Kelheimer Schachjugendliche erklimmen auf der Burg Trausnitz den Schachthron

Tobias Schindler in der U18 und Florian Gold in der U14 sind Oberpfalzmeister

Das erste Jugendturnier des Kalenderjahres im Schach ist traditionell die Oberpfalzmeisterschaft der Jugend, die vom 2. bis zum 5. Januar des neuen Jahres auf der Burg Trausnitz bei Pfreimd ausgetragen wurde.

60 Jugendliche in den Altersklassen U18, U16 und U14 trafen sich, um in einem Wettkampf über sieben Runden die neuen Champions zu küren.

In der U18 war der Kelheimer Tobias Schindler der Starter mit der höchsten Wertungszahl. „In Runde 4 musste ich mich gegen meinen schärfsten Widersacher, Vorjahressieger Tobias Brunner aus Nittenau, knapp geschlagen geben“, so der Kelheimer Nachwuchsspieler. „Aber abgerechnet wird zum Schluss und nicht schon zur Hälfte des Turniers“, so Schindler. Der Kelheimer spielte die restlichen drei Runden konsequent und gekonnt auf Erfolg, während sein Widersacher in Runde 6 strauchelte und verlor. Am Ende war Schindler mit 6 Zählern ein souveräner und verdienter neuer Bezirksmeister, mit einem halben Punkt Vorsprung. „Ich freue mich und bin stolz, dass ich heuer ganz oben auf dem Treppchen stehe und an Ostern zur Bayerischen Meisterschaft darf“, so Schindler.

Tobias_Schindler_OJEM2017

Der neue Champion der U18 in der Oberpfalz, Tobias Schindler

Sein Vereinskamerad Cornelius Mühlich erwischte in der U18 mit einem Auftakt-Remis und einer Niederlage in Runde zwei einen holprigen Turnierstart, kämpfte sich aber unbeirrt wieder an die Spitzengruppe heran. „Hätte ich in der letzten Runde gewonnen, so wäre ich sogar noch Zweiter geworden“, so Mühlich. „Leider fiel ich durch die Niederlage nach hartem Kampf noch auf Rang 7 zurück, was natürlich nicht schlecht ist. Aber wenn man nach einem solchen Turnierverlauf zum Schluss doch noch die Chance zum Vizemeister hat, ist man natürlich im ersten Moment schon enttäuscht“, so der Kelheimer Jugendspieler und Nachwuchstrainer.

In der U14 setzte Florian Gold, der in der zweiten Ferienwoche im Wittelsbacher Open das Begleitturnier gewann, den angetretenen Triumphzug fort. Mit 6,5 Punkten aus 7 Runden dominierte Gold die Konkurrenz deutlich und gewann mit einem Zähler Vorsprung die Meisterschaft. „Die letzten beiden Wochen hätten aus schachlicher Sicht für mich nicht besser laufen können“, so der strahlende Sieger Gold. „Mein großes Ziel ist es, nun auch bei der Bayerischen Meisterschaft ein Spitzenresultat zu erzielen“.

Florian_Gold_OJEM2017

Gold für Florian Gold: Am Kelheimer U14-Spieler führte im Titelrennen der OJEM 2017 kein Weg vorbei

Am letzten Sonntag der Ferien musste heute die Erwachsenen-Vierer-Mannschaft in Riedenburg antreten. Die Kelheimer setzten sich nach Siegen von Helmut Kreuzer und Constantin Blodig bei einem Remis von Stephan Gießmann knapp, aber verdient mit 2,5:1,5 durch, da Christian Maurer in Gewinnstellung die Zeit fiel.

Im Finale trifft Kelheim nun auf Mintraching, das überraschend Bavaria Regensburg aus dem Wettbewerb warf.

Parallel zu diesem 4er-Wettkampf spielt Kelheim auch noch im 4er-Pokal aus der Vorsaison mit. Als Bayerischer Vizemeister trägt Kelheim am letzten Januarwochenende im Kelheimer Hotel Dormero die Vorrunde der Pokal-Mannschaftsmeisterschaft auf Bundesebene aus. Am 28. und 29. Januar werden die Teams vom SV Röhrnbach, von EVS Nickelhütte Aue und vom SC Weiler im Allgäu in Kelheim antreten, um die Qualifikanten der deutschen Zwischenrunde auszuspielen.

