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Kelheimer Mädchen bei der Bayerischen Mannschaftsmeisterschaft

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Am Samstag, 19. September, stand in Michelsneukirchen die Bayerische Mädchen-Mannschaftsmeisterschaft 2026 auf dem Programm. Insgesamt 19 Mannschaften aus ganz Bayern waren für die verschiedenen Altersklassen gemeldet. Ausgerichtet wurde die Meisterschaft von den Schachfreunden Roding und der Schachjugend Oberpfalz. Auch der Schachklub Kelheim ging mit einer Mannschaft in der U16w an den Start.

Für Kelheim spielten Sofiia Strielnikova, Lucia Riera Galmés und Isabella Schiffert, verstärkt durch Georgia-Maria Lola vom MSA Zugzwang als Gastspielerin. Bereits vor Turnierbeginn war klar, dass auf die vier eine anspruchsvolle Aufgabe wartete. Im Teilnehmerfeld befanden sich mehrere starke Mannschaften – allen voran die Schachfreunde Roding. Die Rodinger Mädchen hatten im vergangenen Jahr bei der Deutschen Vereinsmeisterschaft einen hervorragenden 3. Platz erreicht und gehörten damit auch diesmal zu den Mannschaften, an denen man sich messen musste.

Mutig gegen starke Konkurrenz

Zum Auftakt wartete gleich der FC Bayern München. Die Kelheimerinnen hielten dagegen, mussten sich am Ende aber mit 1:3 geschlagen geben. In der zweiten Runde folgte gegen die U20w der SF Tegernheim ein 2:2 und damit der erste Mannschaftspunkt.

Gegen den SC Garching II endete die dritte Runde mit 1:3. Nach einer spielfreien vierten Runde gelang gegen den VfB Friedrichshofen erneut ein 2:2. Zum Abschluss warteten mit der U16w der SF Tegernheim und dem TSV Kareth-Lappersdorf nochmals zwei schwierige Aufgaben. Die Begegnungen gingen mit 1:3 beziehungsweise 0,5:3,5 verloren.

Bilanz SK Kelheim

Damit belegte das noch junge Kelheimer Team bei seiner Bayerischen Meisterschaft den 8. Platz in der U16w.
Das Ergebnis erzählt dabei nur einen Teil der Geschichte. Die vier Mädchen stellten sich auch deutlich erfahreneren Gegnerinnen ohne Scheu und kämpften an den Brettern um jeden Punkt. Solche Turniere bieten gerade einem jungen Team die Möglichkeit, wichtige Erfahrungen zu sammeln und sich Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.

Eine Mannschaft nicht nur am Schachbrett

Mindestens genauso erfreulich wie das Geschehen auf den Brettern war der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. Sofiia, Lucia, Isabella und Georgia-Maria sind längst ein eingespieltes Quartett: Bereits im vergangenen Jahr waren die vier in genau dieser Besetzung gemeinsam angetreten. Entsprechend harmonierte die Mannschaft auch abseits der Bretter bestens.
Dass bei einer solchen Meisterschaft nicht nur das Ergebnis zählt, zeigte sich besonders zwischen den Runden. Statt sich stundenlang mit den vergangenen Partien zu beschäftigen, ging es gemeinsam auf den Spielplatz oder es wurden die Karten ausgepackt. So wurde aus der Bayerischen Meisterschaft nicht nur ein sportlicher Wettkampf, sondern auch ein gemeinsamer Mannschaftstag.

Leni mit Roding auf dem Podest – und auf dem Weg zur DVM

Eine besondere Verbindung gab es an diesem Tag zwischen Kelheim und dem Gastgeber. Valentina „Leni“ Neumeier trat als Gastspielerin für die U16w-Mannschaft der Schachfreunde Roding an.

Das Rodinger Team gehörte zu den stärksten Mannschaften des Turniers. Unter anderem gelangen deutliche 4:0-Erfolge gegen Augsburg II, Tegernheim U16w und Garching I. Gegen den FC Bayern München gab es ein 2:2, weitere Siege folgten gegen Friedrichshofen und Tegernheim U20w.

Bilanz SF Roding

Am Ende erreichten die Schachfreunde Roding den 3. Platz – und dürfen sich über die Qualifikation für die Deutsche Vereinsmeisterschaft freuen. Damit wird Leni im Winter gemeinsam mit den Rodinger Mädchen erneut auf deutscher Ebene ans Brett gehen.

Nach dem bereits starken Abschneiden der Mannschaft bei der vergangenen DVM wartet dort die nächste grosse Herausforderung. Vielleicht gelingt es ja sogar, das damalige Ergebnis noch einmal zu toppen.

Für unsere Kelheimer U16w bleiben aus Michelsneukirchen vor allem viele neue Erfahrungen, jede Menge gespielte Partien und ein schöner gemeinsamer Tag. Sofiia, Lucia, Isabella und Georgia-Maria haben sich der starken bayerischen Konkurrenz gestellt und als Mannschaft überzeugt – darauf lässt sich aufbauen.

Ein Dank geht auch an die Schachfreunde Roding und die Schachjugend Oberpfalz für die Ausrichtung der Bayerischen Mädchen-Mannschaftsmeisterschaft. Auch bei der Schachjugend Oberpfalz war der Schachklub Kelheim an diesem Tag stark vertreten: Sebastian Piehler, Leonhard Neumeier und Robin Lindner kümmerten sich vor Ort um Organisation und Turnierablauf – damit bestand das SJO-Team an diesem Tag praktisch komplett aus Kelheimern.