Bayerische Blitzmeisterschaft endet mit Triumph der Turnierfavoriten

IM Maximilian Berchtenbreiter ist neuer Bayerischer Blitz-König

Kelheim war am Sonntag der Schauplatz eines wahren Blitz-Marathons: Im Hotel Dormero empfing der Schachklub Kelheim 35 Spieler aus dem ganzen Freistaat, um den diesjährigen Bayerischen Meister im Blitzschach zu ermitteln.

„Wenn bei so vielen Teilnehmern jeder gegen jeden spielt, dann zolle ich Ihrer Ausdauer großen Respekt“, so der 1.Bürgermeister der Stadt Kelheim, Horst Hartmann bei der Siegerehrung. In einem Rundenturnier mit 35 Runden wurde nach einer reinen Wettkampfzeit von sieben Stunden am Sonntag Abend der bayerische Blitz-König des Jahres 2017 gekürt.

Blick in den Turniersaal der Bayerischen Blitz-Einzelmeisterschaft im Kelheimer Hotel Dormero

Mit zwei Internationalen Meistern und sechs FIDE-Meistern im Teilnehmerfeld war diese Meisterschaft gut besetzt. Und es ging ordentlich zur Sache im Fünf-Minuten-Schach. „Am Ende der einzelnen Runden, wenn beide Spieler nur noch Sekunden auf der Uhr haben, steigt das Adrenalin der Kontrahenten schon merklich an und es wird leidenschaftlich um den Sieg gekämpft“, so der souveräne FIDE-Schiedsrichter Simon Pernpeintner vom Schachklub Kelheim, der die Veranstaltung leitete. „Das ist zwar Stress und Emotion pur, aber es gab keine Protestfälle und somit auch keine Verzögerungen im Zeitplan“.

Der bayerische Blitz-Champion des Jahres 2017, IM Maximilian Berchtenbreiter

Nach 35 hart umkämpften Runden schließlich stand das Endklassement fest: Der junge Internationale Meister Maximilian Berchtenbreiter von der SG Pang/Rosenheim holte sich als topgesetzter Spieler die Meisterschaft. Berchtenbreiter hatte das gesamte Turnier über in Front gelegen, musste sich aber starker Konkurrenz erwehren. In der Endtabelle gelang FIDE-Meister Dominic Wisnet vom SK Passau beinahe noch der Sprung nach ganz oben. Doch bei Punktgleichheit mit dem Turniersieger musste sich Wisnet wegen der schlechteren Wertung mit der Vize-Meisterschaft begnügen. Als Drittplatzierter sicherte sich der Internationale Meister und mehrfache bayerische Meister Thomas Reich vom FC Bayern München einen Platz auf dem Siegertreppchen.

Die neuen Blitzchampions IM Maximilan Berchtenbreiter (Mitte), FM Dominc Wisnet (2.v.r.) und IM Thomas Reich (2.v.l), geehrt durch Bürgermeister Horst Hartmann und Vereinsvorstand Helmut Kreuzer

Bester Kelheimer Spieler war der Vereins-Vize und amtierende Oberpfalzmeister Stephan Gießmann. „Ich bin zufrieden mit meinem Abschneiden“, so Gießmann, der einige Titelträger hinter sich lassen konnte. Vereinsvorstand Helmut Kreuzer, der den Ausrichter-Freiplatz bei diesem Qualifikationsturnier wahrgenommen hatte, landete auf Rang 18 und somit genau im Mittelfeld des Wettkampfes. „An einem Sahnetag wäre vielleicht eine Platzierung unter den Top Ten für Giesi oder mich drin“, so Kreuzer, „aber wir freuen uns, dass wir mit Abstand die besten Vertreter unseres Schachbezirks sind. Insgesamt hatten wir eine gelungene Veranstaltung und haben sicher Werbung für den Schachsport in Kelheim betrieben“.

Schachklub Kelheim feierte am Wochenende zwei Bezirkstitel

Kelheim gewinnt Vierer-Pokal / Klaus Frieser gewinnt Blitzentscheid der Senioren

Das zurückliegende Wochenende bescherte dem Schachklub Kelheim zwei weitere Titel auf Bezirksebene.

