Das Kelheimer Pokal-Märchen 2016/17 ist zu Ende

Gegen Zweitbundesligist Nickelhütte Aue ausgeschieden / Stephan Gießmann ist Oberpfalzmeister 2017 im Blitzschach

Das Pokalmärchen der Vierer-Mannschaft des Schachklub Kelheim ist vorerst zu Ende. Am Samstag war Kelheim der Austragungsort der Vorrunde des Pokalwettbewerbs auf Bundesebene.

Mit Zweitbundesligist ESV Nickelhütte Aue, dem Württembergischen Oberligisten Weiler im Allgäu und dem Bayerischen Meister Röhrnbach trafen im Hotel Dormero vier Pokalteams aufeinander.

Den ersten Nervenkitzel lieferte die Auslosung der beiden Begegnungen durch den zweiten Bürgermeister der Stadt Kelheim, Franz Aunkofer. Dieser hatte offenbar vollstes Vertrauen in „seine“ Kelheimer Lokalmatadoren, denn mit Aue erwischte Kelheim gleich die  bestbesetzte Mannschaft.

„Es gibt auf diesem Niveau keine leichten Aufgaben“, so Teamkapitän Stephan Gießmann „und wir haben nichts zu verlieren, sondern nur zu gewinnen“.

Die Kelheimer gingen gegen die mit einem Großmeister und zwei Internationalen Meistern angereisten Sachsen beherzt zu Werke.

Spitzenbrett Prof. Martin Kreuzer konnte gegen GM Roman Slobodjan die Stellung lange ausgeglichen halten, musste aber in Zeitnot schließlich entscheidenden Materialverlust hinnehmen. An Brett 3 gab Constantin Blodig gegen IM Cliff Wichmann in der Eröffnung einen Bauern. Im weiteren Verlauf konnte Blodig aber keine ausreichende Kompensation nachweisen, so dass er in einem verlorenen Endspiel landete. An Brett 2 bekämpfte Stephan Gießmann in einer sehr komplizierten Stellung den IM Günther Spieß, musste sich aber letztendlich mit einem Remis begnügen.

Nachdem das Ausscheiden Kelheims zu diesem Zeitpunkt schon besiegelt war, gelang Helmut Kreuzer an Brett 4 noch ein Sieg gegen Frank Flöter. Kreuzer konnte seine druckvolle Stellung bis über die volle Spielzeit von sechs Stunden aufrechterhalten und schließlich den vollen Zähler einfahren.

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Kelheim gegen Aue – aufmerksam verfolgt vom zweiten Bürgermeister der Stadt Kelheim, Franz Aunkofer

Am Sonntag Morgen traf dann der Sieger Aue gegen Weiler im Allgäu. Der Champion des Württembergischen Schachverbandes hatte zuvor den Bayern-Champion Röhrnbach klar mit 3:1 aus dem Wettbewerb geworfen. Doch auch in der Sonntags-Runde setzte sich Aue mit 2,5:1,5 durch und zieht somit in die Zwischenrunde ein.

„Man träumt natürlich mit jeder genommenen Hürde von einer erneuten Pokal-Sensation“, so Vorstand Helmut Kreuzer, „insofern ist man natürlich ein klein bisschen wehmütig, wenn es dann mal zu Ende ist. Doch wir haben uns in der neuen Spielzeit schon wieder für das Bezirksfinale qualifiziert. Aus unserer Sicht darf es gerne wieder so prima laufen und vor allem so viel Spaß machen“.

Quasi als Trostpflaster für das Pokal-Aus gegen Aue nahm Stephan Gießmann am Sonntag an der Oberpfalzmeisterschaft in Tirschenreuth teil. Als Titelverteidiger war Gießmann  der Favorit auf den Bezirkstitel. In 25 Runden gab sich Gießmann keine Blöße und gewann den Wettbewerb schließlich mit 22,5 Zählern und zwei Punkten Vorsprung. „Ich bin total zufrieden mit meinem Score, vor allem weil ich ohne Niederlage geblieben bin“, so ein sichtlich stolzer und zufriedener Kelheimer Vereins-Vize.

Der zweite Kelheimer Starter, Stefan Schiller zeigte eine ebenfalls sehr starke Turnierperformance und belegte am Ende einen hervorragenden 6.Rang.

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