Das bärenstarke Revival eines Traditionsturniers

Kelheimer Eigengewächs Max Fuhrmann gewinnt Gillamoos Blitzturnier 2016

Es war eine rundum gelungene Wiederbelebung eines echten Klassikers: Am gestrigen Gillamoos-Samstag fanden sich 73 Schachspieler aus einem sehr großen Einzugsgebiet im Hofbräu Festzelt ein, um den Sieger des Gillamoos Blitzturniers 2016 zu ermitteln.

„Es freut uns Abensberger wirklich sehr, dass nach 27 Jahren Abstinenz dieses Turnier wieder ins Leben gerufen wurde“, so ein euphorischer 1.Vorsitzender des Schachklub Abensberg, Klaus Werner zur Begrüßung der Gäste. „Besonders erwähnen möchte ich auch, dass dieses Turnier eine Kooperation der beiden Schachvereine aus Abensberg und Kelheim ist“.

Der Kelheimer Simon Pernpeintner, seines Zeichens FIDE Schiedsrichter und somit Träger des höchsten Referee Amtes im Weltschachbund, leitete souverän durch 21 Runden Blitzschach, also fünf Minuten pro Spieler und Partie, nach Schweizer System.

Gillamoos_2016

Blick in den „Turniersaal“. Vorne die Spitzen-Paarung Fuhrmann gegen FM Quast.

„Bei Bierzeltmusik und auf Biertischen zu spielen, das ist doch mal ein origineller Farbtupfer in der Turnierlandschaft“, so die beiden Organisatoren des Events, Edi Prossliner vom SK Abensberg und der Kelheimer Vorstand Helmut Kreuzer. „Passenderweise haben wir einen Sonderpreis für den besten Spieler oder die beste Spielerin in Lederhose bzw. Dirndl ausgelobt, damit Spieler auch wirklich standesgemäß antreten“, so Kreuzer bei der Siegerehrung schmunzelnd. Diesen Preis gewann Michael Plank vom TSV Nittenau als Viertplatzierter des Gesamt-Klassements.

Zu dem insgesamt fünf Stunden dauernden Wettkampf waren drei FIDE-Meister, also Titelträger des Weltschachbundes angetreten, um den Preisfond von 650 € und die Sachpreise auszuspielen.

Schon früh setzte sich Max Fuhrmann an die Pole Position des starken Starterfeldes. „Bei so einem langen und harten Turnier darf man sich keine Blöße geben“, so das Kelheimer Eigengewächs und der jetzige Wahl-Kölner Fuhrmann. „Eine einzige verkorkste Partie und man ist schon wieder weg von der Führung“.

Am Ende setzte sich Fuhrmann mit 17 Punkten aus 21 Runden durch und durfte den Siegerpokal von den Abensberger Dirndl-Königinnen Carina und Jeanie in Empfang nehmen, einen halben Zähler vor FM Michael Quast von der SG Post/Süd Regensburg und einen weiteren Zähler vor Claus Werner, ebenfalls SG Post/Süd Regensburg.

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Der strahlende Sieger Max Fuhrmann, umrahmt von den Dirndl-Königinnen Carina und Jeanie. Links der Abensberger Vorstand Klaus Werner

Die Damenwertung gewann die Kelheimer 2.Jugendleiterin Lena Antczak, den U20 Preis erspielte sich Tobias Brunner vom TSV Nittenau.

Den zweiten Turnierpokal für die U16 Wertung sicherte sich Maximilian Lohr vom TSV Mainburg, der zugleich auch einen Ranking-Preis gewann.

„Mich freut besonders, dass immerhin 11 Spieler in der Altersgruppe U16 sich der harten Konkurrenz im Erwachsenen-Schach gestellt haben“, so Helmut Kreuzer bei der Siegerehrung. Für die ersten achtplatzierten Jugendlichen gab es je drei Fahr-Chips für den Auto-Scooter. Und natürlich gingen die Chips weg wie warme Semmeln.

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