der letzten acht qualifiziert und empfing den Bayernligisten SK Schweinfurt 2000.

Gegen die Unterfranken hatte sich Kelheim bereits im Vorjahr in einem dramatischen Duell durchgesetzt, doch dieses Jahr kamen die Gäste in noch stärkerer Besetzung mit ihren beiden Spitzenspielern, die beide FIDE-Meister sind, nach Kelheim. Kelheim stellte dieser Aufstellung vier Spieler seines Landesliga-Teams entgegen, und so war angerichtet für einen heißen Pokalfight.

Es entbrannte von Anfang an allen Brettern ein zäher positioneller Kampf. Trotz optischer Vorteile musste sich Heinrich Maurer an Brett 4 gegen Norbert Lukas am Ende mit einem Remis begnügen. Ein Brett vor ihm baute Holger Seidenschwarz seine Druckstellung gekonnt aus, bis er gegen Jaro Neubauer schließlich den vollen Punkt einfahren konnte. In trockenen Tüchern war der Kelheimer Erfolg dadurch aber noch lange nicht, da bei einem 2:2 Kelheim wegen der Berliner Wertung, bei der das vorderste Siegbrett zählt, aus dem Wettbewerb geflogen wäre.

An Brett 1 gelang es Stephan Gießmann gegen FM Harald Golda, in einem tückischen Endspiel alle Klippen zu umschiffen und die Balance zu halten. Nach fast fünf Stunden Spielzeit willigte sein Gegner in Unentschieden ein.

Fast zeitglich entschied dann Brett 2 Helmut Kreuzer gegen die Schweinfurter Nummer 1, FM Dr. Gabriel Seuffert seine Partie für sich. In einer strategisch komplizierten Partie gelang Kreuzer unter Druck ein Gegenschlag, der ihm Vorteile im Endspiel bescherte. Nach einer weiteren Stunde Spielzeit brach die Verteidigung seines Gegners schließlich zusammen, zum viel umjubelten Kelheimer Erfolg.

„Wir haben heute mit dem Bayernligisten Schweinfurt eine richtig harte Nuss geknackt“, so ein sehr zufriedener Teamkapitän Stephan Gießmann. „Wenn es klappt, dann holen wir das Halbfinale und Finale in drei Wochen nach Kelheim. Dann schreiben wir weiter am Pokalmärchen 2017“.

Lena Antczak ist Deutsche Vizemeisterin

Helmut Kreuzer erreicht bei Deutschem Pokalfinale guten 15.Platz

Zwar ist der Sommer im Schachsport nach Beendigung der Spielsaison traditionell die „staade Zeit“, nicht so jedoch beim Schachklub Kelheim: Vor kurzem wurde Lena Antczak in die Bayern-Auswahl der Damen berufen,  um die Farben des Freistaats bei der Deutschen Ländermeisterschaft im hessischen Braunfels zu vertreten. „Da Bayern im Vorjahr den Ländervergleich gewonnen hatte, durften wir mit zwei Teams starten“, so die Kelheimer Jugendleiterin. „Also wurde die Idee geboren, eine bayerische U23 ins Rennen zu schicken“.

Der Start in den fünfrundigen Wettbewerb war mit einem 4:4 gegen Sachsen eher verhalten, doch dann gelang ein 4:4 gegen die erste Mannschaft aus Bayern, den Titelverteidiger. In Runde 3 setzte sich Bayern klar mit 5,5:2,5 gegen NRW durch, ehe ein weiteres Remis gegen Hessen erzielt wurde.“ In der letzten Runde waren wir auf Schützenhilfe von Bayern 1 angewiesen, aber wir haben mit 7:1 gegen Baden gewonnen und unseren Teil beigetragen“, so die Kelheimerin. „Am Ende hat es geklappt, und wir sind natürlich stolz auf unsere Leistung, vor allem weil wir als Junge Wilde den Stammachter aus Bayern überflügelt haben“. Den diesjährigen Ländervergleich gewann Baden-Württemberg.