Am Sonntag gastierte mit Bezirksligist Mintraching die Überraschungsmannschaft des diesjährigen Oberpfälzer Vierer-Pokals zur Finalbegegnung in Kelheim. Als noch amtierender Bayerischer Vizemeister war Kelheim zwar nominell als Favorit in die Begegnung gegangen, doch man war gewarnt: „Es ist absolut kein Zufall, dass Mintraching im Finale steht“, so Vereinsvize und Teamkapitän Stephan Gießmann. „Die Mintrachinger haben in dieser Besetzung den Bezirkstitel im Schnellschach geholt. Als Matchplan war uns klar, dass wir heute alles abrufen müssen, denn mit einem FIDE-Meister, mit dem Topspieler der Bezirksliga und einem bundesligaerfahrenen Brett 3 unterstrichen die Gäste deutlich ihre Titelambitionen“.

Kelheim stellte vier Spieler der ersten Landesliga-Mannschaft entgegen. Schon bald zeichnete sich ein Duell auf Augenhöhe ab. Noch vor der ersten Zeitkontrolle nach vier Stunden hatte Conny Blodig an Brett 4 die aggressive Eröffnungsbehandlung seines Gegners Thomas Achhammer widerlegt und gewann. Doch am Spitzenbrett geriet Stephan Gießmann unter starken Druck seines Gegners Lennart Uphoff. Da kurze Zeit darauf Christian Maurer gegen FM Christoph Rother in ein Remis einwilligte, schien es, als könnte Kelheim wegen der Berliner Wertung im Falle eines 2:2, bei der das vorderste Siegbrett den Ausschlag gibt, sogar in Bedrängnis kommen. Doch Gießmann verteidigte sich fintenreich und wehrte eine Angriffswelle nach der anderen gekonnt ab, bis er schließlich in einem ausgeglichenen Endspiel landete und das Remis sicherte.

In der ausstehenden Partie versuchte Vorstand Helmut Kreuzer gegen Altmeister Alois Achhammer zwar, ein Damenendspiel mit Mehrbauern zu gewinnen, aber nach fast der vollen Spieldistanz von sechs Stunden musste er sich mit Remis zufrieden geben. „Das war heute ein hart erarbeiteter und gerade deshalb umso erfreulicher Titel“, so Kapitän Stephan Gießmann.

Am Samstag triumphierte Klaus Frieser bei der diesjährigen Senioren-Blitzmeisterschaft in Haselmühl. Frieser, der der Referent des Schachverbandes Oberpfalz für Seniorenschach ist, freute sich über eine starke Konkurrenz. „19 Starter sind meines Wissens Rekordbeteiligung“, so der langjährige Kelheimer Teamkapitän der ersten Mannschaft. „Nachdem ich meine 2,5 Verlustpunkte schon früh abgegeben hatte, hatte ich wenige Runden vor Schluss noch auf Rang fünf gelegen und nicht mit Titelchancen gerechnet. Doch ein verlustpunktfreier Schlussspurt, vor allem auch im direkten Duell mit Titelkandidaten, hievte mich am Ende sogar auf Platz 1“. Frieser setzte sich mit 16,5 Zählern und der besseren Wertung vor Lokalmatador Heinrich Däubler durch.

Kelheimer „Zweite“ verpasst Aufstieg / Kelheim 1 mit Platz 3 in der Landesliga Nordbayern

Am gestrigen Sonntag ging die diesjährige Spielzeit mit für Kelheim sehr ordentlichen Resultaten zu Ende. „Wir haben in dieser Saison alle unsere gesteckten Ziele erreicht“, so ein zufriedener Vereinsvorstand Helmut Kreuzer.

Finale Grande in Kelheim – zum Saisonabschluss gabs im Hotel Dormero einen Vierfach-Heimkampf

Die besten Chancen, das Sahnehäubchen auf eine starke Saison zu setzen, hatte Kelheim 2 in der Oberpfalzliga. Im direkten Fight um den Aufstieg gastierte der Tabellenzweite Weiden 07 im Kelheimer Hotel Dormero. „Bei so gleichen Teams sind es oft Kleinigkeiten, die über Erfolg oder Niederlage entscheiden, und heute sind leider ein paar Stellungen zu unseren Ungunsten gekippt“, so Team-Kapitän Dr. Reinhard Grafl. „So ist der Sport, man muss das akzeptieren. Aber wir sind trotzdem happy über eine starke Saison und greifen nächstes Jahr wieder an“.