5.Wittelsbacher Weihnachts-Open endet mit Sieg des Turnierfavoriten

Kelheimer Spieler dank starkem Finish in den Top-Platzierungen

Nach sieben harten Runden ging am vorletzten Tag des Jahres ein hart umkämpftes 5.Wittelsbacher Weihnachts-Schach-Open im Kelheimer Hotel Dormero zu Ende.

Im Hauptturnier setzte sich mit 6,5 Punkten der Turnierfavorit GM Maxim Turov aus St. Petersburg durch und holte sich 1000 € Siegprämie, die vom Hauptsponsor GKM ausgelobt waren, sowie den großen Siegerpokal.

Spiel_um_Platz1

Spannende Schlussphase: GM Maxim Turov (sitzend links) gegen IM Edin Pezerovic

Im Endspurt um Platz 2 gab es die erste kleine Überraschung aus Kelheimer Sicht: Prof. Martin Kreuzer gelang durch seinen Triumph in der letzten Runde über den mit 5 aus 5 furios ins Turnier gestarteten Lukas Schulz aus Forchheim noch der Sprung auf Platz 2. Schulz rutschte durch diese Niederlage auf Rang 5 und somit auf den letzten noch mit Preisgeld dotierten Rang des Klassements ab. Drittplatzierter unter den 128 Teilnehmern wurde Roland Gruber von der SG Post/Süd Regensburg, der sich durch einen Schlusssieg noch an Ferdinand Xiong (SC Vaterstetten) vorbeischob. Rang 4 des Teilnehmerfeldes ging an den lettischen IM Toms Kantans.

Den Preis für den besten Senior teilten sich Heinrich Maurer vom Schachklub Kelheim und Zdenek Bartonicek aus Kirchenlaibach. Beide Spieler hatten exakt die gleichen Punkt- und auch Wertungsergebnisse erzielt. Die Damenwertung ging an die gebürtige Saalerin Petra Loebel, inzwischen bei Noris Tarrasch Nürnberg. Die Jugendwertung ging an Eric Gabler von der SC Bavaria Regensburg.

Im Begleitturnier mit 24 Teilnehmern gab es eine weitere große Überraschung aus Kelheimer Sicht. Mit Nachwuchstalent Florian Gold setzte sich wie im Vorjahr ein Lokalmatador durch und gewann 150 € Preisgeld und den Siegerpokal. „Ich freue mich echt riesig, dass ein Kelheimer Eigengewächs das Begleitturnier gewonnen hat und hoffe sehr für dich, dass dieser Triumph für dich der Startschuss ist, im kommenden Jahr auch im Hauptfeld stark aufzutreten“, so Vorstand Helmut Kreuzer bei der Siegerehrung.

Anlässlich der Preisverleihung zollte der Kelheimer 1.Bürgermeister, Horst Hartmann, dem Verein großen Respekt für eine erneut gelungene Veranstaltung. „Man sieht, dass bei euch im Verein viele Leute zusammenhelfen, um so ein Event auf die Beine zu stellen. Es ist mir eine Freude, dass ich bei eurem Turnier die Preise an die Gewinner mit überreichen darf“.

Außerdem gratulierten der langjährige BLSV-Kreisvorsitzende Erich Schneider, Hoteldirektor Cristiano Gandra sowie die Vertreter Isabella Rath und Markus Zurwesten von GKM zusammen mit Vereinsvorstand Helmut Kreuzer den zahlreichen Gewinnern und zu Ehrenden und überreichten die Preise.

Sieger

Die strahlenden Preisträger des 5.Wittelsbacher Weihnachts-Schach-Opens in Kelheim

Es ist angerichtet für ein tolles Weihnachts-Schach-Open

5.Wittelsbacher Weihnachts-Open mit über 150 Teilnehmern startet nach den Feiertagen

Wenn der Kelheimer Schiedsrichter Simon Pernpeintner auf die Zeit nach den Weihnachtsfeiertagen gefragt wird, dann leuchten seine Augen: „Mit Ablauf der Voranmeldefrist haben wir nun mehr als 150 Teilnehmer für das 5.Wittelsbacher-Weihnachts-Open“, so Pernpeintner. „Damit erfüllen sich unsere optimistischeren Prognosen zur Teilnehmerzahl“.

