Saisonstart für den Schachklub Kelheim

Ligasaison beginnt mit zwei Unentschieden und einer Niederlage

Vergangenen Sonntag trafen sich die ersten drei Kelheimer Mannschaften mit insgesamt 24 Spielern in Kelheim im Wittelsbacher Hof zum Ligastart. Zu Gast waren die zweite Mannschaft der Regensburger Turnerschaft und das zweite und dritte Team von Noris-Tarrasch Nürnberg, die ihren Namen ihrem prominentesten Mitglied am Anfang des 20. Jahrhunderts, dem Schachgroßmeister Siegbert Tarrasch zu verdanken haben.

Die erste Mannschaft aus Kelheim musste also gegen die zweite aus Nürnberg in der Landesliga antreten. Der Kampf lief durchwegs relativ ausgeglichen. Das Spitzenbrett Martin Kreuzer kam nicht so gut aus der Eröffnung heraus und musste sich geschlagen geben. Stephan Gießmann, das zweite Brett, machte in der Zeitnotphase den entscheidenden Fehler und musste ebenfalls aufgeben. Dafür allerdings konnten Mannschaftsführer Christian Maurer und Cornelius Mühlich, einer der jüngsten Spieler im Team, die Punkte verdient einfahren. Helmut Kreuzer, Holger Seidenschwarz, Tobias Schindler und Fritz Eichenseer konnten ihren Gegnern jeweils ein Remis abringen. Nach diesem Mannschaftsunentschieden zeigten sich die Spieler vielleicht nicht übermäßig berauscht, aber dennoch zufrieden.

Das zweite Kelheimer Team war in der letzten Saison aufgestiegen und bestritt damit seine Feuertaufe gegen die dritte Mannschaft aus Nürnberg. Durch kurzfristige Ausfälle zweier Stammspieler konnten sie nur ersatzgeschwächt gegen den laut Wertungszahlen klaren Favoriten antreten. Zwar hielten sich zuerst die guten und schlechten Stellungen auf den einzelnen Brettern die Waage, doch sprachen die ersten endgültigen Ergebnisse eine klare Sprache. Pascal Grafl spielte eine zweischneidige Eröffnung und kam leider vom richtigen Pfad ab, sodass er früh aufgeben musste. Nachdem Martin Blodig durch eine Unachtsamkeit eine Figur verlor und Johannes Müller ein Springeropfer übersah, stand die Mannschaft mit 0:3 mit dem Rücken zur Wand. Florian Bartmann verwertete durch gute Technik seinen Mehrbauern im Endspiel und brachte mit seinem Sieg das Team wieder zurück. Doch Stefan Schiller und Mannschaftsführer Bernhard Schmid mussten ihre schlechten Endspiele nach der Zeitkontrolle aufgeben, sodass der Mannschaftskampf verloren war. Kurz darauf konnte Jakob Waldmüller noch seinen Materialvorteil nach Hause bringen und auch Stephan Baur gewann im Läuferendspiel noch durch seine beiden Freibauern. Somit konnten im Ergebnis mit 3-5 die beiden die Niederlage noch etwas abschwächen.

Ein Blick in den Spielsaal.

Die dritte Mannschaft von Kelheim trat gegen das zweite Team der Regensburger Turnerschaft an. Die Kelheimer wollten sich für die Niederlage aus der letzten Saison revanchieren und gingen dank einem Sieg von Christian Kellner auch schnell in Führung. Die Regensburger konnten aber durch einen Fehler von Florian Gold wieder ausgleichen. Lena Antczak konnte gegen das erste Brett von RT ein Remis erreichen. Fabian Pokorny hingegen war mit seinem Unentschieden nicht ganz so zufrieden. Allerdings konnte Eva Engl einen frühen Materialvorteil verwerten und sicherte zusammen mit Christine Grafl das Mannschaftsremis. Leider blieb es auch dabei. Thomas Karl übersah einen Trick und verlor aufgrund eines starken Königsangriffs. Auch der neue Teamkapitän Markus Karl konnte trotz langem Kampf sein Endspiel nicht mehr retten.

Zwei Unentschieden und eine Niederlage eines ersatzgeschwächten Teams sind für den ersten Spieltag schon in Ordnung, aber natürlich ist da noch mehr drin. Gelegenheit sich zu bewähren gibt es noch genug: Bis zum April finden noch acht weitere Spieltage statt.

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