Vereinsvorstand Helmut Kreuzer nahm vor kurzem an der Deutschen Pokalmeisterschaft in Niedernhausen bei Wiesbaden teil. In dem 5-rundigen Wettbewerb erzielte Kreuzer solide 2,5 Punkte und belegte am Ende mit Rang 15 einen Mittelfeldplatz. „Bei einer Deutschen Meisterschaft ist die Konkurrenz immer groß, ich bin zufrieden mit meinem Score“, so Kreuzer.

Bereits am kommenden Sonntag empfängt die 4er-Mannschaft des Vereins im Kelheimer Hotel Dormero das Team aus Schweinfurt. Als noch bayerischer Vizemeister der Vorsaison und frischgebackener Champion auf Oberpfalzebene hat sich Kelheim erneut für die K.O.-Spiele auf Bayernebene qualifiziert. „Wir freuen uns darauf, dass wir nun wieder überregional im Wettbewerb sind“, so Teamkapitän Stephan Gießmann. „Vielleicht gelingt ja wieder ein Ergebnis wie im Vorjahr“. Spielbeginn in Kelheim ist um 11 Uhr.

Pfingstausflug

Ganze 45 SKKler, Mamas, Papas und Schachfreunde waren mit in Haidenaab dabei. 13 Kinder und Jugendliche verbrachten die Nächte im Zelt. Auch von Gewittern mit Blitzen und Donner und starken Regenfällen ließen sich unsere Camper nicht beirren. Ist auch irgendwie mal interessant so ein Gewitter live mitzuerleben, v.a. wenn das Zelt dicht hält :-).

Im Selbstversorgerhaus gab es unter der Führung von Chefkoch Edi mit der Unterstützung der vielen fleißigen Helfer immer leckeres Essen. Für Samstag hatten wir uns den Ochsenkopf vorgenommen. Mit Sommerrodelbahn, Seilbahn und Wanderwegen war für alle was dabei. An den Skisprungschanzen gab es einige Nachwuchsluftakrobaten zu bestaunen.

In Weidener Thermenwelt konnten sich die Kinder am Sonntag richtig austoben. Mit Kletterwand, Sprungturm, Wildwasserkanal, Ballspielen und Rutsche war der Tag sehr kurzweilig. Montag nach dem Frühstück wurden die Zelte abgebaut und verstaut. Eine Gruppe besuchte noch das Automobilmuseum und den Fichtelsee. Wieder andere fuhren zum 3D-Schwarzlichtminigolf in Nürnberg.

Unser Ausflug war ein voller Erfolg und das Feedback war durchweg positiv. Ich wüsste keinen anderen Schachverein in Bayern der einen so großen Ausflug auf die Beine stellen würde (trotz größerer Mitgliederzahlen). Die ersten vorläufigen Anmeldungen für nächstes Jahr sind auch schon eingetrudelt. A propos – weiß jemand eine passende Jugendherberge/Schullandheim für kommendes Jahr? Bedanken möchte ich mich bei Helmut für die Organisation vor Ort, bei Küchenchef Edi, bei Familie Schels für’s Fahren vom Anhänger und Bereitstellen von ihrer Campingausrüstung.

Bayerische Blitzmeisterschaft endet mit Triumph der Turnierfavoriten

IM Maximilian Berchtenbreiter ist neuer Bayerischer Blitz-König

Kelheim war am Sonntag der Schauplatz eines wahren Blitz-Marathons: Im Hotel Dormero empfing der Schachklub Kelheim 35 Spieler aus dem ganzen Freistaat, um den diesjährigen Bayerischen Meister im Blitzschach zu ermitteln.

„Wenn bei so vielen Teilnehmern jeder gegen jeden spielt, dann zolle ich Ihrer Ausdauer großen Respekt“, so der 1.Bürgermeister der Stadt Kelheim, Horst Hartmann bei der Siegerehrung. In einem Rundenturnier mit 35 Runden wurde nach einer reinen Wettkampfzeit von sieben Stunden am Sonntag Abend der bayerische Blitz-König des Jahres 2017 gekürt.