Der Kelheimer Vorstand Helmut Kreuzer pflichtet ihm bei: „Die Teilnehmerzahl zeigt offenbar, dass die Schachfreunde aus Nah und Fern dieses Turnier schätzen und gerne nach Kelheim kommen“.

Wenn man Simon Pernpeintner nach seiner Einschätzung des Teilnehmerfeldes fragt, so gerät er ebenfalls ins Schwärmen. „Mit zwei Großmeistern, drei Internationalen Meistern und zwei FIDE Meistern ist der Wettkampf heuer top besetzt. Da wird es für die Kelheimer Starter sicher nicht leichter, die herausragenden Ergebnisse des Vorjahres zu wiederholen. Aber viel Feind, viel Ehr, wie man so schön sagt“, so der Kelheimer Referee mit einem Augenszwinkern.

Im Vorjahr hatten die Kelheimer Eigengewächse Max Eibl und Stephan Gießmann die Plätze zwei und drei belegt und bis zum Ende um den Turniersieg mitgespielt. Zusammen mit Fernschach-Großmeister und dem FIDE-Meister im Nachschach, dem Kelheimer Spitzenbrett Prof. Martin Kreuzer sowie Jugendleiter Constantin Blodig gewann Kelheim sogar den Team-Preis der vier besten Spieler eines Vereins. Und als Sahnehäubchen holte sich der Kelheimer Nachwuchsspieler Florim Haxija im Begleitturnier den Gesamtsieg und die 150 € Siegprämie

„Schauen wir mal, wie unser Verein als Ausrichter dieses tollen Schach-Events heuer mithalten kann, aber wir gehen mit fast allen Spielern der ersten Mannschaft an den Start“, so Vorstand Helmut Kreuzer. Es ist also angerichtet für ein großes Schach-Fest zum Ablauf des Kalenderjahres im Kelheimer Hotel Dormero!

Die Vorfreude auf das 5. Wittelsbacher Weihnachts-Schach-Open in Kelheim ist riesig

Bereits über 100 Anmeldungen für das internationale Open zwischen den Feiertagen

Die Fieberkurve für das größte Schach-Event des Jahres in Kelheim steigt. „Es ist schon ordentlich Dampf im Kessel, ich freue mich auf ein bestimmt wieder tolles Turnier“, so der Kelheimer Vorstand Helmut Kreuzer.

Bereits zum fünften Mal in Folge wird Kelheim der Austragungsort eines internationalen Schach-Turniers sein. „Alle Jahre wieder brauchen wir zuverlässige Rahmenbedingungen, um ein solches Event stemmen zu können“, so Chef-Organisator Ralf Käck. „Es freut uns total, dass auch die neuen Pächter, das Kelheimer Dormero Hotel, sofort ihre Unterstützung für unser Turnier signalisiert haben und es jetzt bald losgeht“, so Käck, der quasi „en passant“ auch FIDE Schiedsrichter ist und somit die höchste Referee-Qualifikation des Weltschachbundes FIDE vorweisen kann.

„Ich bin ab diesem Jahr der Chef-Organisator der Veranstaltung, da überlasse ich die Aufgaben für die Turnierdurchführung und das Schiedsgericht eher Uli und Simon“, so Käck weiter. Gemeint sind die beiden FIDE-Referees Dr.Uli Hiemer aus Erlangen, der dem Kelheimer Schachklub seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden ist, sowie dem Kelheimer Eigengewächs Simon Pernpeintner, der vor Kurzem durch den Bayerischen Landessportverband BLSV für 10-jähriges Engangement in der Kelheimer Schach-Vorstandschaft geehrt wurde.

„Mit insgesamt bereits 105 Registrierungen für Haupt- und Nebenturnier haben wir unser Minimalziel bereits erreicht“, so Ralf Käck. „Persönlich habe ich aber die Hoffnung, dass wir 150 Teilnehmer oder mehr begrüßen werden“.

