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Überragende Leistungen mit zweifachem DVM-Podium

Unmittelbar nach den Weihnachtsfeiertagen standen für den Kelheimer Schachnachwuchs die Deutschen Vereinsmeisterschaften (DVM) an. Während die U14 ihre Titelkämpfe in Plauen austrug, fand die DVM der U16w in Chemnitz statt. Der SK Kelheim war in beiden Wettbewerben vertreten – mit herausragendem Erfolg. Über den gesamten Turnierverlauf hatten wir in unserem, mehrere Seiten umfassenden Liveticker berichtet.

U14: Historischer Erfolg in Plauen

In der Altersklasse U14 ging der SK Kelheim mit Moritz Ramming, Arthur Sitnik, Johannes Dombert, Theodor Nickel und Konstantin Neumeier an den Start. Die Teilnahme war keineswegs selbstverständlich: Nach dem Ausscheiden auf Landesebene erhielt das Team dank eines Freiplatzes der Deutschen Schachjugend doch noch die Möglichkeit, sich auf nationaler Ebene zu messen.

Begleitet wurde die Mannschaft von FIDE-Trainer Constantin Blodig. In der Setzliste auf Rang sieben geführt, startete das Team mit einem 2:2-Unentschieden gegen den 17. der Rangliste verhalten ins Turnier. In den folgenden Runden steigerten sich die Kelheimer jedoch deutlich und feierten beeindruckende Mannschaftssiege gegen die Raisdorfer SG (Setzlistenplatz 4) mit einem 3:1-Erfolg, den Hamburger SK (8) mit einem 3,5:0,5-Sieg sowie den SK Gräfelfing (3) ebenfalls mit 3:1.

Erst gegen den Topfavoriten und späteren Turniersieger SV Empor Berlin musste in Runde fünf die erste Niederlage hingenommen werden. In den beiden abschließenden Begegnungen gegen den SV Dresden-Striesen (5) und den SK Sontheim/Brenz (12) erkämpfte sich das Team jeweils ein 2:2 Unentschieden.

Nach Abschluss aller Runden stand fest: Platz 3 für die U14 des SK Kelheim – das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte seit über 105 Jahren und ein eindrucksvoller Beleg für die erfolgreiche Jugendarbeit.

U16w: Podestplatz für die „Oberpfalz-Connection“

In der U16w konnte der SK Kelheim kein eigenes Team stellen. Nachwuchsspielerin Leni unterstützte daher als Gastspielerin die Schachfreunde Roding und komplettierte die Mannschaft um Julia und Ramona Schwarzfischer sowie Nina Weber. Betreut wurde das Team von Markus Schwarzfischer (SF Roding) und SKK-Trainer Sebastian Piehler.

Von Setzlistenplatz zwölf aus gestartet, zeigte das Team von Beginn an starke Leistungen. Bereits in Runde eins gelang gegen die SG Königskinder Hohentübingen (Setzlistenplatz 2) ein beachtliches 2:2 Unentschieden. Nach einer knappen 1:3-Niederlage gegen den SV Stuttgart-Wolfbusch folgte eine beeindruckende Serie mit Siegen gegen den SC Oberland (3,5:0,5) und den FC Bayern München (2,5:1,5). Auch gegen die favorisierten Schachzwerge Magdeburg erreichte man ein 2:2 Unentschieden.

Ein weiterer Erfolg gegen die SG Leipzig brachte das Team endgültig in Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen. In der Schlussrunde wartete mit dem bislang ungeschlagenen SC Königsjäger Süd-West der Turnierfavorit. Nach zwischenzeitlichem 0:2-Rückstand sorgte Leni am Spitzenbrett nach über fünf Stunden Spielzeit für den entscheidenden Sieg im komplexen Endspiel mit Dame gegen Turm und Läufer – das 2:2 Remis war auch hier perfekt.

Nach Turnierende belegten die Schachfreunde Roding ebenfalls einen hervorragenden 3. Platz bei der DVM U16w. Mit nur einer Niederlage und zahlreichen Punkten gegen Spitzenteams bestätigte die Mannschaft ihre starke Leistung. Für Leni war es zugleich ein weiterer großer Erfolg auf nationaler Ebene.

Der SK Kelheim gratuliert beiden Teams herzlich zu diesen außergewöhnlichen Erfolgen.

Dazu gab es auch einen ZeitungsartikelU14-Talente des SK Kelheim landen bei der deutschen Meisterschaft der Vereine einen großen Coup (Mittelbayerische Zeitung, Sport in der Region, 02.01.2026)