Blick in den Turniersaal der Bayerischen Blitz-Einzelmeisterschaft im Kelheimer Hotel Dormero

Mit zwei Internationalen Meistern und sechs FIDE-Meistern im Teilnehmerfeld war diese Meisterschaft gut besetzt. Und es ging ordentlich zur Sache im Fünf-Minuten-Schach. „Am Ende der einzelnen Runden, wenn beide Spieler nur noch Sekunden auf der Uhr haben, steigt das Adrenalin der Kontrahenten schon merklich an und es wird leidenschaftlich um den Sieg gekämpft“, so der souveräne FIDE-Schiedsrichter Simon Pernpeintner vom Schachklub Kelheim, der die Veranstaltung leitete. „Das ist zwar Stress und Emotion pur, aber es gab keine Protestfälle und somit auch keine Verzögerungen im Zeitplan“.

Der bayerische Blitz-Champion des Jahres 2017, IM Maximilian Berchtenbreiter

Nach 35 hart umkämpften Runden schließlich stand das Endklassement fest: Der junge Internationale Meister Maximilian Berchtenbreiter von der SG Pang/Rosenheim holte sich als topgesetzter Spieler die Meisterschaft. Berchtenbreiter hatte das gesamte Turnier über in Front gelegen, musste sich aber starker Konkurrenz erwehren. In der Endtabelle gelang FIDE-Meister Dominic Wisnet vom SK Passau beinahe noch der Sprung nach ganz oben. Doch bei Punktgleichheit mit dem Turniersieger musste sich Wisnet wegen der schlechteren Wertung mit der Vize-Meisterschaft begnügen. Als Drittplatzierter sicherte sich der Internationale Meister und mehrfache bayerische Meister Thomas Reich vom FC Bayern München einen Platz auf dem Siegertreppchen.

Die neuen Blitzchampions IM Maximilan Berchtenbreiter (Mitte), FM Dominc Wisnet (2.v.r.) und IM Thomas Reich (2.v.l), geehrt durch Bürgermeister Horst Hartmann und Vereinsvorstand Helmut Kreuzer

Bester Kelheimer Spieler war der Vereins-Vize und amtierende Oberpfalzmeister Stephan Gießmann. „Ich bin zufrieden mit meinem Abschneiden“, so Gießmann, der einige Titelträger hinter sich lassen konnte. Vereinsvorstand Helmut Kreuzer, der den Ausrichter-Freiplatz bei diesem Qualifikationsturnier wahrgenommen hatte, landete auf Rang 18 und somit genau im Mittelfeld des Wettkampfes. „An einem Sahnetag wäre vielleicht eine Platzierung unter den Top Ten für Giesi oder mich drin“, so Kreuzer, „aber wir freuen uns, dass wir mit Abstand die besten Vertreter unseres Schachbezirks sind. Insgesamt hatten wir eine gelungene Veranstaltung und haben sicher Werbung für den Schachsport in Kelheim betrieben“.

Schachklub Kelheim feierte am Wochenende zwei Bezirkstitel

Kelheim gewinnt Vierer-Pokal / Klaus Frieser gewinnt Blitzentscheid der Senioren

Das zurückliegende Wochenende bescherte dem Schachklub Kelheim zwei weitere Titel auf Bezirksebene.

Am Sonntag gastierte mit Bezirksligist Mintraching die Überraschungsmannschaft des diesjährigen Oberpfälzer Vierer-Pokals zur Finalbegegnung in Kelheim. Als noch amtierender Bayerischer Vizemeister war Kelheim zwar nominell als Favorit in die Begegnung gegangen, doch man war gewarnt: „Es ist absolut kein Zufall, dass Mintraching im Finale steht“, so Vereinsvize und Teamkapitän Stephan Gießmann. „Die Mintrachinger haben in dieser Besetzung den Bezirkstitel im Schnellschach geholt. Als Matchplan war uns klar, dass wir heute alles abrufen müssen, denn mit einem FIDE-Meister, mit dem Topspieler der Bezirksliga und einem bundesligaerfahrenen Brett 3 unterstrichen die Gäste deutlich ihre Titelambitionen“.