Ein Novum ist heuer, dass mit der Firma GKM des Hotel-Inhabers Reinhard Listl ein Sponsor den Hauptpreis des Turniers übernimmt. „Ich habe mich total gefreut, als neulich in einem kurzen Gespräch Herr Listl seine Unterstützung angeboten hat“, so der Kelheimer Vorstand Helmut Kreuzer. „Das Turnier wurde bisher aus Startgeldern finanziert, der aufgelaufene Fehlbetrag kam dann aus Vereinsmitteln. Die Mitglieder unseres Vereins haben stets dafür plädiert, ein großes Schach-Turnier in Kelheim dauerhaft zu verankern, damit Kelheim vor allem für Spieler aus der Region als attraktiver Schach-Standort gestärkt wird. Mit 4000 € an Preisgeldern geht der Verein natürlich ein Risiko ein, wir freuen uns sehr, wenn auch die Nischensportart Schach durch Sponsoring Wertschätzung und Unterstützung erfährt“.

Angeführt wird die Rangliste der bisherigen Anmeldungen bislang vom jungen litauischen Internationalen Meister Toms Kantans, der bereits beim 1.Wittelsbacher Weihnachts-Open dabei war und in 2012 Drittplatzierter wurde. „Da FIDE Titelträger startgeldbefreit sind, haben wir die Hoffnung, dass sich unmittelbar zum Turnierstart noch der eine oder andere Titelträger anmeldet, um um die 1000 € Siegerprämie zu kämpfen“, so Ralf Käck.

Turnierstart im Kelheimer Hotel Dormero  ist Dienstag, 27.12.2016 um 10 Uhr, die Siegerehrung durch den 1.Bürgermeister der Stadt Kelheim, Horst Hartmann, findet am 30.12.2016 um 14:30 Uhr statt.

Maximale Punktausbeute für Kelheimer Teams am dritten Spieltag

Die ersten vier Erwachsenen-Mannschaften triumphieren in ihren Ligen

Der vergangene Sonntag hätte aus Kelheimer Sicht nicht besser verlaufen können. Der dritte Spieltag der laufenden Saison brachte im Hotel Dormero einen vierfachen Heimerfolg für die Kelheimer Schachteams.

In der Landesliga Nordbayern sagten die Gäste aus Bad Kötzting kurzfristig die Begegnung kampflos ab. „Natürlich hätten wir lieber gespielt, aber die zwei Punkte nehmen wir auch sehr gerne mit“, so Vereins-Vize und Spitzenspieler Stephan Gießmann. Durch den unerwarteten Punkteregen schiebt sich Kelheim 1 mit nun 4:2 Zählern auf den zweiten Tabellenplatz hinter Noris Tarrasch Nürnberg.

Die Kelheimer „Zweite“ hatte als Tabellenführer der Oberpfalzliga die zweite Mannschaft von Post/Süd Regensburg zu Gast. Die Gäste traten krankheitsbedingt nur zu siebt an, zeigten sich aber sehr kampfstark. Nach einem Auftakt-Remis von Manfred Renner widerfuhr Nachwuchsspieler Tobias Schindler ein taktischer Fauxpas, der die Partie kostete. Nach weiteren Unentschieden von Christine Grafl und Stephan Baur geriet Spitzenbrett Heinrich Maurer in einen Konter, so dass die Kelheimer sogar mit 2,5:3,5 ins Hintertreffen gerieten. Doch nach beinahe der vollen Spielzeit von sechs Stunden gewann Johannes Müller spektakulär, ehe Teamkapitän Sebastian Arnold die hartnäckige Verteidigung seines Gegners durchbrechen konnte.

„Mit 6:0 Punkten nach drei Runden haben wir einen Traumstart in die Saison hingelegt“, so der Spielführer von Kelheim 2. „Man sieht, dass wir jedes Mal aufs Neue unsere Gegner niederringen müssen, aber momentan haben wir sicher einen Lauf“.

Eine Spielklasse tiefer hatte Kelheim 3 in der Bezirksliga Süd den SC Sinzing zu Gast. Und nach zwei Niederlagen in den ersten beiden Runden gab es am Sonntag endlich die heiß ersehnte Initialzündung. Dank einer geschlossenen und konzentrierten Mannschaftsleistung setzte sich Kelheim 3 klar mit 6:2 durch und schaffte mit nun 2:4 Punkten den Anschluss ans Tabellenmittelfeld. „Wir freuen uns natürlich total über die ersten Punkte der Saison“, so Mannschaftsführer Thomas Karl. „Hoffentlich ist jetzt der gordische Knoten durchschlagen und wir punkten im neuen Kalenderjahr weiter“.