Dr. Reinhard Grafl, Teamkapitän der Kelheimer „Zweiten“

Die erste Mannschaft des Vereins erzielte gegen Schwarz-Weiß Nürnberg Süd ein leistungsgerechtes 4:4 Unentschieden und sicherte sich mit Platz 3 der Abschlusstabelle einen Platz auf dem Siegerpodest. „In dieser ausgeglichenen Liga können wir mit dem Erreichten sehr zufrieden sein“, so Team-Kapitän Christian Maurer. „Vor allem die Landesliga-Debüts unserer Nachwuchsspieler Tobias Schindler und Cornelius Mühlich in dieser Saison waren Highlights für mich“. Mühlich konnte bei seinem Einstand in der „Ersten“ nach hartem Kampf seine Begegnung für sich entscheiden. Der Kelheimer Nachwuchsspieler kompensierte durch seinen Erfolg die Niederlage von Vorstand Helmut Kreuzer zur 4:4-Punkteteilung.

Nachwuchsspieler und Jugendcoach Cornelius Mühlich feierte ein erfolgreiches Landesliga-Debüt

In der Bezirksliga Süd setzte Kelheim 3 mit einem 4,5:3,5 gegen RT Regensburg 2 nochmals ein Ausrufezeichen. „Nachdem wir lange Zeit gegen den Abstieg gekämpft haben, tut dieser Erfolg zum Ende noch einmal richtig gut“, so Team-Kapitän Thomas Karl. „Mit 7:11 Punkten und Tabellenplatz 7 haben wir unser Soll erreicht“.

Die vierte Mannschaft des Vereins verlor ihre abschließende Begegnung mit 3,5:4,5 gegen Bavaria Regensburg 3 und landete mit 9:9 Zählern auf Rang 5 der Tabelle.

Kelheimer „Zweite“ übernimmt auf der Zielgeraden die Tabellenführung der Oberpfalzliga

Der achte und vorletzte Spieltag der Saison beschert dem Schachklub Kelheim 1920 durchweg positive Ergebnisse

Die erste Mannschaft des Schachklub Kelheim 1920  kam in der Vorschlussrunde der Landesliga Nordbayern beim Auswärtskampf in Bindlach 2 zu einem 4:4 Unentschieden. Gegen die Oberfranken wäre ein Sieg Voraussetzung gewesen, um noch theoretische Aufstiegschancen zu wahren. Nach Unentschieden von Spitzenbrett Stephan Gießmann und Holger Seidenschwarz an Brett 6 brachten Contantin Blodig an Brett 4 und Fritz Eichenseer an Brett 7 mit schönen Angriffssiegen Kelheim klar in Front. Doch die Bindlacher behielten an Brett 4 gegen Klaus Frieser und an Brett 2 gegen Teamkapitän Christian Maurer die Oberhand und egalisierten. In den beiden ausstehenden Endspielen hatte zwar Kelheim kleine Vorteile, jedoch überschritten die Partien von Helmut Kreuzer und Nachwuchsspieler Tobias Schindler nicht mehr die Remisbreite. Mit 10:6 Zählern rangiert Kelheim 1 auf Rang 4 der Tabelle.

Teil 1 des Unternehmens Aufstieg ist für Kelheim 2 erfolgreich absolviert. Beim Auswärtsspiel bei  DJK Amberg setzte sich die „Zweite“ mit 5:3 durch. Weil zugleich Spitzenreiter Weiden 07 gegen Tabellenschlusslicht DJK Regensburg überraschend Federn ließ, schob sich Kelheim 2 durch diesen Erfolg an die alleinige Tabellenspitze. Am 30.April kommt es folglich im Kelheimer Hotel Dormero zum großen Showdown „Erster gegen Zweiter“ um den Aufstieg in die Regionalliga Nord-Ost.

Eine Liga tiefer erzielte Kelheim 3 den erhofften Punktgewinn, um den Klassenerhalt in der Bezirksliga Süd praktisch zu sichern. Bei Tabellenführer Mintraching bot Kelheim 3 eine starke kämpferische Leistung und trotzte dem Liga-Primus ein 4:4 Unentschieden ab. Kelheim 3 steht somit auf Platz 8 der Tabelle, zwei Punkte vor möglichen Abstiegsrängen. Da aber die beiden hinter Kelheim 3 platzierten Teams noch gegen die beiden Topplatzierten der Liga spielen, sollte der Klassenerhalt nun unter Dach und Fach gebracht sein.