Kelheim stellte vier Spieler der ersten Landesliga-Mannschaft entgegen. Schon bald zeichnete sich ein Duell auf Augenhöhe ab. Noch vor der ersten Zeitkontrolle nach vier Stunden hatte Conny Blodig an Brett 4 die aggressive Eröffnungsbehandlung seines Gegners Thomas Achhammer widerlegt und gewann. Doch am Spitzenbrett geriet Stephan Gießmann unter starken Druck seines Gegners Lennart Uphoff. Da kurze Zeit darauf Christian Maurer gegen FM Christoph Rother in ein Remis einwilligte, schien es, als könnte Kelheim wegen der Berliner Wertung im Falle eines 2:2, bei der das vorderste Siegbrett den Ausschlag gibt, sogar in Bedrängnis kommen. Doch Gießmann verteidigte sich fintenreich und wehrte eine Angriffswelle nach der anderen gekonnt ab, bis er schließlich in einem ausgeglichenen Endspiel landete und das Remis sicherte.

In der ausstehenden Partie versuchte Vorstand Helmut Kreuzer gegen Altmeister Alois Achhammer zwar, ein Damenendspiel mit Mehrbauern zu gewinnen, aber nach fast der vollen Spieldistanz von sechs Stunden musste er sich mit Remis zufrieden geben. „Das war heute ein hart erarbeiteter und gerade deshalb umso erfreulicher Titel“, so Kapitän Stephan Gießmann.

Am Samstag triumphierte Klaus Frieser bei der diesjährigen Senioren-Blitzmeisterschaft in Haselmühl. Frieser, der der Referent des Schachverbandes Oberpfalz für Seniorenschach ist, freute sich über eine starke Konkurrenz. „19 Starter sind meines Wissens Rekordbeteiligung“, so der langjährige Kelheimer Teamkapitän der ersten Mannschaft. „Nachdem ich meine 2,5 Verlustpunkte schon früh abgegeben hatte, hatte ich wenige Runden vor Schluss noch auf Rang fünf gelegen und nicht mit Titelchancen gerechnet. Doch ein verlustpunktfreier Schlussspurt, vor allem auch im direkten Duell mit Titelkandidaten, hievte mich am Ende sogar auf Platz 1“. Frieser setzte sich mit 16,5 Zählern und der besseren Wertung vor Lokalmatador Heinrich Däubler durch.

Kelheimer „Zweite“ verpasst Aufstieg / Kelheim 1 mit Platz 3 in der Landesliga Nordbayern

Am gestrigen Sonntag ging die diesjährige Spielzeit mit für Kelheim sehr ordentlichen Resultaten zu Ende. „Wir haben in dieser Saison alle unsere gesteckten Ziele erreicht“, so ein zufriedener Vereinsvorstand Helmut Kreuzer.

Finale Grande in Kelheim – zum Saisonabschluss gabs im Hotel Dormero einen Vierfach-Heimkampf

Die besten Chancen, das Sahnehäubchen auf eine starke Saison zu setzen, hatte Kelheim 2 in der Oberpfalzliga. Im direkten Fight um den Aufstieg gastierte der Tabellenzweite Weiden 07 im Kelheimer Hotel Dormero. „Bei so gleichen Teams sind es oft Kleinigkeiten, die über Erfolg oder Niederlage entscheiden, und heute sind leider ein paar Stellungen zu unseren Ungunsten gekippt“, so Team-Kapitän Dr. Reinhard Grafl. „So ist der Sport, man muss das akzeptieren. Aber wir sind trotzdem happy über eine starke Saison und greifen nächstes Jahr wieder an“.

Dr. Reinhard Grafl, Teamkapitän der Kelheimer „Zweiten“

Die erste Mannschaft des Vereins erzielte gegen Schwarz-Weiß Nürnberg Süd ein leistungsgerechtes 4:4 Unentschieden und sicherte sich mit Platz 3 der Abschlusstabelle einen Platz auf dem Siegerpodest. „In dieser ausgeglichenen Liga können wir mit dem Erreichten sehr zufrieden sein“, so Team-Kapitän Christian Maurer. „Vor allem die Landesliga-Debüts unserer Nachwuchsspieler Tobias Schindler und Cornelius Mühlich in dieser Saison waren Highlights für mich“. Mühlich konnte bei seinem Einstand in der „Ersten“ nach hartem Kampf seine Begegnung für sich entscheiden. Der Kelheimer Nachwuchsspieler kompensierte durch seinen Erfolg die Niederlage von Vorstand Helmut Kreuzer zur 4:4-Punkteteilung.