In der gleichen Liga empfing schließlich Kelheim 4 die dritte Mannschaft von Kareth-Lappersdorf. Gegen die Domstädter behielt Kelheim 4 knapp mit 4,5:3,5 die Oberhand und festigte mit 5:1 Zählern Tabellenplatz 3 in der Liga. Für Kelheim 4 erzielten Ralf Käck, Martin Blodig, Dr. Helmut Tautz und Raphael Mühlich volle Punkt, während Johannes Obermeier Unentschieden spielte. Lena Antczak, Christian Karl und Fabian Liebisch verloren ihre Begegnungen.

Zweiter Saisonspieltag mit positiver Punktausbeute für Kelheimer Schach-Teams

„Erste“ und „Zweite“ gewinnen / „Zweite“ übernimmt Tabellenführung in der Oberpfalzliga

Die zweite Runde der laufenden Schach-Saison ist aus Kelheimer Sicht als Erfolg zu bewerten: Die ersten vier Erwachsenen-Mannschaften des Schachklub Kelheim 1920 holten in ihren Ligen zwei Siege und ein Unentschieden.

Kelheim 1 empfing in der Landesliga Nordbayern Aufsteiger Kitzingen. Nach der knappen Auftaktniederlage bei NT Nürnberg zum Saisonauftakt war der doppelte Punktgewinn das erklärte Ziel, zumal es heuer wegen der Zusammensetzung in höheren Ligen wahrscheinlich mehrere Absteiger aus der Landesliga gibt. In Bestbesetzung stellte sich Kelheim den Gästen und erarbeitete sich nach Siegen von Holger Seidenschwarz, Unentschieden von Team-Kapitän Christian Maurer und von Helmut Kreuzer, sowie einem weiteren sehenswerten Mattangriff von Spitzenbrett Prof. Martin Kreuzer rasch einen komfortablen Vorsprung. Doch die Kitzinger wehrte sich verbissen und konnten nach Niederlagen von Max Eibl und einer unglücklich verlaufenen Partie von Constantin Blodig zwischenzeitlich sogar egalisieren. Doch Klaus Frieser behielt einen kühlen Kopf verwertete seinen Materialvorteil im Endspiel sicher, so dass zumindest ein Mannschaftspunkt feststand. In der noch fehlenden Begegnung behielt Stephan Gießmann in einer hart umkämpften Partie die Oberhand zum 5:3-Endstand.

Die zweite Kelheimer Mannschaft hat durch einen knappen, aber verdienten 4,5:3,5-Erfolg in Nittenau die alleinige Tabellenführung in der Oberpfalzliga übernommen. Nach einer Niederlage von Johannes Obermeier setzten die Kelheimer zu einem kräftigen Spurt an und kamen nach Erfolgen von Christine Grafl, Eva Engl und Teamkapitän Sebastian Arnold bei einem Unentschieden von Johannes Müller mit 3,5:1,5 in Führung. Zwar musste Stephan Baur Brett 2 nach druckvollem gegnerischen Spiel die Segel streichen, doch in den ausstehenden Partien ließen die Kelheimer nichts mehr anbrennen und sicherten durch zwei Unentschieden von Tobias Schindler und Spitzenbrett Heinrich Maurer den Kelheimer Erfolg.

Ein Spielklasse tiefer musste die vierte Mannschaft des Vereins beim SC Sinzing antreten. Nach hartem Kampf trennten sich beide Teams mit einem leistungsgerechten 4:4 Unentschieden. Kelheim 4 behält mit nun 3:1 Zählern und Tabellenplatz 3 einen positiven Score.

Noch immer auf den ersten Punktgewinn warten muss hingegen die dritte Mannschaft des Vereins, ebenfalls in der Bezirksliga Süd. Bei Bavaria Regensburg 3 unterlagen die Kelheimer mit 3:5 und rangieren noch punktlos momentan auf Rang 9 der Tabelle.