In der gleichen Liga setzte sich Kelheim 4 bei RT Regensburg 2 mit 4,5:3,5 durch und rangiert eine Runde vor Saisonschluss auf Platz 4 der Bezirksliga Süd.

Kelheimer Schachteams bleiben in ihren Ligen auf Verfolgerkurs

„Erste“ und „Zweite“ gewinnen / Jugendteam schafft Aufstieg in die Bayernliga

Der siebte Spieltag der Schachsaison bescherte dem Schachklub Kelheim 1920 einen Vierfach-Heimkampf mit packenden Duellen.

Die erste Mannschaft des Vereins traf in der Landesliga Nordbayern auf Aufsteiger 1.FC Marktleuthen und setzte sich mit 5:3 durch. „Ich bin froh, dass der Klassenerhalt mit nun 9:5 Zählern in trockenen Tüchern ist und wir dem Führungstrio mit 10:4 Punkten dicht auf den Fersen bleiben“, so Team-Kapitän Christian Maurer. „Vor dem Spieltag waren sowohl Auf- als auch Abstieg absolut realistisch, was drei Runden vor Schluss sehr ungewöhnlich ist“, so Maurer weiter. Dank einer geschlossenen und konzentrierten Mannschaftsleistung behielten die Kelheimer die Nerven und sicherten durch Erfolge von Christian Maurer, Holger Seidenschwarz, Fritz Eichenseer und Nachwuchsspieler Tobias Schindler bei seinem Landesliga-Debüt sowie Unentschieden von Spitzenbrett Stephan Gießmann und Helmut Kreuzer den Kelheimer Triumph. Klaus Frieser und Jugendcoach Conny Blodig verloren ihre Partien.

In der Oberpfalzliga bleibt Kelheim 2 in Schlagweite zum Führungsduo Weiden 07 und DJK Amberg, beide mit 12:2 Punkten. Kelheim 2 traf im Hotel Dormero auf Oberviechtach und behielt mit 4,5:3,5 knapp die Oberhand. „Wir haben noch das Spitzenduo der Liga in den beiden ausstehenden Runden und können bei nur einem Punkt Rückstand aus eigener Kraft den Aufstieg in die Regionalliga schaffen“, so Mannschaftsführer Dr. Reinhard Grafl.

Eine Spielklasse tiefer mussten die dritte und vierte Mannschaft des Vereins Niederlagen einstecken. Während für Kelheim 4 trotz der klaren 1:7-Niederlage gegen Tabellenführer Mintraching der Klassenerhalt mit 7:7 Zählern gesichert ist, ist der Verbleib in der Liga für Kelheim 3 noch nicht unter Dach und Fach. Nach einer knappen 3,5:4,5-Niederlage gegen Tegernheim verharrt die „Dritte“ auf dem achten Tabellenrang der Bezirksliga Süd.

Die Saison bereits beendet haben die Jugendmannschaften des Vereins, und das mit einem echten Kracher: Die erste Garde der Kelheimer Nachwuchsspieler entthronte in der Jugend-Landesliga am letzten Doppelspieltag der Saison Tabellenführer Neumarkt und steigt somit in die höchste Spielklasse für Nachwuchsteams, die Jugend-Bayernliga auf.

„Für uns war besonders schön anzusehen, wie die Mannschaft im Laufe der Saison immer mehr zusammengewachsen ist und zu einer echt schlagkräftigen Truppe herangereift ist“, so die begeisterten Jugendleiter Conny Blodig und Lena Antczak. „Erstaunlich, aber auch eigentlich eine logische Folge des tollen Teamspirits ist das 4:0, mit dem unsere Spieler in der Vorschlussrunde den Tabellenführer Neumarkt entzaubert haben, und das in erster Linie spielerisch sehr anspruchsvoll“. Besonders der lupenreine Top-Score von Johannes Obermeier an Brett 3, der in seinen sechs Einsätzen der Spielzeit alle Partien für sich entscheiden konnte, beeindruckte die Kelheimer Trainer.

Kelheim 1 (rechts) in Aktion: Tobias Schindler, Cornelius Mühlich, Johannes Obermeier und Florian Gold

Abgerundet wurde die herausragende Spielzeit für den Kelheimer Nachwuchs durch den Aufstieg der dritten Jugendmannschaft aus der Jugendbezirksliga in die Jugend-Oberpfalzliga. Die zweite Jugendmannschaft des Vereins landete in dieser 8-er-Liga auf einem guten vierten Rang.

