Das Kalenderjahr 2026 begann – wie sollte es auch anders sein – mit der Jugend-Oberpfalzmeisterschaft der Altersklassen U14-U18 auf Burg Trausnitz bei Schwandorf. Fast schon genauso traditionell kamen wieder die meisten Teilnehmer vom SK Kelheim. Diesmal gingen elf Jugendliche an den Start, was etwas weniger SKK-ler als die letzten Jahre waren, aber trotzdem mehr als ein Viertel aller Teilnehmer bedeutete.

Drei Tage nach dem besten Ergebnis der Vereinsgeschichte, das Theodor und Arthur mit ihrem Team bei der DVM in Plauen erkämpft hatten, konkurrierten sie im U14-Feld um den Oberpfalzmeistertitel und zwei Qualifikationsplätze zur Bayerischen.
Theodor reiste mit großem Selbstvertrauen an – wie sollte es nach seinen 5,5/6 Punkten bei der DVM auch anders sein. Seinen Lauf setzte er im Rittersaal ungebremst fort. Er gönnte sich ein Remis gegen Vereinskollege Arthur in der dritten Runde, die anderen sechs Partien beendete er siegreich. Diese Zahlen allein drücken nicht aus, wie er das diesjährige Teilnehmerfeld dominerte: sieben blitzsaubere Partien, bei denen man die Ungenauigkeiten mit der Lupe suchen muss und sich die Zentibauer-Verluste auf keinen ganzen Bauern kumulieren. Da zieht man gerne den Hut und gratuliert zum Titel, zur erstmaligen Qualifikation zur Bayerischen und zu 12 Punkten aus 13 Partien in den Weihnachtsferien!


Den Vizemeistertitel und zweiten Qualifikationsplatz schnappte sich Arthur. Mit einem vergleichbaren Turnierstart wie Theodor, einem Remis gegen seinen „alten Bekannten“ und drei Siegen zum Abschluss ließ er ebenfalls nichts anbrennen. Das Ergebnis tut Arthur gerade nach einer schwierigen DVM am harten zweiten Brett gut. Die Vorfreude auf die BJEM in den Osterferien ist sicher groß. Damit geht eine lange und besondere Karriere bei der OJEM U14 zu Ende: Arthur spielte fünfmal in dieser Altersklasse mit! Dabei belegte er nach einem Schnupperpraktikum stets das Podest und sicherte sich dreimal die Qualifikation zur Bayerischen (OJEM 2022 Platz 12, 2023 Dritter, 2024 Zweiter, 2025 Dritter, 2026 Zweiter). Dabei sind seine Erfolgein den Altersklassen U10 und U12 noch gar nicht erwähnt. Wir drücken die Daumen, dass Arthur nächstes Jahr die Bretter der U16 findet 😉und freuen uns auf weitere vier Staffeln der Serie „Arthur rockt die OJEM“.

Mit Lukas und Leonhard waren weitere heiße Eisen im U14-Feuer. Die beiden wählten unterschiedliche Wege. Lukas punktete nach zwei Niederlagen zum Start an den hinteren Brettern dreimal sicher und schnappte sich sogar einen vierten Sieg in Serie gegen den Fünftplatzierten. In der letzten Runde konnte er gegen Theodor dann nur noch seine Buchholzwertung verbessern, wodurch er auf einem guten sechsten Platz ins Ziel lief. Leonhard musste nach einem guten Start mit 1,5/2 eine Niederlage gegen einen Mitfavoriten hinnehmen, kämpfte sich aber durch zwei Siege wieder in die Spitzengruppe vor. Leider kamen am letzten Tag keine weiteren Punkte hinzu, wodurch er noch auf Platz 8 abrutschte.


Sofiia und Lucia schnappten sich die Plätze drei und vier in der Altersklasse U14w. Die beiden hatten am Brett und neben dem Brett jede Menge Spaß und holten gute drei bzw. zweieinhalb Punkte. Hier muss noch das Ergebnis der Altersklasse U12w Ende Januar abgewartet werden, die Chancen stehen aber gut, dass es für eine der beiden für die Qualifikation zur Bayerischen Mädchenmeisterschaft klappt. Umso schöner wäre es, wenn die fünf Oberpfälzer Mädchen, die bei der OJEM dabei waren, zur Bayerischen dürften. Der Zusammenhalt unter den beiden Mädels und ihren „Konkurrentinnen“ aus Kareth-Lappersdorf ist einer Bayerischen Meisterschaft auf jeden Fall würdig.


In der U16 ging unser Duo „Max und Max“ an den Start. Beide sammelten Erfahrungen gegen die Medaillengewinner und punkteten fleißig in den übrigen Partien. Eine geringere Remisquote könnte den Lernzuwachs noch etwas optimieren, gelernt haben aber beide viel.


In der Königsklasse, der U18, sammelte Illia drei wertvolle Punkte, zeigte seine großen Fortschritte der letzten zwölf Monate und lehrte sogar dem ein oder anderen Favoriten das Fürchten. Sein Lohn war ein guter sechster Platz. Zwei Ränge dahinter landete Simon bei seiner ersten Oberpfalzmeisterschaft und seinem erst zweiten mehrtägigen Turnier. Obwohl null Punkte durchaus wahrscheinlich waren, wollte Simon unbedingt dabei sein und sein Bestes geben. Ganz nach dem Motto „dann kann ich ganz viel lernen“. Mit dieser Einstellung verdient er jeden Respekt und wird schnell Fortschritte machen.


Der OJEM 2027 fehlen wird er: Maxim Weinberger. Ein Kampfgeist wie ein Bär, ein Herz wie ein Löwe und ansteckende Freude wie ein Delfin. Dieser Wolpertinger müsste wohl noch erfunden werden, Maxim beschreiben diese Eigenschaften dennoch gut. Bei seinem letzten Ritt im Rittersaal bot er den ratingmäßig übermächtig scheinenden Gegnern die Stirn und war seinem großen Ziel lange sehr nahe. Eine falsch eingeschätzte Stellung verhinderten leider das ersehnte Podest. Doch bei der Siegerehrung war das Grinsen über Platz vier schon wieder gewohnt breit und der Blick auf ebenso viele schöne Tage nicht mehr getrübt. Vielleicht bleibst du den OJEMs aber auch erhalten und machst es wie Leo; die Freude wäre bei vielen groß.

Letztes Jahr noch als Spieler am Start wechselte Leo nahtlos in die Betreuerriege und sammelte aus diesem Blickwinkel erste Turniererfahrung. Auch Peter war nach einem Jahr Pause wieder mit an Bord, beide und unterstützten Jugendleiter Corni bei der Vor- und Nachbereitung der Partien und der Betreuung der Kids. Auch die Zeit während der Runden wurde produktiv genutzt. Robin betreute sehr souverän die Turnierdurchführung und -auswertung, nutzte die Zeit dazwischen für fleißiges Artikelschreiben und versorgte in der heißen Phase die Kelheimer „Aktuellen-Stand-Junkies“ mit brandheißen Infos.

Die Blitz- und Tandemturniere durften natürlich auch in 2026 nicht fehlen, genauso wie viele Brettspiele, bunte Pokerchips und die ein oder andere Runde Werwolf. Eine rundum gelungene OJEM, die Lust auf die Bayerischen Meisterschaften in der zweiten Osterferienwoche macht.