U14 Bezirks-Mannschaftsmeisterschaft in Kelheim mit Triumph der Regensburger Turnerschaft

Am vergangenen Samstag fand in Kelheim die Mannschaftsmeisterschaft der Oberpfalz in der Altersklasse U14 statt. Dazu fanden sich sieben Mannschaften von Riedenburg bis Windischeschenbach ein. Gespielt wurde „Jeder gegen jeden“ mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten. Am Ende setze sich die Regensburger Turnerschaft souverän mit 12:0 Mannschaftspunkten durch. Ein knappes Ergebnis gab es zwischen dem Zweit- und Dritt- Platzierten. Mit drei Siegen und zwei Unentschieden sowie einer Brettpunktzahl von 16 waren der TSV Kareth-Lappersdorf und der TV Riedenburg gleich auf. Auch im direkten Vergleich gab es keinen Sieger, so dass die sogenannte Berliner Wertung den Ausschlag zugunsten des TV Riedenburgs gab. Der Ausrichter Kelheim verpasste das Treppchen knapp, da sie in der letzten Runde kein Unentschieden erreichen konnten. Die Kelheimer belegten am Ende Rang 4.

Herausragend waren die Einzelleistungen von Franziska Gschwendtner (Regensburger Turnerschaft), die alle Partien für sich entscheiden konnte, sowie von Wolfgang Ehrl (TSV Kareth-Lappersdorf) und dem erst 7-Jährigen Milo Müller (SC Windischeschenbach), die beide nur eine Partie verloren. Bester Kelheimer Spieler war Jan Gabler mit 4,5 Punkten aus 6 Spielen.

Schachklub mit durchwachsenem Start in die neue Spielzeit

„Erste“ verliert in Nürnberg, „Zweite“ gewinnt gegen Aufsteiger DJK Nord Regensburg / Kelheimer Derby geht an die „Vierte“

Der Kelheimer Schachklub ist mit zwei Siegen und zwei Niederlagen der Erwachsenenteams eher durchwachsen in die neue Saison gestartet.

In der Landesliga Nordbayern musste Kelheim 1 bei der zweiten Mannschaft von Noris Tarrasch Nürnberg antreten. Die Mittelfranken sind sicher als ein starker Ligakonkurrent und potenzieller Aufstiegskandidat einzuschätzen, dennoch verlief der Beginn des Wettkampf alles andere als planmäßig.

Mannschaftskapitän Christian Maurer geriet an Brett 3 bereits in der Eröffnung in materiellen Nachteil und musste schlussendlich aufgeben. Heinrich Maurers Opfer mit Königsangriff an Brett 8 schlug wegen einer Ungenauigkeit nicht durch, so dass auch er die Segel streichen musste. Als schließlich noch Helmut Kreuzer an Brett 6 nach einer langen, aber forcierten Abwicklung in ein ungünstiges Abspiel gedrängt wurde und ebenfalls verlor, stand es bereits früh 0:3 aus Kelheimer Sicht. Kelheim bäumte sich gegen die drohende Niederlage noch einmal auf. Nach einer Dauerschach-Schaukel an Brett 4 musste sich Constantin Blodig mit einem Remis zufrieden geben, ehe Max Eibl an Brett 5 und Holger Seidenschwarz an Brett 7 ihr zähes Ringen zu ihren Gunsten entscheiden konnten und wieder Boden gut machen. Doch die verbleibenden beiden Partien von Spitzenspieler Stephan Gießmann und von Klaus Frieser an Brett 5 überschritten die Remisbreite nicht mehr, so dass die Kelheimer Niederlage besiegelt war.

In der Oberpfalzliga feierte Kelheim 2 gegen den starken Aufsteiger DJK Nord Regensburg einen knappen 4,5:3,5-Erfolg. Bemerkenswert bei diesem Kampf ist, dass Kelheim nach Niederlagen an den ersten drei Brettern von Stephan Baur, Tobias Schindler und Pascal Grafl ebenfalls bereits mit 0:3 im Hintertreffen war. Jedoch holten die nachfolgenden Bretter die Kohlen aus dem Feuer und wendeten das Blatt: Johannes Müller, Sebastian Arnold und Cornelius Mühlich egalisierten zum 3:3, ehe Manfred Renner ein Remis beisteuerte. In der ausstehenden Begegnung behielt Eva Engl nach einer kämpferisch starken Leistung die Oberhand zum viel umjubelten Mannschaftserfolg der „Zweiten“.