Blitzen bis die Funken fliegen!

FC Bayern München verteidigt Titel als Bayerischer Meister im Blitzschach / Kelheim wird Elfter

Am heutigen Sonntag fanden sich die besten bayerischen Blitzschach-Mannschaften im Kelheimer Hotel Dormero ein, um den Champion 2017 in diesem rasanten Turniermodus (5 Minuten pro Spieler und Partie) auszuspielen. 21 für den Landesentscheid qualifizierte Teams aus den acht Schachbezirken wurden vom 1.Bürgermeister der Stadt Kelheim, Horst Hartmann begrüßt.

In einem hart umkämpften Wettkampf als Rundenturnier standen dem 21 Runden „Jeder gegen jeden“ auf dem Programm.

Schon zur Mittagspause nach 11 Runden hatten sich Titelverteidiger FC Bayern München und Noris Tarrasch Nürnberg vom Feld abgesetzt. Die beiden Teams hatten gegeneinander ein 2:2 gespielt. Da aber Nürnberg gegen Gröbenzell ein weiteres 2:2 Remis abgab, lagen die mit einem Großmeister und drei Internationalen Meistern top besetzten Hauptstädter knapp in Front. Und genau in dieser Punktekonstellation ging es auch über die Ziellinie, die Münchner gaben sich im gesamten weiteren Turnierverlauf keine Blöße und verteidigten mit 39:1 Punkten souverän ihren Titel, einen Punkt vor den Nürnbergern.

Die Dominanz dieser beiden Vereine in diesem Wettkampf wird auch im Abstand zum Drittplatzierten Gröbenzell deutlich, das mit 30:10 Punkten den verbleibenden Platz auf dem Siegerpodest eroberte.

FC Bayern München gegen Kelheim: Am Ende ein klares 3,5:0,5 für den Titelverteidiger Im Vordergrund: Stephan Gießmann – IM Andreas Schenk

Für Ausrichter Kelheim verlief das Turnier durchaus zufriedenstellend. „In einem starken Teilnehmerfeld belegten wir am Ende den elften Rang unter 21 Mannschaften, womit wir absolut zufrieden sind“, so Spitzenbrett und Vereins-Vize Stephan Gießmann. „Auf so einem Turnier gibt es keine leichten Gegner und ich finde, wir haben uns sehr gut geschlagen“.

Gießmann erzielte am Spitzenbrett 8,5 Zähler aus den 21 Runden, Helmut Kreuzer an Brett 2 errang 11,5 Punkte. Jugendleiter Constantin Blodig übersprang an Brett 3 mit 10,5 Punkten ebenfalls die 50-Prozent-Hürde. „Besonders freue ich mich, dass unser Nachwuchsspieler Tobias Schindler am vierten Brett gegen die harte Erwachsenen-Konkurrenz sehr gut mitgehalten hat“, freute sich Vorstand Helmut Kreuzer über das Abschneiden des Kelheimer Jugend-Spitzenspielers.

Bürgermeister Hartmann ließ es sich nicht nehmen, die letzten beiden Runden beim Turniergeschehen zu Kiebitzen und zeigte sich beeindruckt vom Wettkampf. „Es freut mich, dass Kelheim heuer der Ausrichter von bayerischen Schachmeisterschaften ist, und ich zolle Ihnen allen großen Respekt für ihre Leistungen“, so Hartmann anlässlich der Siegerehrung.

Die Siegermannschaften der Bayerischen Blitzmannschaftsmeisterschaft 2017 mit Bürgermeister Horst Hartmann und dem Kelheimer Vorstand Helmut Kreuzer

Kelheimer Schachteams bleiben auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze

Kelheim 1 und 2 jeweils mit 4:4 / „Dritte“ und „Vierte“ verlieren

Die Spielzeit in der Landesliga Nordbayern entwickelt sich immer mehr zu einem Krimi über Auf- und Abstieg. Nach sechs Runden gibt es vier punktgleiche Mannschaften mit 8:4 Zählern an der Tabellenspitze. Kelheim hatte am gestrigen Sonntag einen schweren Auswärtskampf beim Tabellenführer SC 1886 Bamberg.

Gegen die in Bestbesetzung antretenden Oberfranken entwickelte sich ein wilder Kampf, in dem Kelheim stark in Bedrängnis kam. Unentschieden von Teamkapitän Christian Maurer an Brett 3, von Fritz Eichenseer an Brett 8, von Spitzenbrett Prof. Martin Kreuzer und von Heinrich Maurer an Brett 8 folgte eine Niederlage von Klaus Frieser an Brett 4, dessen Gegner einen gewinnbringenden Angriff führte.

