Grandioser Saisonabschluss für den SKK

In der 9 und letzten Runde am letzten Sonntag trafen die fünf Teams des Schachklubs Kelheim, teils im Kampf um den Aufstieg, auf ebenbürtige Gegner.
Die erste Mannschaft lieferte schon die ganze Saison über bemerkenswerte Ergebnisse, was dazu führte, dass bereits vor dem letzten Spieltag ihr Aufstieg feststand! Dennoch gaben sie im letzten Match gegen den SK Klingenberg 1, der fast in Bestbesetzung antrat, noch einmal alles. Nach baldigem Unentschieden von Klaus Frieser forcierte Constantin Blodig spektakulär einen Sieg. Den präsize geführten Angriff leitete der Jugendleiter mit einem Figurenopfer ein, und führte ihn über 15 Züge bis zum Matt fort.
Nach 4 Stunden endeten zwei weitere Partien relativ ereignislos Unentschieden. Fritz Eichenseer sicherte sich zu Beginn der Partie einige Vorteile, die ihm später dazu verhalfen, eine komplette Figur und letztendlich die Partie zu gewinnen. Eine Niederlage und ein Unentschieden sorgten dafür, dass das Match doch nicht ganz so klar an Kelheim ging, sondern mit einem Zwischenstand von 4-3 vom Spitzenbrett abhing. Der Gegner von Prof. Dr. Martin Kreuzer entschied sich schon früh für unkonventionelle, aggressive Spielweise, wogegen sich Kreuzer jedoch solide verteidigte und in ein ungewöhnliches Endspiel abwickelte. Auch dies spielte er mit äußerster Genauigkeit und rette sich in das wichtige Unentschieden. Nach diesem 4,5-3,5 – Sieg ist es offiziell: Der SKK rückt in die Oberliga vor! Erster Vorstand und Mannschaftsführer Helmut Kreuzer ist ebenfalls angetan von dem Aufstieg:

Nur dank dem hohen Engagement und Teamgeist der einzelnen Spieler war ein solcher Erfolg möglich. Für den Verein ist es eine Ehre, nach fast 12 Jahren wieder in der höchsten bayrischen Liga antreten zu dürfen.

In der Mitte der ersten Liga der Oberpfalz fand sich die zweite Mannschaft wieder. Gegen den SC Eulenspiegel Regensburg, der noch gegen den Abstieg ankämpfte, waren sie an den vorderen 6 Plätzen nominell klar schlechter. Dennoch erreichten Brett 2 und 6 bald Unentschieden. Eine Niederlage glich Dr. Gernot Schindler kurz darauf durch langsames und solides Spiel mit einem Sieg wieder aus, was nach einem weiteren Remis zu einem 3-4 – Zwischenstand führte. Somit lag es an Dr. Reinhard Grafl, am Spitzenbrett zu gewinnen, doch nach hartem Kampf reichte es gegen den zähen Gegner nur zum Unentschieden. Somit endete dieses Match knapp 3,5-4,5 gegen die Kelheimer. Am Ende reicht es für Rang 6, was, in Anbetracht der starken Konkurrenz, voll ausreicht.

Zum Saisonabschluss trat Kelheim III gegen die sehr starke zweite
Mannschaft von Bavaria Regensburg an. Durch eine Niederlage zu Anfang lies sich das junge Team nicht einschüchtern. Am Spitzenbrett gewann Max Eibl überzeugend, und auch das aufstrebende Talent Lena Antzcak spielte ihren Gegner souverän aus. Zwei  umkämpfte Unentschieden später entschied Topmann Tobias Schindler am dritten Brett die Partie bemerkenswert für sich und sicherte das Mannschaftsremis. Ein Unentschieden und dann der Sieg durch den Mannschaftsführer Thomas Karl machten den Triumph komplett. Mit 14-4 Punkten erreicht die dritte Mannschaft den zweiten Platz in dieser enorm starken Liga. Welch ein Erfolg für die engagierten Spieler! Mannschaftsführer Karl lobt selbst:

„Ich möchte mich bei allen
meinen Teamkollegen für ihren vorbildlichen Einsatz bedanken. Ich kann mit Recht behaupten, dass mir bisher noch nie eine Saison so viel Spaß gemacht hat.“