Eine Liga tiefer stand in der Bezirksliga Süd gleich in Runde 1 das Derby Kelheim 3 gegen Kelheim 4 an. In einer sehr engen Begegnung auf Augenhöhe setzte sich am Ende Kelheim 4 mit 4,5:3,5 gegen die Kelheimer „Dritte“ durch.

Helmut Kreuzer setzt sich im Pokalkrimi durch und ist Bayerischer Einzel-Pokalsieger

Der Kelheimer Vorstand gewinnt das „Finale dahoam“ im Hotel Dormero

Am vergangenen Wochenende war das Kelheimer „Hotel Dormero“ der Austragungsort der diesjährigen Bayerischen Finalerunden des Dähne-Pokals, dem nach dem ehemaligen Präsidenten des Deutschen Schachbundes, Emil Dähne, benannten Deutschen Einzel-Pokalwettbewerb.

Als erfolgreicher Titelverteidiger auf Bezirksebene traf Helmut Kreuzer im Viertelfinale am Samstag Vormittag auf den oberfränkischen Pokalsieger, Hans-Jürgen Zeitler vom SK Nürnberg 1911.

„Ich hatte einen etwas holprigen Start in die Partie“, so der Kelheimer Vorstand. „Während der Eröffnungsphase habe ich in der Vorausberechnung ein paar Probleme heraufziehen sehen. Wäre ich mein Gegner gewesen, so glaube ich, dass ich mir schnell den Schneid abgekauft hätte“, so Kreuzer weiter. „Doch dann wischte ich alle Nervosität und Pokal-Tagträumereien beiseite, habe mich zäh verteidigt und mir schließlich eine Gewinnposition erarbeitet“.

Am Samstag Nachmittag wurde Kreuzer gegen den schwäbischen Pokalsieger Wolfgang Kolb vom SK Königsbrunn gelost. Mit den schwarzen Steinen konnte er das Geschehen stets ausgeglichen halten und so einigten sich beide Kontrahenten auf Remis. Nach dem Turniermodus musste also eine Blitzpartie mit vertauschten Farben die Entscheidung herbeiführen.

HF2

Die Halbfinal-Paarung Wolfgang Kolb – Helmut Kreuzer

„Innerhalb weniger Minuten vom ruhigen Turniermodus in den Blitzschach-Modus umzuschalten ist Adrenalin pur und echt stressig“, so ein ziemlich geschlauchter Kreuzer nach dem erfolgreichen Blitzduell und Finaleinzug.

Im Finale am Sonntag wartete nun Alexander Dehlinger vom SC Garching 1980 auf Kreuzer, der zuvor im Viertelfinale den Unterfranken-Champion Timo Helm (SC Bad Königshofen 1957) und im Halbfinale Oberbayern-Sieger Thomas Lochte (SK Weilheim) ausgeschaltet hatte.

Dehlinger, der im Schachbezirk München den Einzel-Pokal-Titel errang und bereits vor vier Jahren den Bayern-Entscheid gewann, war mit Abstand der Spieler mit der höchsten Wertungszahl.

Kreuzer wurden die weißen Spielsteine zugelost. Es entwickelte sich ein positionell anspruchsvolles Ringen in der Nimzowitsch-Indischen Verteidigung. „Im Mittelspiel dachte ich, dass ich eine aussichtsreiche Position erreicht habe, doch nach einem Bauerngewinn hatte ich einfach nicht berechnet, dass mein Gegner erst die Stellung verstärken kann, bevor er sich an den Rückgewinn des Materials macht“, so Kreuzer. Und so wendete sich das Blatt: Dehlinger Kontrahent startete einen sehr gefährlichen Angriff  auf den weißen König. „Ich habe die ganze Partie über immer wieder viel Zeit beim Berechnen von taktischen Schlägen investiert“, so Alexander Dehlinger. Doch Kreuzer verteidigte sich zäh und konnte in einer Abwicklung eine verborgene Resource nutzen, um in ein nun wieder für ihn vorteilhaftes Endspiel abzuwickeln. „Es spricht für den Kampfeswillen meines Gegners, dass er bei fast aussichtsloser Stellung im Endspiel doch noch eine Dauerschach-Schaukel fand und mir doch noch ins Unentschieden entschlüpfen konnte“, so Kreuzer. „ Am Ende stand ein über das gesamte Match gesehen sicherlich leistungsgerechtes Remis, ein echt wilder Fight auf Augenhöhe, bei dem beide alles gegeben haben“.