Als schließlich auch Stephan Gießmann an Brett 2 während der ersten Zeitkontrolle nach vier Stunden in ausgeglichener Stellung einen taktischen Schlag übersah, war Kelheim der Niederlage bedrohlich nahe. Doch Holger Seidenschwarz an Brett 6 konnte sich aus der gegnerischen Umklammerung lösen und zum 3:4 verkürzen. In einer konsequent geführten Angriffspartie verwertete Helmut Kreuzer an Brett 5 schließlich seine Druckstellung und sicherte das 4:4 Mannschaftsremis. „Mit 7:5 Punkten rangieren wir momentan auf Rang 5“, so Teamkapitän Christian Maurer. „Das verrückte an dieser Konstellation ist, dass drei Runden vor Schluss für uns sowohl Aufstieg als auch Abstieg möglich sind.“

Die zweite Mannschaft des Vereins gastierte am Sonntag in der Oberpfalzliga beim ASV Burglengenfeld. Am Ende verbuchte Kelheim 2 ein 4:4 Unentschieden und rangiert nun in der Tabelle auf Rang 3, einen Zähler hinter dem Führungsduo Weiden 07 und DJK Amberg. Erfreulich ist, dass die Nachwuchsspieler Cornelius Mühlich und Johannes Obermeier für Kelheim volle Punkte einfuhren, während Stephan Baur, Pascal Grafl, Manfred Renner und Sebastian Arnold Remis spielten. Johannes Müller und Teamkapitän Dr. Reinhard Grafl verloren ihre Matches.

Eine Liga tiefer in der Bezirksliga Süd standen für Kelheim 3 und Kelheim 4 Auswärtsbegegnungen auf dem Programm.

Ersatzgeschwächt bezog Kelheim 4 gegen Tegernheim eine 3:5-Niederlage, während Kelheim 3 gegen Bavaria Regensburg 2 deutlich mit 1,5:6,5 verlor.

 

Schachklub Kelheim mit „Big Points“ am fünften Spieltag

„Erste“ und  „Dritte“ punkten in ihren Ligen

Der fünfte Spieltag der Saison am gestrigen Sonntag brachte für die Kelheimer Mannschaften beim Vierfach-Heimkampf im großen Saal des Dormero Hotels zwar nur die Hälfte der möglichen Mannschaftspunkte, dafür waren die geholten Zähler aber „Big Points“:

In der Landesliga Nordbayern traf die „Erste“ auf Zirndorf. Beide Teams traten fast in Bestbesetzung an. Bereits zu Beginn entbrannte an den Brettern ein zähes Ringen um Vorteile. Spitzenbrett Prof. Martin Kreuzer überstand eine gefährliche Eröffnung unbeschadet und konnte in ein Remis-Endspiel abwickeln, ehe Mannschaftskapitän Christian Maurer Materialnachteil in der Eröffnung dank eines beherzt geführten Angriffsspiels kompensieren und schließlich den vollen Zähler einfahren konnte.

Fritz Eichenseer an Brett 8 überrannte seinen Gegner bereits aus der Eröffnung heraus und brachte Kelheim in Front. Doch ein Brett weiter hinten an Brett 4 verpasste Conny Blodig in einem Endspiel die Chance auf Ausgleich und verlor. Auch Holger Seidenschwarz verlor nach taktischem Geplänkel Material und musste die Segel streichen, ehe Helmut Kreuzer nach der ersten Zeitkontrolle seinen dauerhaften Druck in den vollen Punkt ummünzen konnte. Nach diesem intensiven Hin und Her musste die Entscheidung also am Brett von Alt-Kapitän Klaus Frieser fallen. In einem nervenzerreißenden Duell behielt der Kelheimer die Oberhand im Endspiel und punktete zum Kelheim Mannschaftssieg. Durch diesen Sieg ist Kelheim 1 auf Platz 3 der Tabelle herangerückt, in Reichweite von Spitzenreiter Bamberg, das in der nächsten Runde der Gegner sein wird.