 

Wer glaubt, dass die Kelheimer wohl kaum noch mehr Errungenschaften erlangen können, hat noch nicht die Geschichte der vierten Mannschaft gehört. Nachdem Mannschaftsführer Max Rösch die Gruppe vor zwei Jahren übernahm, stieg sie mit Neuzugängen schnell auf, und auch diese Saison schafft sie das Weiterkommen und schließt zur dritten Mannschaft auf! Im letzten Kampf gegen Regensburger Turnerschaft 3 durften sie nur nicht verlieren. Nachwuchsspieler Julian Fritsch und Cornelius Mühlich wirkten dem entgegen, indem sie ihre Gegner schnell und überzeugend besiegten. Die restlichen vier Bretter blieben alle auf ihre Weise unklar. Um ungünstige Komplikationen zu vermeiden, schlossen Johannes Obermeier und Daniel Fuchs kurz darauf Unentschieden, was zum Mannschaftsremis reichte. Eine Niederlage später krönte Johannes Müller das Ergebnis. Sein Gegner musste nach passivem Start Bauern opfern, um Gegenspiel zu bekommen, welches aber nicht ausreichte, um Müller ins Wanken zu bringen. Mit 2 Bauern mehr gewann er das Endspiel leicht. Somit steht es fest: Die vierte Mannschaft steigt auf und spielt nächstes Jahr in der Bezirksliga Süd! Mit starken Neuzugängen bleibt die Hoffnung, einen legendären Dreifachaufstieg zu schaffen, in greifbarer Nähe.

Kelheimer erklimmen das Siegertreppchen

Mit gleich 11 begeisterten Spielern nahm der Schachklub Kelheim an der diesjährigen Oberpfälzer Schach-Einzelmeisterschaft, die vom 28.03. bis zum 31.03. in Schwandorf stattfand, teil. Das Turnier ist in 3 verschiedene Meisterklassen, nach Spielstärke sortiert, aufgeteilt, wobei nur die erste Gruppe um den Titel des Oberpfalzmeisters spielt. Nach 8 Runden voll fesselnder Partien gingen gleich 3 Titel an Kelheim.

Max Eibl spielte das ganze Turnier vorne mit, doch am Ende wurde es nochmal knapp. Für den ersten Platz musste er seinen eigenen Vereinskameraden Johannes Müller schlagen. Das spannende Match wurde bis zur letzten Sekunde ausgefochten, doch Eibl musste sich mit einem Unentschieden zufrieden geben, welches nur zum dritten Platz in der Oberpfalz reichte. Das Publikum brach trotzdem in Applaus über die harte, ausgekämpfte Partie aus.

Constantin Blodig spielte ein durchgehend solides und überzeugendes Turnier, verlor kein einziges Match und belegte unter dem starken Teilnehmerfeld souverän den zweiten Platz. Bei den Damen konnte Lena Antczak den letzten Kampf gegen die direkte Titelkonkurrentin leider nicht für sich entscheiden, wurde aber Zweite bei dem ungewöhnlich großen Teilnehmerfeld, was immer noch für die Teilnahme an der Bayrischen Dameneinzelmeisterschaft ausreicht.

Johannes Müller wurde nach dem Remis Achter, was beachtlich dafür ist, dass er zum ersten Mal in der ersten Klasse mitspielte und nominell knapp 200 Punkte hinter seinen Gegnern war. Holger Seidenschwarz belegte den 9, Heinrich Maurer den 15. Platz. Bester Kelheimer der zweiten Meisterklasse wurde Johannes Obermeier auf Platz 8, vor Tobias Schindler auf Platz 11 und Cornelius Mühlich auf Platz 23.

Auf Rang 7 qualifizierte sich Max Rösch in der dritten Meisterklasse für den Aufstieg in die nächsthöhere Gruppe, Julian Fritsch wurde 16ter. Robin Lindner spielte sein erstes Turnier sehr schön und erreichte gleich auf Anhieb 2,5 Punkte.

Für alle Kelheimer war die OSEM ein großes Vergnügen, und die Vorfreude auf das nächste Jahr, wo der SKK dieses historische Meisterschaft ausrichten darf, ist groß.