Nun musste also erneut eine Blitzpartie die Entscheidung herbeiführen, Kreuzer hatte diesmal die schwarzen Steine.

„Die Partie war recht ausgeglichen, wobei ich in einem Läuferendspiel leichten Druck aufbauen konnte“, so Kreuzer.  „Als wir schließlich ins Bauernendspiel abwickelten, zog mein Gegner einen Bauern vor und beging quasi die letzte mögliche Ungenauigkeit der Blitzpartie, die ich zum Sieg nutzen konnte. Ich bin praktisch auf der letzte Rille über die Ziellinie gefahren“, so der strahlende, frischgebackene Bayerische Pokalsieger.

Beide Finalteilnehmer haben sich für die Deutsche Pokalmeisterschaft 2017 qualifiziert, die im neuen Jahr im regulären Turniermodus ausgetragen wird.

Kreuzer2

Kreuzer präsentiert stolz den Siegerpokal am Schachstand des Vereins anlässlich des „Kelheimer Tag des Sports 2016“

Mit Beharrlichkeit und Ehrgeiz zum Erfolg

Lena Antczak wird dritte Bayerische Meisterin und gewinnt Damenwertung im Gillamoos-Blitzen

Dass der Frauen-Anteil im Schach in Deutschland noch immer recht gering ist, daran stört sich die Kelheimer 2.Jugendleiterin Lena Antczak kein bisschen.

„Ich spiele schon, seit ich in der 6.Klasse bin. Aber die ersten Jahre waren eher ein spielerisches Herangehen an Schach, das sportliche Duell stand nicht immer an vorderster Stelle. In meiner Entwicklung war sicher die Jugendmeisterschaft 2014 der Oberpfalz ein Schlüsselerlebnis, als ich bei den Jungs mitspielte und merkte, ich kann da mithalten“, so die sympathische Kelheimerin.

„Die Grundlage für allen Erfolg ist natürlich die Freude an dem, was man macht, gepaart mit dem nötigen Ehrgeiz und Fleiß“, so Antczak. Den vorläufigen Höhepunkt ihrer schachlichen Entwicklung erlebte Antczak vor zwei Wochen bei der Bayerischen Meisterschaft der Damen, bei der sie mit 6,5 Punkten aus 9 Runden die Bronzemedaille gewann.

„Ich bin mit meinem Abschneiden total zufrieden, zumal ich ja immer noch im letzten Jahr meiner U20 Jugend bin“, so die Kelheimerin, die in Kürze das 5.Semester der Erziehungswissenschaft belegt.

Porträt_Antzcak2

Die frischgebackene Drittplatzierte bei der Bayerischen Damenmeisterschaft, Lena Antczak

„Mir ist vor allem die Gemeinschaft im Verein wichtig, da macht es besondere Freude, sich zu engagieren“, so Antczak. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass sie neben dem Vereinsamt noch weitere Ehrenämter übernommen hat. Antczak wurde in diesem Jahr zur Damenwartin des Schachverbandes Oberpfalz und zur Referentin für Blitzschach-Turniere der Bayerischen Schachjugend gewählt.

In ihrer Freizeit widmet sich Antczak vor allem der Musik. Mit zwei Instrumenten erweist sie sich in diversen Orchestern als sprichwörtliche Teamspielerin.

Im Verein liegen ihr die vielen Unternehmungen abseits dem Wettkampfgeschehen mit der „Kelheimer Klüngelbande“, wie sie ihrer Jugendleiter-Kollegen im Verein liebevoll nennt, besonders am Herzen. „Es ist eine Win-Win-Situation“, so Antczak, „wenn man Freunde und Weggefährten hat, mit denen man seine Ziele teilen kann, dann stellen sich bald auch die Erfolge ein“. Den vorläufig letzten Eintrag in die Erfolgsgeschichte der Kelheimer Jugendleiterin gab es beim Gillamoos-Blitzen in Abensberg, als sich Antczak in der Damenwertung durchsetzte.