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Deutsche Schulschachmeisterschaft 2026 WK III in Aurich

Auch in diesem Jahr durfte eine Mannschaft des Donau-Gymnasium Kelheim zur Deutschen Schulschachmeisterschaft (DSM) schicken, das vierte Jahr in Folge für das DGK!. Natürlich war der SK Kelheim dabei erneut nicht ganz unbeteiligt 😊.

Vom Turnier aus Aurich berichten Thomas Nickel und Andreas Dauerer, die als Betreuer vor Ort dabei waren:

Nach dem Titel als niederbayerischer Meister qualifizierte sich unser WK-III-Team für den Landesentscheid in Nürnberg. Dort überzeugten Theodor Nickel, Arthur Sitnik, Leonhard Dauerer und Alexander Nickel mit einer starken Leistung, wurden mit 13:1 Brettpunkten souverän bayerischer Meister und lösten damit das Ticket zur DSM 2026 in Aurich.

Am 30. April begann frühmorgens die lange Reise nach Ostfriesland. Nachdem mehr als 800 Kilometer zurückgelegt waren, erreichte die Mannschaft gegen 17:30 Uhr die Jugendherberge in Aurich. Trotz der weitesten Anreise trafen viele andere Teams aufgrund zahlreicher Zugausfälle sogar noch später ein.

Nach dem Abendessen und etwas Bewegung im Fußballkäfig ging es früh ins Bett, um ausgeruht in den ersten Turniertag zu starten. Als Nummer 9 der Setzliste wartete in Runde 1 das Carl-Friedrich-Gauss-Gymnasium Frankfurt (Oder). Der vermeintlich leichte Auftakt zeigte schnell: Bei einer Deutschen Meisterschaft darf kein Gegner unterschätzt werden. Dennoch gelang ein verdienter 3,5:0,5-Sieg.

In Runde 2 traf unser Team auf das Bismarck-Gymnasium Karlsruhe. Trotz starkem Einsatz musste eine knappe 1,5:2,5-Niederlage hingenommen werden. Doch die Jungs ließen sich davon nicht entmutigen. Bereits in Runde 3 gegen das Goethe-Gymnasium Frankfurt/Main, immerhin an Position 4 gesetzt, folgte die starke Antwort: Durch Siege von Theodor und Alexander sowie Remisen von Arthur und Leonhard gelang ein überzeugender 3:1-Erfolg. Damit rückte das Team auf Tabellenplatz 6 vor.

Zur Erholung ging es am Abend nach Bensersiel. Bei Ebbe und herrlicher Abendsonne genoss die Mannschaft die Nordsee, bevor der Tag in einem typischen ostfriesischen Fischrestaurant ausklang. Der Traum von einem Platz auf dem Treppchen war zu diesem Zeitpunkt durchaus greifbar.

Am zweiten Turniertag wartete zunächst das Hermann-Böse-Gymnasium Bremen. Auch hier zeigte sich, dass nominell schwächere Gegner keinesfalls zu unterschätzen sind. Nach Niederlagen von Arthur und Leonhard sicherten Theodor und Alexander mit ihren Siegen immerhin ein 2:2 und damit einen wichtigen Mannschaftspunkt.

In Runde 5 ging es an Tisch 2 gegen eines der stärksten Teams des Turniers: Kiel, die Nummer 2 der Setzliste. Im Schnitt rund 200 DWZ-Punkte stärker, schien die Aufgabe zunächst kaum lösbar. Doch unsere Spieler kämpften mutig, konzentriert und mit großem Teamgeist um jeden Zug. Der Einsatz wurde belohnt: Gegen den Favoriten gelang ein starkes 2:2-Unentschieden – eine herausragende Mannschaftsleistung.

In Runde 6 wartete anschließend das Immanuel-Kant-Gymnasium Dortmund. Nach dieser unglücklichen Niederlage stand zunächst Trösten und Motivieren im Vordergrund. Dabei zeigte sich eindrücklich der starke Charakter der Mannschaft: Die Jungs unterstützten sich gegenseitig, standen füreinander ein und bewiesen echten Teamgeist.

Um den Abend dennoch positiv ausklingen zu lassen, ging es gemeinsam zum Eisessen in die Auricher Innenstadt. Zusätzlich nahmen Leonhard und Arthur als „mia san mia“-Team am Tandemturnier teil. Trotz zunächst ungewohnter Regeln („kein Matt einsetzen“ und „Grabschen“) erzielten sie beachtliche 5 aus 9 Punkten und wurden dafür mit dem 8. Platz und einer süßen Belohnung ausgezeichnet.

Am letzten Morgen wartete in Runde 7 das Christianeum Hamburg-Altona. Ziel war es, nochmals konzentriert zu spielen und nach den verpassten Chancen einen versöhnlichen Abschluss zu finden. Dies gelang mit einem gerechten 2:2-Unentschieden.

In der Schlussabrechnung belegte die Mannschaft den 10. Tabellenplatz. Auch wenn die Erwartungen zu Beginn des Turniers vielleicht etwas höher lagen, zeigte sich deutlich, dass das Team in einem sehr starken Teilnehmerfeld hervorragend mithalten konnte. Besonders hervorzuheben sind Moral, Zusammenhalt und Teamgeist.

So fiel auch das Fazit bereits auf der Heimreise durchwegs positiv aus: Neben den sportlichen Erfahrungen bleibt vor allem die gemeinsame Zeit im hohen Norden in bester Erinnerung.

Ein besonderer Dank gilt abschließend unseren Sponsoren, der Roswitha und Herbert Hielscher Stiftung sowie der WZW Optic AG. Ohne deren großzügige Unterstützung wäre die Teilnahme an dieser Deutschen Meisterschaft nicht möglich gewesen.