Einen mindestens ebenso dramatischen Verlauf nahm die Begegnung der Kelheimer „Zweiten“ in der Oberpfalzliga gegen Furth i.W., allerdings mit sehr unglücklichem Verlauf für Kelheim.  Beim Stand von 3,5:3,5 hatte Manfred Renner ein klar vorteilhaftes Endspiel auf dem Brett. Doch nach einem Figurentausch sah sich Renner trotz einem Bauern Materialvorteil in einem strukturell schwierigen Endspiel wieder, das er nach sechs Stunden und über 100 Zügen schließlich verlor. Kelheim 2 rutscht durch diese Niederlage von der Tabellenspitze auf Rang 3 der Liga ab, hat aber weiterhin gute Aufstiegschancen.

Eine Liga tiefer stand für Kelheim 3 eine enorm wichtige Begegnung auf dem Spielplan. Ersatzgeschwächt musste gegen Tabellenschlusslicht Eulenspiegel Regensburg unbedingt Zählbares geschafft werden, wollte man den Anschluss zum Tabellenmittelfeld wahren. Kelheim 3 bot genau im richtigen Moment eine fulminante Leistung und setzte sich mit 5,5:2,5 durch. „Ich freue mich riesig, dass wir heute in einem regelrechten 4-Punkte-Spiel Zähne gezeigt und uns durchgesetzt haben“, so ein erleichterter und erfreuter Team-Kapitän Thomas Karl.

In der gleichen Liga rutschte Kelheim 4 nach einem klaren 1:7 gegen Bavaria Regensburg 2 von Tabellenplatz 2 auf Rang 3 ab.

Das Kelheimer Pokal-Märchen 2016/17 ist zu Ende

Gegen Zweitbundesligist Nickelhütte Aue ausgeschieden / Stephan Gießmann ist Oberpfalzmeister 2017 im Blitzschach

Das Pokalmärchen der Vierer-Mannschaft des Schachklub Kelheim ist vorerst zu Ende. Am Samstag war Kelheim der Austragungsort der Vorrunde des Pokalwettbewerbs auf Bundesebene.

Mit Zweitbundesligist ESV Nickelhütte Aue, dem Württembergischen Oberligisten Weiler im Allgäu und dem Bayerischen Meister Röhrnbach trafen im Hotel Dormero vier Pokalteams aufeinander.

Den ersten Nervenkitzel lieferte die Auslosung der beiden Begegnungen durch den zweiten Bürgermeister der Stadt Kelheim, Franz Aunkofer. Dieser hatte offenbar vollstes Vertrauen in „seine“ Kelheimer Lokalmatadoren, denn mit Aue erwischte Kelheim gleich die  bestbesetzte Mannschaft.

„Es gibt auf diesem Niveau keine leichten Aufgaben“, so Teamkapitän Stephan Gießmann „und wir haben nichts zu verlieren, sondern nur zu gewinnen“.

Die Kelheimer gingen gegen die mit einem Großmeister und zwei Internationalen Meistern angereisten Sachsen beherzt zu Werke.

Spitzenbrett Prof. Martin Kreuzer konnte gegen GM Roman Slobodjan die Stellung lange ausgeglichen halten, musste aber in Zeitnot schließlich entscheidenden Materialverlust hinnehmen. An Brett 3 gab Constantin Blodig gegen IM Cliff Wichmann in der Eröffnung einen Bauern. Im weiteren Verlauf konnte Blodig aber keine ausreichende Kompensation nachweisen, so dass er in einem verlorenen Endspiel landete. An Brett 2 bekämpfte Stephan Gießmann in einer sehr komplizierten Stellung den IM Günther Spieß, musste sich aber letztendlich mit einem Remis begnügen.

Nachdem das Ausscheiden Kelheims zu diesem Zeitpunkt schon besiegelt war, gelang Helmut Kreuzer an Brett 4 noch ein Sieg gegen Frank Flöter. Kreuzer konnte seine druckvolle Stellung bis über die volle Spielzeit von sechs Stunden aufrechterhalten und schließlich den vollen Zähler einfahren.

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Kelheim gegen Aue – aufmerksam verfolgt vom zweiten Bürgermeister der Stadt Kelheim, Franz Aunkofer

Am Sonntag Morgen traf dann der Sieger Aue gegen Weiler im Allgäu. Der Champion des Württembergischen Schachverbandes hatte zuvor den Bayern-Champion Röhrnbach klar mit 3:1 aus dem Wettbewerb geworfen. Doch auch in der Sonntags-Runde setzte sich Aue mit 2,5:1,5 durch und zieht somit in die Zwischenrunde ein.