Nachwuchsspieler und Jugendcoach Cornelius Mühlich feierte ein erfolgreiches Landesliga-Debüt

In der Bezirksliga Süd setzte Kelheim 3 mit einem 4,5:3,5 gegen RT Regensburg 2 nochmals ein Ausrufezeichen. „Nachdem wir lange Zeit gegen den Abstieg gekämpft haben, tut dieser Erfolg zum Ende noch einmal richtig gut“, so Team-Kapitän Thomas Karl. „Mit 7:11 Punkten und Tabellenplatz 7 haben wir unser Soll erreicht“.

Die vierte Mannschaft des Vereins verlor ihre abschließende Begegnung mit 3,5:4,5 gegen Bavaria Regensburg 3 und landete mit 9:9 Zählern auf Rang 5 der Tabelle.

Kelheimer „Zweite“ übernimmt auf der Zielgeraden die Tabellenführung der Oberpfalzliga

Der achte und vorletzte Spieltag der Saison beschert dem Schachklub Kelheim 1920 durchweg positive Ergebnisse

Die erste Mannschaft des Schachklub Kelheim 1920  kam in der Vorschlussrunde der Landesliga Nordbayern beim Auswärtskampf in Bindlach 2 zu einem 4:4 Unentschieden. Gegen die Oberfranken wäre ein Sieg Voraussetzung gewesen, um noch theoretische Aufstiegschancen zu wahren. Nach Unentschieden von Spitzenbrett Stephan Gießmann und Holger Seidenschwarz an Brett 6 brachten Contantin Blodig an Brett 4 und Fritz Eichenseer an Brett 7 mit schönen Angriffssiegen Kelheim klar in Front. Doch die Bindlacher behielten an Brett 4 gegen Klaus Frieser und an Brett 2 gegen Teamkapitän Christian Maurer die Oberhand und egalisierten. In den beiden ausstehenden Endspielen hatte zwar Kelheim kleine Vorteile, jedoch überschritten die Partien von Helmut Kreuzer und Nachwuchsspieler Tobias Schindler nicht mehr die Remisbreite. Mit 10:6 Zählern rangiert Kelheim 1 auf Rang 4 der Tabelle.

Teil 1 des Unternehmens Aufstieg ist für Kelheim 2 erfolgreich absolviert. Beim Auswärtsspiel bei  DJK Amberg setzte sich die „Zweite“ mit 5:3 durch. Weil zugleich Spitzenreiter Weiden 07 gegen Tabellenschlusslicht DJK Regensburg überraschend Federn ließ, schob sich Kelheim 2 durch diesen Erfolg an die alleinige Tabellenspitze. Am 30.April kommt es folglich im Kelheimer Hotel Dormero zum großen Showdown „Erster gegen Zweiter“ um den Aufstieg in die Regionalliga Nord-Ost.

Eine Liga tiefer erzielte Kelheim 3 den erhofften Punktgewinn, um den Klassenerhalt in der Bezirksliga Süd praktisch zu sichern. Bei Tabellenführer Mintraching bot Kelheim 3 eine starke kämpferische Leistung und trotzte dem Liga-Primus ein 4:4 Unentschieden ab. Kelheim 3 steht somit auf Platz 8 der Tabelle, zwei Punkte vor möglichen Abstiegsrängen. Da aber die beiden hinter Kelheim 3 platzierten Teams noch gegen die beiden Topplatzierten der Liga spielen, sollte der Klassenerhalt nun unter Dach und Fach gebracht sein.

In der gleichen Liga setzte sich Kelheim 4 bei RT Regensburg 2 mit 4,5:3,5 durch und rangiert eine Runde vor Saisonschluss auf Platz 4 der Bezirksliga Süd.