„Man träumt natürlich mit jeder genommenen Hürde von einer erneuten Pokal-Sensation“, so Vorstand Helmut Kreuzer, „insofern ist man natürlich ein klein bisschen wehmütig, wenn es dann mal zu Ende ist. Doch wir haben uns in der neuen Spielzeit schon wieder für das Bezirksfinale qualifiziert. Aus unserer Sicht darf es gerne wieder so prima laufen und vor allem so viel Spaß machen“.

Quasi als Trostpflaster für das Pokal-Aus gegen Aue nahm Stephan Gießmann am Sonntag an der Oberpfalzmeisterschaft in Tirschenreuth teil. Als Titelverteidiger war Gießmann  der Favorit auf den Bezirkstitel. In 25 Runden gab sich Gießmann keine Blöße und gewann den Wettbewerb schließlich mit 22,5 Zählern und zwei Punkten Vorsprung. „Ich bin total zufrieden mit meinem Score, vor allem weil ich ohne Niederlage geblieben bin“, so ein sichtlich stolzer und zufriedener Kelheimer Vereins-Vize.

Der zweite Kelheimer Starter, Stefan Schiller zeigte eine ebenfalls sehr starke Turnierperformance und belegte am Ende einen hervorragenden 6.Rang.

Gemischte Erfolge für Kelheimer Schachteams am vierten Spieltag

„Zweite“ bleibt Tabellenführer der Oberpfalzliga / Kommendes Wochenende findet in Kelheim die Vorrunde zur Deutschen Pokalmannschaftsmeisterschaft statt

Die Hälfte der Schach-Saison ist fast gespielt, mit für den Schachklub Kelheim durchaus ansehnlicher Zwischenbilanz:

Die erste Mannschaft zog ersatzgeschwächt gegen Forchheim 2 mit 3:5 den Kürzeren und rangiert mit 4:4 Zählern im Tabellenmittelfeld. „Es ist schade, dass wir diese Niederlage einstecken mussten, zumal bei einem Erfolg die Tabellenführung drin gewesen wäre“, so Teamkapitän Christian Maurer. „Es bleibt in dieser ausgeglichenen Liga spannend, wir müssen uns unsere Brötchen jedes Mal aufs Neue verdienen“.

Die zweite Mannschaft des Vereins bleibt nach dem 4,5:3,5-Erfolg gegen Bad Kötzting 2 souveräner Tabellenführer der Oberpfalzliga. Siege vom frisch gebackenen U18-Bezirksmeister Tobias Schindler am Spitzenbrett, seinem Vater Dr. Gernot Schindler und von Routinier Manfred Renner brachten Kelheim auf die Siegerstraße. Teamkapitän Dr. Reinhard Grafl, Johannes Müller und Johannes Obermeier erzielten Unentschieden, während Christine Grafl und Stefan Schiller ihre Partien verloren.

Eine Liga tiefer hatte die vierte Mannschaft bei Schlusslicht Eulenspiegel Regensburg einen fulminanten Auftritt. Beide Teams mussten ersatzgeschwächt antreten, doch Kelheim verkraftete die Situation besser. Am Ende setzte sich Kelheim 4 mit 5:2 klar durch und rangiert mit 7:1 Zählern weiter auf Platz 2 der Liga.

In der selben Liga unterlag Kelheim 3 gegen Kareth-Lappersdorf deutlich mit 1,5:6,5. Lediglich an den ersten drei Brettern erzielten Florian Bartmann, Eva Engl und Wolfgang Klarl Unentschieden. Kelheim 3 rangiert mit 2:6 Punkten auf Tabellenplatz 8.

Am kommenden Wochenende ist Kelheim der Austragungsort zur Vorrunde des Deutschen Mannschaftspokals. Als amtierender Bayerischer Vizemeister hat sich die Kelheimer Vierermannschaft für die Ausscheidungsrunden auf Bundesebene qualifiziert. Am Samstag werden um 13:30 Uhr im Kelheimer Hotel Dormero die Paarungen zwischen den vertretenen Teams aus Röhrnbach, Nickelhütte Aue, Weiler im Allgäu und Kelheim gelost. Spielbeginn ist 14 Uhr.

Am Sonntag treffen dann um 10 Uhr die Sieger der Vortagesrunde aufeinander, um den Qualifikanten für die Deutsche Zwischenrunde zu ermitteln.